Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Brustzentrum Köpenick

Ganzheitliche Behandlung

Unser Brustzentrum ist darauf spezialisiert den Menschen zu behandeln und nicht nur die Krankheit. Alle Mitarbeiter unseres Brustzentrums sind besonders geschult- ausführliche Aufklärung über vorliegende Befunde, Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten und Fragen zur Nachsorge gehören ebenso zu unserem ganzheitlichen Konzept wie die seelische Unterstützung durch unsere Psychoonkologin.

Das Brustzentrum Köpenick zeichnet sich durch gebündelte Kompetenz unter einem Dach aus: hier arbeiten die verschiedenen Spezialisten für Diagnostik, Operation, Chemo- und Hormonbehandlung, Bestrahlung und weitere Behandlungsmöglichkeiten eng zusammen.

Operationen

Heute ist es bei den meisten Brustkrebs-Patientinnen möglich, bei einer Operation die Brust zu erhalten. Durch große Studien konnte sicher nachgewiesen werden, dass die brusterhaltende Operation mit anschließender Bestrahlung hinsichtlich des Überlebens keine Nachteile gegenüber der Abnahme der Brust (Mastektomie) aufweist. Eine brusterhaltende Operation kann immer dann durchgeführt werden, wenn eine günstige Relation zwischen Größe des Brustkrebses und dem Volumen der Brust besteht.

In Vollnarkose wird der Tumor vollständig entfernt und bereits während der Operation feingeweblich untersucht (Schnellschnittuntersuchung). Nach der Operation erfolgt eine Bestrahlung der erhaltenen Brust.

Diese Art der Operation wird im Rahmen einer brusterhaltenden Therapie am häufigsten angewendet. Insbesondere bei kleineren Tumoren erfolgt die komplette Entfernung mit einem mehrere Millimeter breiten Sicherheitssaum. Unmittelbar vor der Entfernung des Tumors ist dieser eindeutig zu markieren, sodass der Pathologe die Schnittränder exakt beurteilen kann.

Gegebenenfalls muss nach Eingang der feingeweblichen Untersuchung nachreseziert werden, um den angestrebten Sicherheitssaum von mehreren Millimetern zu erzielen.

Ist der Tumor im Verhältnis zur Brustgröße zu groß, kann unter Umständen mit einer alleinigen Tylektomie kein gutes kosmetisches Ergebnis erzielt werden.

In diesem Fall wird der Verlust des Brustgewebes durch einen Hautmuskellappen ausgeglichen (Latissimus-dorsi-Muskellappen). Durch dieses Vorgehen können auch bei größeren Tumoren die onkologischen Aspekte (breite freie Schnittränder) beachtet und trotzdem die Brust erhalten werden.

Eine weitere Operationsmethode im Rahmen der brusterhaltenden Therapie sind die onkoplastischen Operationen. Hierbei werden bei großer Brust die verschiedenen Methoden der Reduktionsplastik, also der Verkleinerung der Brust angewendet, um nach Entfernung des Tumors weit im Gesunden die Brust neu zu formen. Dabei richtet sich die Operationsmethode nach der Lage des Tumors in der Brust. Auch nach solchen onkoplastischen Operationen muss die Brust nachbestrahlt werden.

Ist aus onkologischen Gesichtspunkten die brusterhaltende Operation nicht möglich oder wünscht die Patientin kein brusterhaltendes Vorgehen, so kommen die ablativen Operationsverfahren zur Anwendung, also die Entfernung der Brust. Die Brust kann im Sinne einer Sofort- oder Intervallrekonstruktion entweder während der Operation oder später (Wiederaufbau) ersetzt werden.

Verfahren

  • Modifiziert radikale Mastektomie

  • Hautsparende Mastektomie

Bei der modifiziert radikalen Mastektomie wird das gesamte Drüsengewebe, die Haut über der Drüse, die Brustwarze und der Warzenhof sowie die Muskelfaszie über dem Brustmuskel entfernt. Die Brustmuskeln selbst bleiben erhalten.

