Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Westend

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Krank sein ist nicht schön, aber manchmal ist ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht zu vermeiden.

Deshalb tun wir alles, um den Aufenthalt in unserer Klinik für Kinder und ihre Angehörigen so angenehm und kindgerecht wie möglich zu gestalten.

Unser Internetauftritt soll Ihnen einen Überblick über unsere Klinik und unsere Leistungen verschaffen. Zögern Sie bitte nicht, sich mit Ihren Fragen und Sorgen vertrauensvoll an uns zu wenden.

Erste Hilfe

Die Kinderärzte der Kinderklinik der DRK Kliniken Berlin Westend leisten in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten rund um die Uhr Erste Hilfe bei allen akuten Erkrankungen des Säuglings-, Kindes- und Jugendalters.

Im Rahmen eines sehr erfolgreichen Kooperationsmodells zwischen den DRK Kliniken Berlin Westend und Arztpraxen sind zu folgenden Zeiten niedergelassene Kinderärzte in der Ersten Hilfe tätig:

Mittwoch und Freitag 15.00 bis 22.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag 9.00 bis 22.00 Uhr
Notfallnummer: (030) 3035 - 4090

In der Ersten Hilfe besteht die Möglichkeit der Behandlung vor Ort und anschließender Entlassung in die häusliche Umgebung. Bei schwereren Erkrankungen ist die stationäre Aufnahme mit einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson (Rooming-In) möglich.

Allgemeine Pädiatrie (Kinderheilkunde)

Über die Erste Hilfe werden akut erkrankte Kinder direkt vorgestellt oder von niedergelassenen Kollegen eingewiesen. Die Behandlung der unterschiedlichen Krankheiten des Kindesalters, wie z. B. Pseudokrupp, Bronchitis, Asthma bronchiale, Lungenentzündung, Gastroenteritis, Harnwegsinfekte, unklares Fieber, Bewusstseinsstörungen, Gehirnerschütterung, erfolgt durch erfahrene Kinderärzte. Das diagnostische Spektrum der Klinik erstreckt sich von Laboruntersuchungen auch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrobiologie und dem Institut für Pathologie bei Gewebeuntersuchungen, modernster Ultraschalldiagnostik, sowie Röntgen-, CT- und MRT-Diagnostik über Lungenfunktionsprüfung, Blutgasananlysen bis hin zu Schweißtestung und gängigen allergologischen Untersuchungsverfahren.

Zum Ausschluss schlafbezogener nächtlicher Atemstörungen und nächtlicher Krampfanfälle bietet die Klinik für Kinderheilkunde eine Untersuchung im Schlaflabor an.

Ein besonderer Stellenwert bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen hat neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung auch die intensive Physiotherapie.

Zur Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stehen modernste Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Mittels Elektrokardiographie (EKG) und Langzeit-Elektrokardiographie lassen sich Störungen der Leitungseigenschaften des Herzens inklusive Herzrhythmusstörungen nachweisen. Auf den Stationen besteht die Möglichkeit zur 24-Stunden Rhythmus-Überwachung (Monitoring). Durch die Untersuchungsverfahren der Echokardiographie und dopplersonographischen Untersuchungen der Venen und Arterien werden Erkrankungen des Herzens und der Gefäße genau untersucht.

Bei häufiger plötzlicher Bewusstlosigkeit (Synkope) besteht neben den oben genannten Untersuchungen auch die Möglichkeit der Belastungsuntersuchung durch einen Schellong Test oder eine Kipptischuntersuchung.

Neuropädiatrie

Ein überregionaler Schwerpunkt der Klinik ist die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Hierzu zählen neben Epilepsien, neuromuskuläre und neurometabolische Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, Bewegungsstörungen, Phakomatosen, komplexe Entwicklungsstörungen, perinatale Schädigungen des Nervensystems oder angeborene Fehlbildungssyndrome.

Für die Diagnostik stehen umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Klinik verfügt über ein vollständig ausgestattetes EEG-Labor mit Wach- und Schlaf-EEG, 24-Stunden-EEG, Videodoppelbildkamera und Polysomnographie.

Neben EEG-Ableitungen sind auch elektrophysiologische Untersuchungen (z. B. evozierte Potentiale, Nervenleitgeschwindigkeit) speziell für Kinder möglich.

Es stehen moderne Bildgebungsverfahren, wie kernspintomographische und computertomographische sowie dopplersonographische Untersuchungen zur Verfügung.

Laborchemische Untersuchungen, Stoffwechsel- und Liquordiagnostik werden zur Abklärung unklarer neurologischer Krankheitsbilder durchgeführt.

Neben speziellen Laboruntersuchungen, Skelettmuskelsonographie wird für die Diagnosestellung neuromuskulärer Erkrankungen eine Muskelbiopsie durchgeführt.

