Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Institut für Hygiene Mitte

Händehygiene

Händehygiene ist das A und O für die Vorbeugung von Krankenhausinfektionen. Jeder Mitarbeiter im medizinischen Bereich weiß das. Aber wo liegt das Problem? Studien haben gezeigt, dass sich Krankenhausmitarbeiter in manchen Bereichen (z. B. Intensivstationen) mehr als 100-mal pro Arbeitsschicht die Hände desinfizieren müssen, weil es so viele Situationen gibt, wo dies notwendig ist (z. B. vor und nach direktem Kontakt zum Patienten, vor der Zubereitung von Medikamenten, vor Verbandswechseln usw.). Das Personal muss sich deshalb immer wieder selbst motivieren und motiviert werden, damit diese hohen Anforderungen im Arbeitsalltag wirklich gelebt werden. Darum nehmen die DRK Kliniken Berlin an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ teil!

An den DRK Kliniken Berlin setzen wir genau hier an:

  • leicht erreichbare Händedesinfektionsmittelspender an allen Stellen, wo sie gebraucht werden
  • regelmäßige Schulungen zur Händehygiene
  • Rückmeldung des Händedesinfektionsmittelverbrauchs an alle Bereiche
  • Beobachtungen der Mitarbeiter und Feedback.

Händehygiene hat oberste Priorität!

Antibiotic Stewardship

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland 54.000 Menschen jährlich Infektionen durch Erreger mit Antibiotika-Multiresistenzen (MRE) erleiden. Die Krankenhaushygiene setzt einerseits Maßnahmen um, die die Übertragung von MRE verhindern. Genauso wichtig ist es aber, die Entstehung von MRE von vornherein zu verhindern. Voraussetzung dafür ist ein rationaler Antibiotikaeinsatz. Bleibt die Anwendung von Antibiotika auf das notwendige Maß reduziert, bleibt auch die Resistenzentwicklung gering.

An den DRK Kliniken Berlin gibt es dafür ein interdisziplinäres Team aus Mikrobiologen, Infektiologen, Klinikern, Apothekern und Krankenhaushygienikern. Unter der Leitung des Instituts für Mikrobiologie werden Stationsvisiten und Beratungen durchgeführt und Leitlinien entwickelt und geschult („Antibiotic Stewardship“). Gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten in den verschiedenen Kliniken und Abteilungen wird die Antibiotikaanwendung kontinuierlich beobachtet, hinterfragt und verbessert.

Hygieneschulung und -fortbildung

Krankenhausinfektionen können vermieden werden, wenn bei der Versorgung aller Patienten Standards z. B. zur Händehygiene, zum Umgang mit Kathetern, zur Versorgung von Wunden, zur Antibiotikaprophylaxe, zur Desinfektion und zur Sterilisation von Instrumenten eingehalten werden. Das Institut für Hygiene erstellt diese Standards auf der Basis des aktuellen Standes der Wissenschaft. Jedoch müssen die Hygienestandards auch im Alltag gelebt werden!

Ein Arbeitsschwerpunkt des Instituts für Hygiene ist deshalb die Durchführung von Mitarbeiterschulungen. In mehreren hundert Veranstaltungen jährlich bilden wir an allen Standorten Mitarbeiter aller Berufsgruppen vor Ort zu Hygiene-relevante Themen fort. So stellen wir sicher, dass die Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand sind und Hygienestandards einhalten.

Surveillance und Infektionsüberwachung

Krankenhauspatienten sind gefährdet Infektionen zu erwerben, weil ihr körpereigenes Abwehrsystem geschwächt ist oder sie invasive medizinische Eingriffe (Operationen, Katheter) erhalten, die Eintrittspforten für Erreger bieten. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich 400.000 bis 600.000 Menschen an Krankenhausinfektionen erkranken.

Ein Teil dieser Infektionen kann vermieden werden! Das Institut für Hygiene sorgt dafür, dass zur Infektionsvorbeugung alle Vorgaben und Empfehlungen des Infektionsschutzgesetzes, des Gemeinsamen Bundesausschusses und der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention umgesetzt werden.

Um Transparenz zum Vorkommen von Krankenhausinfektionen und zum Antibiotikaeinsatz zu erlangen, nehmen wir an allen Standorten erfolgreich an nationalen Überwachungs- und Feedbackprogrammen, wie dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) oder dem Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance Programm des Robert Koch-Instituts (AVS.RKI) teil. Damit bewerten wir kontinuierlich unsere Qualität und vergleichen sie mit der Qualität anderer Krankenhäuser. So können wir Infektionen frühzeitig erkennen und gegensteuern.

Krankenhaushygienische Beratung

Das Beratungs- und Tätigkeitsspektrum des Instituts für Hygiene umfasst die folgenden Bereiche.

Sprechen Sie uns gern an!

  • Hygienische Beratung beim Umgang mit multiresistenten Erregern (z.B. MRSA, VRE, u.a.)
  • Festlegung von Barriere- und Isolierungsmaßnahmen bei Infektionserregern (z.B. Tuberkulose, Noroviren)
  • Durchführung krankenhaushygienischer Begehungen auf Stationen, in OPs und Funktionsbereichen
  • Erstellung und Aktualisierung des Hygieneplans nach § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
  • Erarbeitung und Aktualisierung von Desinfektionsplänen
  • Organisation und Durchführung von internen und externen Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Praktikanten und Schülerinnen und Schüler aller Berufsgruppen
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Leitlinien für die Antibiotikatherapie und perioperative Antibiotikaprophylaxe, „Antibiotic Stewardship“
  • Surveillance nosokomialer Infektionen nach §23 IfSG
  • Erfassung von Erregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen nach § 23 IfSG
  • Ausbruchsmanagement in Kooperation mit dem Gesundheitsamt
  • Überwachung von Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen
  • Überwachung des Trinkwassers nach der Trinkwasserverordnung
  • Durchführung von Überwachungsuntersuchungen (z.B. Desinfektions- und Sterilisationsgeräte, Endoskope, RLT-Anlage)
  • Krankenhaushygienische Beratung bei Baumaßnahmen (Planung, Festlegung von Staubschutzmaßnahmen)
  • Mitarbeit bei der Beschaffung von Medizinprodukten

DRK Kliniken Berlin Mitte

Institut für Hygiene

Drontheimer Straße 39 – 40
13359 Berlin

Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Robin Köck

Tel.: (030) 3035 - 6092
Fax: (030) 3035 - 6019

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