Eine andere Technik der ablativen Operation ist die hautsparende Mastektomie. Dabei erfolgt die Entfernung der Brustdrüse, der Brustwarze und des Warzenhofes. Gegenüber der klassischen modifiziert radikalen Mastektomie bleiben jedoch die untere Brustfalte und die Haut über dem Drüsenkörper weitgehend erhalten, um den sofortigen Wiederaufbau durchführen zu können. Die Sensibilität der Brust bleibt dadurch teilweise erhalten. Der sofortige Wiederaufbau der Brust erfolgt durch Einlage eines Expanders oder einer Prothese unter den großen Brustmuskel.

Falls aus onkologischen Gründen eine modifiziert radikale Mastektomie, eine hautsparende Mastektomie oder die Entfernung von großen Anteilen der Brust erfolgen musste, wird mit der Patientin die Möglichkeit eines Wiederaufbaus der Brust bis hin zum Wiederaufbau der Brustwarze und der Tätowierung des Warzenhofes besprochen. Dieser Prozess beinhaltet also in jedem Fall mehrere Schritte und kann als Sofort- oder Intervallrekonstruktion durchgeführt werden. Der Krankheitsverlauf wird dadurch nicht beeinflusst. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, mit denen die Brust wieder aufgebaut werden kann, zum Beispiel:

  • mit einem Implantat
  • mit einem Implantat gemeinsam mit körpereigenem Gewebe
  • oder ausschließlich mit körpereigenem Gewebe, das vom Rücken (Latissimus dorsi-Muskellappen) oder vom Bauch (transverser Musculus rectus abdominis - Lappen) gewonnen werden kann.

Bei der Sofortrekonstruktion erfolgt der Wiederaufbau gleichzeitig mit der Entfernung der erkrankten Brust, also in der gleichen Narkose.

Bei der Intervallrekonstruktion erfolgt der Wiederaufbau nach Abschluss der adjuvanten Therapie (die adjuvante Therapie meint in erster Linie die abgeschlossene Chemotherapie und Bestrahlung). Falls im Rahmen der adjuvanten Therapie eine Bestrahlung der Brustwand durchgeführt werden musste, sollten 6 bis 8 Monate nach Beendigung der Bestrahlung abgewartet werden.

Für viele Patientinnen ist es bei der Planung der primären Therapie aus psychischen Gründen zunächst nicht möglich, eine Entscheidung zur Sofortrekonstruktion zu treffen. Dann kann es besser sein, den Wiederaufbau später zu machen (Intervallrekonstruktion). In der Zwischenzeit können sich die Patientinnen ausführlich über die in Frage kommenden Operationsverfahren informieren.

Verfahren

  • Implantateinlage

  • LADO = Latissimus-dorsi-Muskellappen

  • TRAM = transverser Musculus rectus abdominis-Lappen

Die Rekonstruktion der Brust kann durch Einlage von Implantaten unter den Brustmuskel erfolgen. Diese Implantate (Expander) werden in den Wochen nach der Operation über ein unter der Haut platziertes Ventil mit Kochsalzlösung aufgefüllt, bis sie die Größe der gegenseitigen Brust erreicht haben. Zum Abschluss der Behandlung kann es notwendig sein, den Expander durch eine endgültige Prothese auszutauschen oder das Ventil zu entfernen. In einigen Fällen ist auch eine Anpassung der gesunden Brust an die neue Form der operierten Brust erforderlich.