Besonders schwer zu behandelnde Epilepsien erfordern möglicherweise weitere therapeutische Maßnahmen. Hier werden vor Ort unter anderem eine spezielle Ernährung (ketogene Diät) angeboten. Die ketogene Diät beinhaltet eine besonders fettreiche Nahrungszufuhr, die über eine veränderte Stoffwechsellage (Ketose) zu einer Anfallskontrolle führen kann. Bei der Einleitung dieser Diät ist ein kurzer stationärer Aufenthalt inklusive einer ausgiebigen Beratung durch eine Diätassistentin notwendig.

Es besteht die Möglichkeit der Programmierung von Vagus Nerv Stimulatoren.

Im Rahmen der neuropädiatrischen Sprechstunden werden unsere Patienten auch ambulant weiter betreut.

Diabetologie

In enger Kooperation mit dem Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche an den DRK Kliniken Berlin Westend erfolgt die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die stationäre Behandlung ist bei der Manifestation des Diabetes mellitus und bei einer Umstellung der Therapie notwendig. Neben der konventionellen Insulininjektion kommen dabei auch moderne Pumpensysteme zum Einsatz. Großer Wert wird auf auch auf die Schulung der Patienten und der Eltern gelegt. In Kooperation mit dem Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche bietet die Klinik einen speziellen Unterricht durch eine Diabetesberaterin für Patienten und Eltern an. Hier lernen die Eltern und Kinder das eigenständige Messen des Blutzuckers, die Berechnung des Insulinbedarfs, die Gabe des Insulinpräparates sowie die Gestaltung der Ernährung. Durch diese Kompetenz soll es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, wieder ein selbstständiges Leben zu führen und Unter- und Überzuckerungen zu vermeiden.

Physiotherapie

Während des stationären Aufenthaltes ist häufig eine krankengymnastische Behandlung für die Genesung erforderlich. Die Tätigkeit in unserer physiotherapeutischen Abteilung umfasst ein breites Spektrum von der entwicklungsneurologischen Diagnostik (MÜF), sowie Erhebung von Muskel und Gelenkstatus bis zur krankengymnastischen Behandlung Frühgeborener, Säuglinge und Jugendlicher.

Je nach Erfordernissen kommen folgende therapeutische Konzepte zum Einsatz:

Therapie auf neurophysiologischer Grundlagen nach dem Bobathkonzept, sensorische Integrationsbehandlung und mehrdimensionale Entwicklungstherapie angelehnt an Voijta, sowie spezielle Atemtherapie bei Lungenerkrankungen.

Wenn möglich, werden Eltern in die Behandlung mit einbezogen und angeleitet.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Physiotherapie der DRK Kliniken Berlin Westend

Ernährungsberatung

Zur Therapie vieler Erkrankungen gehört neben der medizinischen Behandlung auch oft eine besondere Ernährung. Unsere Ernährungsberaterin steht Ihnen dazu mit professionellen und fachlichen Beratungen zur Verfügung.

Die Gebiete umfassen unter anderem die Lösung ernährungsbedingter Probleme bei den folgenden Krankheiten: Diabetes mellitus, Mukoviszidose, Zöliakie, angeborene Stoffwechselstörungen und Magen- und Darmerkrankungen.

Ferner erstellen wir Ernährungspläne im Rahmen der Durchführung einer ketogenen Diät.

Psychologie

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
(Christian Morgenstern)

Geist und Körper regulieren sich gegenseitig und hängen voneinander ab. Die Psychologin kümmert sich darum, dass der psychische Anteil einer Belastung bei massiver körperlicher Beeinträchtigung nicht übersehen wird. Wie eine Lotsin fungiert sie dabei zwischen Ärzten, Patienten, Eltern. Daher wird in unsere Klinik für Kinder – und Jugendmedizin neben vorrangig medizinischen Aspekten auch psychologische Diagnostik und Beratung mitbedacht. Diese findet in engem Austausch mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen statt, denn

  • Seelische Belastungen können körperlich krank machen 
  • Körperliche Erkrankungen oder Schmerzen wirken sich auf unser Denken und Fühlen aus
  • Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen treten auch in jungen Jahren auf
  • Wiederkehrende oder wechselnde körperliche Symptome, denen keine hinreichende organische Ursache zugeordnet werden kann, können auch der Ausdruck einer seelischen Störung/Belastung sein, der ernstgenommen und „entschlüsselt“ werden muss

Ein weiterer Teil der psychologischen Aufgaben sind bspw. neuropsychologische Screenings zur Verlaufskontrolle bei der medikamentösen Behandlung von Epilepsien.

Alle stationären Patienten der Kinderklinik und deren Familie,  bei denen der Wunsch oder der Bedarf besteht, können es nutzen. Das Angebot ist spezifisch auf die Situation des stationären Aufenthaltes zugeschnitten. Gespräche können sowohl in einem geschützten Rahmen außerhalb der Station als auch auf Station am Krankenbett stattfinden.

