Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Klinik für Nuklearmedizin Köpenick

Leitungen

Umfassende und individualisierte Patientenversorgung

Die Klinik für Nuklearmedizin der DRK Kliniken Berlin Köpenick bietet in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Umfeld höchst anspruchsvolle Medizin. Bis zu fünf Patienten können in der Klinik für Nuklearmedizin von der nuklearmedizinischen Diagnostik und von der Therapie mit radioaktiven Substanzen profitieren.

Die Behandlungen mit radioaktiven Substanzen haben sich u.a. bei Erkrankungen der Schilddrüse, bei metastasiertem Prostatakrebs oder neuroendokrinen Tumoren bewährt. Weitere Therapieformen werden kontinuierlich entwickelt.

Die Patientinnen und Patienten profitieren von kurzen Wegen und einer wohnortnahen Versorgung durch die DRK Kliniken Berlin Köpenick.

Weitere Leistungen

Radioligandentherapie (RLT) mit 177Lutetium-PSMA

Die Theranostik mit 18Fluor-PSMA-PET/CT-Diagnostik und 177Lutetium-PSMA-Radioligandentherapie ist eine innovative Behandlungsstrategie für Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs, die auf dem Prostata-spezifischen Membranantigen (PSMA) basiert.

Die 18Fluor-PSMA-PET/CT-Diagnostik ist ein bildgebendes Verfahren (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie), das PSMA auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen sichtbar macht. Hierbei wird ein PSMA-spezifischer Ligand, der mit dem radioaktiven Isotop Fluor-18 markiert ist, verabreicht. Dieser Ligand bindet an die PSMA-Rezeptoren, die auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen überexprimiert werden. Durch die PET/CT-Bildgebung können dann hochauflösende Bilder erstellt werden, die es den Ärzten ermöglichen, das Ausmaß, die Lage und die Aktivität des Tumors genau zu bestimmen.

Basierend auf den Ergebnissen der 18F-PSMA-PET/CT kann entschieden werden, ob der Patient für die Radioligandentherapie mit 177Lutetium-PSMA geeignet ist. Bei dieser Behandlung wird ein PSMA-spezifischer Ligand verwendet, der mit dem radioaktiven Isotop Lutetium-177 markiert ist. Dieser Ligand wird intravenös verabreicht und bindet gezielt an die PSMA-Rezeptoren auf den Prostatakrebszellen. Die Strahlung des Lutetium-177 zerstört die Krebszellen durch die Emission von Beta-Teilchen, die eine begrenzte Reichweite haben und daher hauptsächlich die Krebszellen in unmittelbarer Nähe treffen, wodurch das umliegende gesunde Gewebe geschont wird.

Die Kombination aus 18F-PSMA-PET/CT-Diagnostik und 177Lutetium-PSMA-Radioligandentherapie ermöglicht eine maßgeschneiderte Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakrebses. Durch die präzise Lokalisierung des Tumors mittels PET/CT können die Ärzte die Behandlung gezielt planen und die Wirksamkeit der Therapie überwachen. Die Radioligandentherapie zielt darauf ab, das Tumorwachstum zu verlangsamen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Die theranostische Herangehensweise hat bei vielen Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs vielversprechende Ergebnisse gezeigt und stellt eine wichtige Option in der Behandlung dieses Krankheitsbildes dar.

Peptid-Radio-Rezeptor-Therapie (PRRT) von neuroendokrinen Tumoren mit 177Lutetium-DOTATOC/DOTATATE

Die Theranostik mit PET/CT unter Verwendung von 68Ga68-DOTATOC/DOTATATE und der PRRT (Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie) mit 177Lutetium-DOTATOC/DOTATATE ist eine fortschrittliche Methode zur Diagnose und Behandlung von neuroendokrinen Tumoren (NET) sowie anderen Tumoren, die Somatostatinrezeptoren exprimieren.

Die 68Gallium-DOTATOC/DOTATATE-PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das neuroendokrine Tumorzellen präzise darstellen kann. Hierfür wird dem Patienten ein spezielles Molekül, DOTATOC oder DOTATATE, das mit dem radioaktiven Isotop Gallium-68 markiert ist, injiziert. DOTATOC bindet selektiv an Somatostatinrezeptoren, die auf neuroendokrinen Tumorzellen überexprimiert werden. Durch die PET/CT-Bildgebung können hochauflösende Bilder erstellt werden, die es den Ärzten ermöglichen, das Ausmaß, die Lage und die Aktivität des Tumors genau zu bestimmen.

Die Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) ist eine gezielte Therapie, die darauf abzielt, Tumorzellen zu zerstören, die Somatostatinrezeptoren exprimieren. Hierbei werden DOTATOC oder DOTATATE, zwei Analoga von Somatostatin, mit dem radioaktiven Isotop Lutetium-177 markiert und dem Patienten verabreicht. Diese Moleküle binden an die Somatostatinrezeptoren auf den Tumorzellen. Durch die Strahlung des Lutetium-177 werden die Tumorzellen direkt vor Ort geschädigt, wodurch das umliegende gesunde Gewebe geschont wird.

Die präzise Lokalisation hilft den Ärzten, die PRRT-Behandlung individuell auf den Patienten zuzuschneiden und die optimale Dosis und Verteilung der radioaktiven Substanz festzulegen. Die PRRT verfolgt das Ziel, Symptome zu lindern, die durch den Krebs verursacht werden, wie z.B. Schmerzen, Hormonsekretion und andere mit dem Tumor verbundene Beschwerden. Die Kombination aus beiden Verfahren (Theranostik) kann dazu beitragen, die Wirksamkeit der Therapie zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen.

Radiojodtherapie gut- und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen mit Iod-131

Die Kombination aus Szintigraphie der Schilddrüse und Radiojodtherapie mit Iod-131 ist eine wichtige diagnostische und therapeutische Strategie für gut- und bösartige Schilddrüsenerkrankungen.

Mithilfe der Szintigraphie der Schilddrüse mit Technetium-99m oder Iod-123 wird die Jodaufnahme der Schilddrüse beurteilt, die wiederum Rückschlüsse auf die Funktion und den Zustand der Schilddrüse gestattet. Sie ermöglicht es den Ärzten, die Größe, Form und Aktivität der Schilddrüse zu visualisieren sowie Schilddrüsenknoten oder -läsionen zu identifizieren.

Die Radiojodtherapie mit Iod-131 ist eine wichtige Säule in der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen, bei der Iod-131, oral verabreicht wird. Iod-131 wird von der Schilddrüse aufgenommen und emittiert Betastrahlung, die die Schilddrüsenzellen zerstört. Diese Therapie wird häufig zur Behandlung von gutartigen Schilddrüsenerkrankungen wie der Überfunktion (Hyperthyreose) oder bösartigen Schilddrüsenkrebserkrankungen wie dem differenzierten Schilddrüsenkarzinom eingesetzt.

Die Radiojodtherapie kann dazu beitragen, überaktive Schilddrüsenzellen zu zerstören oder Krebszellen abzutöten, während die Szintigraphie wichtige diagnostische Informationen liefert, um die Behandlung zu optimieren. Nach der Radiojodtherapie kann die Szintigraphie verwendet werden, um die Verteilung des radioaktiven Jods in der Schilddrüse zu überwachen und die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen. Die Kombination aus Diagnostik und Therapie bietet oft gute Erfolgsaussichten bei der Behandlung von gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen.

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Klinik für Nuklearmedizin

Salvador-Allende-Str. 2 – 8
12559 Berlin

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Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Konrad Mohnike

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