Der Wiederaufbau einer Brust durch den Musculus latissimus dorsi des Rückens eignet sich sehr gut:

  • zum Volumenersatz nach Entfernung von großen Teilen der Brust

  • zum Wiederaufbau der kleinen und mittelgroßen Brust

  • zum Wiederaufbau in Verbindung mit Implantaten oder Expandern

  • zum Gewebeersatz nach Rezidiven an der Brustwand

Der Latissimus-Muskel ist ein großer, dreieckiger, fächerförmig über dem Rücken ausgebreiteter Muskel. In Vollnarkose wird dieser Muskel gegebenenfalls mitsamt einer Hautinsel ausgeschnitten und durch einen Tunnel nach vorn in den Brustbereich verlagert. Die Hautinsel wird dort mit den benachbarten Wundrändern vernäht. Eventuell wird ein Implantat unter den Muskel eingelegt, um so auch größere Brüste wieder aufbauen zu können.

Dieser Haut-Muskel-Lappen stellt für die wiederherstellende Brustchirurgie eine wesentliche Bereicherung dar. Unterhalb des Bauchnabels findet sich häufig reichlich Gewebe, das zum Wiederaufbau der Brust allein aus körpereigenem Gewebe verwendet werden kann.

In Vollnarkose werden eine spindelförmige, quer verlaufende Gewebsinsel aus Haut, Fettgewebe und Muskel entnommen und in den Brustbereich eingepflanzt. Zum Verschluss der Bauchwunde wird die Bauchdecke gestrafft und der Nabel neu eingenäht. Eine Prothese oder Expander ist in der Regel nicht erforderlich.

Für den Verlauf der Erkrankung ist es wichtig zu wissen, ob bereits Krebszellen ins Lymphsystem eingedrungen sind. In der Regel werden deshalb während der Operation auch zahlreiche Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt. Um die Entnahme von unnötig vielen Lymphknoten zu vermeiden, hat man die Methode der Entnahme des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphknoten) entwickelt. Finden sich bei der feingeweblichen Untersuchung in diesem Wächterlymphknoten keine Tumorzellen, kann man auf die Entnahme der übrigen Lymphknoten verzichten. Das muss aber im Einzelfall abgeklärt und entschieden werden. Durch dieses Verfahren wird die Operation komplikationsärmer und die Frauen leiden seltener an Nebenwirkungen.

Der Hintergrund

Jeder bösartige Brusttumor wird primär zunächst von nur einem oder zwei sog. Wächter-Lymphknoten drainiert. Untersuchungen haben ergeben, dass der mikroskopische Befund dieses Wächter-Lymphknotens zu ca. 96 % mit dem Befund der restlichen axillären Lymphknoten übereinstimmt, wenn das Mammakarzinom nicht größer als 2,5 bis 3,0 cm ist. Daraus resultiert, dass man bei geeigneten Patientinnen auf eine vollständige Lymphknotenentfernung in der Achselhöhle verzichten kann, wenn der vorher entnommene Wächter-Lymphknoten unter dem Mikroskop unauffällig ist. Dadurch könnten die Komplikationen der vollständigen Lymphknotenentfernung (Taubheitsgefühl, Schmerzen, dicker Arm, Entzündungen) erheblich reduziert werden.

Ablauf der Untersuchung

Am Vortag der Operation erfolgt das Einspritzen von geringen Mengen Technetium um den Tumor herum (nicht in den Tumor). Das Technetium wird über die Lymphbahnen in den Wächter-Lymphknoten transportiert und reichert sich dort an. Nach Aufsuchen des Wächter-Lymphknotens mit einer Gammasonde wird dieser entfernt und speziell mikroskopisch aufgearbeitet. Falls sich die weitgehende Übereinstimmung der Histologie von Wächter-Lymphknoten und übrigen Lymphknoten der Achselhöhle bestätigen sollte, kann in bestimmten Fällen auf die Entfernung der Achsellymphknoten verzichtet werden.