Dabei gilt die Schweigepflicht für alle vertraulichen Informationen.

Der Kontakt wird entweder vom behandelnden Arzt veranlasst oder findet auf eigenen Wunsch statt; Jugendliche ab 14 Jahre können auch ohne Eltern psychologische Beratung in Anspruch nehmen.

Von Eltern:

  • wenn ich mich überfordert fühle
  • wenn die gesamte Familie besonders belastet ist
  • wenn die (chronische) Erkrankung meines Kindes mir besonders Sorgen macht
  • wenn mein Kind Verhaltens – oder Entwicklungsauffälligkeiten zeigt

Von Schulkinder und Jugendliche:

  • Wenn mir alles zu viel wird
  • Wenn meine Schulleistungen schlechter werden
  • Wenn ich mich von allem genervt fühle
  • Wenn es Probleme gibt, die ich meinen Eltern nicht erzählen kann
  • Wenn ich Konflikte mit anderen habe
  • Wenn mir meine Erkrankung besonders lästig ist
  • Wenn ich traurig bin

Bei jüngeren Kinder:

  • gemeinsam mit den Eltern besonderes Verhalten und Schmerzen „entziffern“

 

Nicht nur jüngere Kinder reagieren auf seelische Belastung häufig sehr unmittelbar mit körperlichen Symptomen. Auch bei Jugendlichen kommen körperliche Einschränkungen als vorübergehende „Lösung“ eines Konfliktes vor. Die Symptome verschwinden in der Regel, wenn der eigentliche Kern der Not verstanden wird.

Die Anforderungen einer chronischen Erkrankung kollidieren oft mit den normalen Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen.

Das Risiko psychischer Störungen ist bei körperlich chronisch kranken Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Gesunden statistisch erhöht.

Eine gute Krankheitsbewältigung - als ein gelingende „Pakt“ mit der Krankheit - bringt andererseits Kompetenzen hervor, die bessere Entwicklungschancen bedeuten.

Im Gespräch und mittels orientierender Psychodiagnostik können Zusammenhänge erkannt und erste Lösungen angedacht werden. Ein bis zwei unterstützende oder klärende Termine sind oft schon hilfreich, sich zu entlasten, innere Kräfte zu mobilisieren, oder einen neuen Umgang mit der aktuellen Situation zu entwickeln.

Manchmal ist es auch der erste Schritt zu einer längerfristigen Lösung bspw. im Rahmen einer ambulanten Psychotherapie.

Das psychologische Angebot in der Kinderklinik ist ein Teil der stationären Behandlung Versorgung. Daher ist es auch zeitlich und inhaltlich auf die Dauer der stationären Behandlung begrenzt.

Wie bei einem Lotsen geht es darum, in der aktuellen Situation zu unterstützen und ggf. spezifische ambulante Angebote für die Zeit nach der Entlassung zu vermitteln.

Wird eine weitergehende kinderpsychiatrische oder psychotherapeutische Diagnostik oder Beratung sinnvoll, kann der Wechsel in die kinder- und jugendpsychiatrische Abteilung vermittelt werden.

Informationen für Eltern

Das Essen für die Kinder wird von einem Catering-Service geliefert und als Büffet angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, rein vegetarische oder den Religionen entsprechende Kost zu bestellen. Obst, Tee, Wasser, Säfte und frische Vollmilch stehen auf der Station für die Kinder ständig zur Verfügung.

Bei den Besuchszeiten gibt es kaum Einschränkungen. Eltern, Geschwister und andere Besucher sind jederzeit willkommen, das kranke Kind zu besuchen. Erst ab 22.00 Uhr werden die Türen geschlossen, um die wichtige Nachtruhe und Sicherheit zu gewähren.

Krank zu sein und ins Krankenhaus zu müssen, ist für Erwachsene keine angenehme Erfahrung und für Kinder noch viel weniger. Deshalb wollen wir es unseren Patienten so angenehm wie möglich machen. Das bedeutet vor allem, Ängste zu nehmen. Rooming-in ist eine Möglichkeit, Furcht vorzubeugen und in unserer Klinik eine Selbstverständlichkeit. Dabei dürfen Mutter oder Vater oder eine andere Bezugsperson im Krankenzimmer übernachten, wenn das Kind krank ist.

Schulkinder die krank sind verpassen Lehrinhalte. Damit bei längerem Aufenthalt die Defizite nicht zu groß werden, bekommen die Kinder täglich von einer Lehrerin Unterricht am Bett. Kinder, die aufstehen dürfen, werden in einem separaten Schulraum unterrichtet. Das gilt für Schüler von der Sonderschule bis zum Gymnasium.

DRK Kliniken Berlin Westend

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Zufahrt für Fahrzeuge über Fürstenbrunner Weg 21

Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Arpad von Moers

Tel.: (030) 3035 - 4455
Fax: (030) 3035 - 4459

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