Nach der Operation

  • Veranlassen von Staging-Untersuchungen
  • Physiotherapeutische Behandlung (Mobilisation, Bewegungsübung, Atemgymnastik)
  • Psychoonkologische Betreuung und Behandlung durch die Psychologin des Brustzentrums
  • Vermittlung des Kontaktes zu unseren Sozialarbeiterinnen, Selbsthilfe- und Sportgruppen
  • Vermittlung einer psychotherapeutischen Therapie in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen
  • Versorgung mit Medizinprodukten über das Sanitätsfachgeschäft unseres Hauses

Staging-Untersuchung

Wenn ein Brustkrebs festgestellt wurde, werden im Rahmen des stationären Aufenthaltes verschiedene Untersuchungen durchgeführt beziehungsweise Termine für ambulante Untersuchungen vereinbart. Mit diesen Untersuchungen kann eine eventuell bestehende Ausbreitung des Brustkrebses im Körper durch den Nachweis von Absiedelungen (= Metastasen) festgestellt werden.

  • Röntgenthorax
  • Oberbauchsonografie
  • ambulante Knochenszintigrafie (Darstellung des Knochenstoffwechsels)
  • ggf. weiterführende Untersuchungen

Tumorkonferenz

In einem interdisziplinären Expertentreffen mit Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Onkologen werden die feingeweblichen Befunde sowie die Ergebnisse der Staginguntersuchungen diskutiert und das weitere Therapiekonzept für die Patientin erarbeitet.

Bestrahlung

Bei brusterhaltender Operation des Brustkrebses muss das Restbrustdrüsengewebe immer bestrahlt werden, um ein lokales Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Eine Bestrahlung ist aber auch sinnvoll, wenn der Tumor besonders groß war und mehrere Lymphknoten (>=4) aus der Achselhöhle befallen waren. Es erfolgt dann die Bestrahlung der Brustkorbwand. Die Bestrahlung wird ambulant in der Klinik für Strahlentherapie der Charité und im Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie in Helle-Mitte (Kooperationspartner unseres Brustzentrums) durchgeführt.

Chemotherapie

Durch große Studien wissen wir heute, dass sich zum Zeitpunkt der Entdeckung der Brustkrebserkrankung bereits einzelne Krebszellen im Körper verteilt haben können, aus denen sich später Tochtergeschwülste entwickeln können. Durch die Chemotherapie sollen diese Zellen zerstört werden. Es handelt sich somit um eine Vorsorge-Therapie (adjuvante Chemotherapie) je nach individueller Risikoeinschätzung. Durch Zytostatica (Zellgifte) in Infusions- oder Tablettenform werden die im Körper eventuell vorhandenen Krebszellen in bestimmten Phasen der Zellteilung angegriffen und zerstört. Die einzelnen Gaben der Chemotherapieinfusion werden in der Regel in einem Rhythmus von 3 bis 4 Wochen und insgesamt 6 bis 8 Mal wiederholt. Die Chemotherapie wird in unserem Brustzentrum vorwiegend ambulant durchgeführt. Hierfür sind spezielle Räume mit bequemen Liegesesseln vorhanden.

Betreut werden die Patientinnen durch besonders ausgebildete Schwestern und die ärztlichen Kollegen und die Psychoonkologin, die die Patientin bereits während des stationären Aufenthaltes betreut haben. So besteht der Kontakt zwischen Arzt und Patientin auch nach Entlassung aus der stationären Behandlung fort und wir können schnell auf eventuell während der Chemotherapie auftretende Nebenwirkungen und Fragen reagieren. Gegen die am häufigsten zu erwartenden Nebenwirkungen wie zum Beispiel Übelkeit und Blutarmut erhalten die Patientinnen bereits während der Therapie vorbeugende Medikamente. Ebenso wird jeder Frau, wenn es aufgrund des Chemotherapieregimes notwendig ist, schon vor Beginn der Chemotherapie ein Rezept über eine Perücke für den zu erwartenden Haarausfall ausgehändigt.

Primäre Chemotherapie

Bei besonders großen Tumoren kann es angezeigt sein, die Chemotherapie vor der Operation durchzuführen, um den Tumor zu verkleinern und ihn dann besser operativ entfernen zu können. In geeigneten Fällen ist nach der primären Chemotherapie sogar die brusterhaltende Operation möglich.

Hormontherapie

Östrogen, ein körpereigenes weibliches Geschlechtshormon, kann den Brustkrebs zum Wachsen anregen, wenn sog. "Rezeptoren" auf der Oberfläche der Tumorzellen vorhanden sind. 60 bis 70 Prozent der Patientinnen besitzen solche "Rezeptoren" und bringen damit die Voraussetzungen mit, um mit Medikamenten behandelt zu werden, die gegen das Östrogen gerichtet sind. Verschiedene Wirkstoffe in der Hormontherapie haben unterschiedliche Angriffspunkte. Die sogenannten GnRH-Analoga wirken in der Hirnanhangsdrüse auf die Steuerung der Hormonproduktion, die Aromatasehemmer blockieren Enzyme, die für die Östrogenbildung benötigt werden und die sogenannte Antiöstrogene besetzen die Östrogenrezeptoren und verhindern so die östrogene Wirkung. Die Hormontherapie ist sehr gut verträglich.

Antikörpertherapie

Bei etwa 25 bis 30 Prozent der Patientinnen haben die Brustkrebszellen auf ihrer Oberfläche Empfangsstellen (Rezeptoren) für Wachstumsfaktoren, die die Krebszellen zum schnelleren Wachstum anregen. Ziel der Antikörpertherapie ist es, diese Rezeptoren zu blockieren, sodass die Wachstumsfaktoren nicht mehr an die Zelle andocken und damit nicht mehr wirken können. Die Antikörpertherapie ist sehr gut verträglich, wird ambulant als Infusionstherapie durchgeführt und hat sich vor allem bei der Therapie des metastasierten Brustkrebses bewährt.

Schmerztherapie

Schmerzen, durch den Tumor selbst oder die Tochtergeschwülste verursacht, können durch unterschiedlich starke Schmerzmittel abgeschaltet oder wirksam gelindert werden. Knochenschmerzen, die durch Metastasen hervorgerufen werden, können durch sog. Bisphosphonate in Tabletten- oder Infusionsform oder durch gezielte Bestrahlung deutlich gemildert werden. Bei Bedarf wird für die jeweilige Patientin ein individuelles Therapiekonzept im Rahmen der Betreuung in unserer Schmerzambulanz entwickelt.

Breast Care Nurse (Brustschwester)

Professionelle Betreuung und Begleitung für Patienten mit Brusterkrankung

Die Häufigkeit von Brusterkrankungen nimmt zu. Die meisten Frauen trifft die Diagnose unverhofft und aus einer gefühlten Gesundheit heraus. Viele Frauen fühlen sich handlungsunfähig und wünschen sich professionelle Unterstützung. Das Brustzentrum Köpenick bietet den Frauen eine individuelle, auf die Bedürfnisse der Patientin abgestimmte Begleitung und Betreuung an.

Schwester Heidrun Proppe hat langjährige Erfahrung als onkologische Pflegeschwester und Schwester der gynäkologischen Station. Sie ist durch die Weiterbildung zur onkologischen Fachschwester (Pflegeexpertin für Brusterkrankung) auf die Unterstützung und Begleitung unserer Brustkrebs-Patientinnen spezialisiert.

Frau Heidrun Proppe begleitet die Frauen bereits bei der Planung des stationären Aufenthaltes und steht Ihnen während und nach dem Krankenhausaufenthalt für Fragen zur Verfügung. Gemeinsam hilft sie mit den betroffenen Frauen herauszufinden, was ihnen Halt und Unterstützung geben kann. Frau Heidrun Proppe richtet ihre Betreuung nach den individuellen Bedürfnissen und aktuellen Problemen der betroffenen Frau. Sie unterstützt Sie bei der Wiedereingliederung in den Alltag. Hier stehen Ihnen auch der Sozialdienst und die Psychoonkologin des Brustzentrums unterstützend zur Seite.

Die Breast Care Nurse ist für Sie:

  • Sie lernen Schwester Heidrun Proppe zu Beginn der Behandlung kennen und können gleich Ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern.

  • Als kontinuierliche Ansprechpartnerin begleitet sie Sie auf Wunsch zur Befundbesprechung und Untersuchung.

  • Sie hilft Ihnen Untersuchungsergebnisse, Diagnostik und Therapie zu ordnen und besser zu verstehen. So können wichtige Entscheidungen leichter getroffen werden.

  • Sie vermittelt Kontakte zu weiterführenden Hilfsangeboten (Psychologin, Seelsorge, Sozialdienst, Selbsthilfegruppen).

  • Sie sorgt für einen reibungslosen Ablauf vor und während des stationären Aufenthaltes und darüber hinaus.

  • Sie besucht Sie je nach Wunsch während der Chemotherapie. Sie ist auch nach dem stationären Aufenthalt telefonisch erreichbar.

Sozialdienst

Die Organisation von medizinischer Rehabilitation und Nachsorgeleistungen (zum Beispiel Anschlussheilbehandlung, Kur) und die Wiedereingliederung in das Alltags- und Berufsleben wird zeitnahe nach der Entlassung aus dem Krankenhaus durch unseren Sozialdienst eingeleitet. Außerdem erfolgt die Unterstützung bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, bei sozialrechtlichen Fragen oder Fragen zu der häuslichen Versorgung. Die Patientinnen erhalten ferner Hilfe bei der Beantragung von Pflegegeld sowie Heil- und Hilfsmitteln.

Psychoonkologische Betreuung

Die Patientinnen können auf Wunsch durch die Psychologin des Brustzentrums betreut werden. Sie hat besondere Erfahrung bei der Behandlung von Frauen mit Brustkrebs und bietet:

  • Beistand und unterstützende Gespräche nach Diagnoseeröffnung und in Krisensituationen

  • Begleitung während der Krebsbehandlung und darüber hinaus

  • Unterstützung bei der Bewältigung krankheitsbedingter Einschränkungen

  • Hilfe bei familiären Problemen

  • Vermittlung von Informationen über ambulante psychosoziale Hilfs- und Betreuungsangebote, zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen etc.

  • Einübung von Entspannungsverfahren

  • Vermittlung zu ambulant tätigen Psychotherapeuten

Nachsorgesprechstunde

Im Zusammenhang mit dem niedergelassenen Frauenarzt betreuen wir die Patientin auch im Rahmen der Nachsorge der Brustkrebserkrankung. Bei den Nachsorgeuntersuchungen sollten alle 3 Monate eine genaue Befragung des Befindens und eine exakte körperliche Untersuchung erfolgen. Wenn die Patientin brusterhaltend operiert werden konnte, so ist alle 6 Monate eine Mammografie der erkrankten Brust (für 3 Jahre) und alle 12 Monate der Gegenseite erforderlich. Danach ist nur noch eine jährliche beidseitige mammografische Kontrolle notwendig. Weiterführende Untersuchungen sind nur bei entsprechenden Beschwerden oder Verdachtsmomenten erforderlich.

Selbsthilfegruppe

Am Brustzentrum der DRK Kliniken Berlin Köpenick treffen sich regelmäßig von Brustkrebs betroffene Frauen zum gemeinsamen Austausch. Die Selbsthilfegruppe wurde im Jahr 2002 von einer engagierten Patientin gegründet und ist bis heute offen für neue Mitglieder.

Die Frauen profitieren vor allem von dem offenen Aussprechen der Belastungen ohne die gegenüber Nichtbetroffenen oft gehegte Rücksicht. Auch entstehen durch die Treffen Kontakte, die emotionalen Rückhalt und Geborgenheit vermitteln. Äußerst wichtig ist auch der Austausch über fachliche Informationen und Tipps im Umgang mit der Erkrankung bzw. der medizinischen Behandlung.

Die Selbsthilfegruppe für Frauen mit Brustkrebs trifft sich an jedem 2. Dienstag des Monats von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr im Konferenzraum des Brustzentrums (Haus 5.4). An den Treffen können Sie ohne Voranmeldung teilnehmen oder vor der ersten Teilnahme kurz Rücksprache mit uns halten (Telefon: (030) 3035 - 3562).

Die DRK Kliniken Berlin stärken die Selbsthilfe - mehr Infos dazu gibt es auf den Seiten der Selbsthilfegruppen.

Physiotherapie

Schon am ersten Tag nach der Operation erlernen die Patientinnen mithilfe der Physiotherapeutinnen Übungen, mit denen das normale Bewegungsausmaß in Schulter- und Armgelenk erhalten und Fehlhaltungen vermieden werden sollen. Die Frauen erhalten Tipps für die Bewältigung des häuslichen Alltages nach einer Operation und für die Prophylaxe eines Lymphödems. Diese Übungen sollen auch zu Hause weitergeführt werden. Außerdem können auch ambulante Lymphdrainagen und physiotherapeutische Behandlungen über unsere Klinik für Rehabilitation eingeleitet werden.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Physiotherapie der DRK Kliniken Berlin Köpenick

Kosmetikseminare

Schminkkurse geben ein Stück Lebensqualität zurück!

In Kooperation mit DKMS-Life (Deutsche Knochenmarkspende) bietet unser Brustzentrum Köpenick die Kurse seit 2010 viermal jährlich an.

Kursangebot:

Brustkrebs-Patientinnen, die an den Folgen der Krebstherapie wie Haarausfall oder Augenbrauenverlust leiden, haben die Gelegenheit sich durch geschulte Kosmetikexperten beraten und in unserem kostenlosen Seminar schulen zu lassen. Die Frauen bekommen Tipps und Tricks, um die Folgen der Therapie zu kaschieren. Ziel ist es, das Erlernte und Gehörte auch im täglichen Alltag für sich selbst umsetzen zu können.

Die Termine und alle Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf der Online-Kosmetikseminare finden Sie unter:

www.dkms-life.de

Genetische Beratung

Bei Patientinnen mit Brustkrebs, bei denen ein genetisches Risiko nicht auszuschließen ist, kann in unserem Brustzentrum eine genetische Untersuchung durchgeführt werden. Das sind zum Beispiel sehr jungen Patientinnen, Patientinnen mit Brustkrebs in beiden Brüsten oder gleichzeitig bestehendem Eierstockkrebs. Mit der Untersuchung wird getestet, ob eine erblich bedingte Veränderung an bestimmten Genen nachzuweisen ist, die mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Brust- und Eierstockkrebs verbunden ist. Bevor sich eine Patientin zu dieser Untersuchung entscheidet, erhält sie eine ausführliche genetische Beratung, die sich auch mit den eventuellen therapeutischen Konsequenzen befasst. Eine Vorbereitung dieser wichtigen Entscheidung ist auch durch unsere Psychoonkologin möglich.

Studienteilnahme

In der Krebstherapie werden mit Hilfe von Studien neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten entwickelt, die es zum Ziel haben, die Therapie des Brustkrebses stetig zu verbessern. Wir sind darum bemüht, möglichst viele unserer Patientinnen in Studien einzubringen. Die Teilnahme an einer Studie ist jedoch freiwillig. Entscheidet sich eine Patientin gegen eine Studienteilnahme, entsteht ihr dadurch kein Nachteil. Welche Studienteilnahme für eine Patientin in Betracht kommt, hängt von der Gesamtheit der Befunde der einzelnen Frau ab und wird im Vorfeld ausführlich mit ihr besprochen. Nur durch die Durchführung von Studien ist es möglich, die Therapie des Brustkrebses voranzubringen und für die Frauen auch in Zukunft eine optimale Therapie zu ermöglichen.

Kooperationspartner

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Institut für Pathologie

Chefärztin
PD Dr. med. Barbara Ingold-Heppner

Telefon: (030) 3035 - 3480
Fax: (030) 3035 - 3880
www.drk-kliniken-berlin.de/pathologie-koepenick

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie

Chefärztin
Dr. med. Kerstin Westphalen

Telefon: (030) 3035 - 3799
Fax: (030) 3035 - 3797
www.drk-kliniken-berlin.de/radiologie-koepenick

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Klinik für Anästhesie, Schmerztherapie, Intensiv- und Notfallmedizin

Chefärztin
Prof. Dr. med. Claudia Höhne

Telefon: (030) 3035 - 3310
Fax: (030) 3035 - 3314
www.drk-kliniken-berlin.de/anaesthesie-koepenick

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Klinik für Innere Medizin - Schwerpunkt Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie

Chefarzt
Dr. med. René Pschowski

Telefon: (030) 3035 - 3319
Fax: (030) 3035 - 3846
www.drk-kliniken-berlin.de/haematologisches-onkologisches-zentrum-koepenick

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Physiotherapie

Leitung Andreas Vandrey

Telefon: (030) 3035 - 3506
Fax: (030) 3035 - 3503
www.drk-kliniken-berlin.de/physiotherapie-koepenick

Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Dr. med. Susan Fenner

Lietzenburger Straße 54, 10719 Berlin

Telefon: (030) 26 327 205

Zentrum für Strahlentherapie- und Radioonkologie

Dr. med. Frank Schüler

Janusz-Korczak-Str. 12, 12627 Berlin

Telefon: (030) 99 28 988-0
Email: infostrahlentherapie-berlinde

DTZ Berlin

Kadiner Straße 23, 10243 Berlin

Email: infoberlin-dtzde

OZB Onkozentrum Berlin

Salvador-Allende-Straße 2–8
12559 Berlin

Telefon: (030) 3035 - 3050
Fax: (030)3035 - 3059
Email: infoonkozentrum-berlinde

Medicover Humangenetik Berlin-Westend MVZ

Praxis für Humangenetik

Dr. med. Inga Zastrow
Spandauer Damm 130, 14050 Berlin

Telefon: (030) 3035 - 4926
Fax: (030) 3035 - 5779

Praxis für Schmerz- und Palliativmedizin

Dr. med. Martina Blümel

Ärztehaus DRK Kliniken Berlin Köpenick

Anmeldung: Schmerzberatung / Homecare

Telefon: (030) 654 852 25

MVZ pro patiente Köpenick

Psychotherapie

Susanne Wildenhain

Telefon: (030) 3035 - 3750
Fax: Fax: (030) 3035 - 3759
www.drk-kliniken-berlin.de/mvz-pro-patiente-psychotherapie-koepenick

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Institut für Labormedizin

Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Zimmermann

Telefon: (030) 3035 - 4605
Fax: (030) 3035 - 4609
www.drk-kliniken-berlin.de/labormedizin-koepenick

Klinikseelsorge

Pastorin Dorothea Quien

Telefon: (030) 3035 - 3700

Sanitätshaus Telschow

Versorgung mit Medizinprodukten über das Sanitätsfachgeschäft unseres Hauses

Charité-Universitätsmedizin Berlin

Konsortialzentrum

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Telefon: (030) 4 505 27237

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Hospiz Köpenick

Leitung Franziska Irmscher
Salvador-Allende-Str. 2-8
12559 Berlin

Telefon: (030) 3035 - 3440
www.hospiz-koepenick.de

Selbsthilfegruppe am Brustzentrum Köpenick

Vertreten durch Sigrid Leistner

Schmausstraße 63, 12555 Berlin

Telefon: (030) 65 72 545

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Brustzentrum

Salvador-Allende-Str. 2 – 8
12559 Berlin

Haupteingang über Müggelschlößchenweg

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Leitung: Dr. med. Anke Kleine-Tebbe

Tel.: (030) 3035 - 3501
Fax: (030) 3035 - 3502

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