Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Klinik für Innere Medizin - Kardiologie Köpenick

Echokardiografie - Bildgebende Verfahren

Hochauflösende Darstellung von Herzstrukturen und Pathologien mit modernsten Technologien (inklusive 3-dimensionale Darstellung und Kontrastmittelechokardiografie)

Erfahrung durch über 7000 Untersuchungen pro Jahr

Die Echokardiografie (Herzultraschall, oft kurz: Echo) bildet die Basis in der Diagnostik von zahlreichen Herzerkrankungen. Man unterscheidet zunächst die transthorakale (Untersuchung von außen, Schallkopf wird auf dem Brustkorb aufgesetzt) von der transösophagealen (Untersuchung über die Speiseröhre, kurz: Schluckecho) Echokardiografie. Auch in der Akutsituation hilft der Herzultraschall, die weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu lenken.

Die Klinik für Innere Medizin - Kardiologie in den DRK Kliniken Berlin Köpenick verfügt über drei moderne Herzultraschallplätze sowie ein mobiles Gerät zur Durchführung von bettseitigen Untersuchungen auf der Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit). Ein besonderer Schwerpunkt unserer Abteilung ist die interventionelle Echokardiografie, also die Darstellung der Herzstrukturen während invasiver Therapieverfahren wie zum Beispiel Implantation Mitraclip oder TriClip (Therapie der Schlussunfähigkeit der Mitral- und Trikuspidalklappe) oder Verschlüssen des Vorhofohres zur Vermeidung von Blutungsereignissen, die durch blutverdünnende Therapie bei z.B. Vorhofflimmern ausgelöst werden können.

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Echokardiografie Indikationen

Im Folgenden werden die einzelnen Indikationen der Echokardiografie genauer erläutert:

Herzschwäche

Eine Herzinsuffizienz (also Schwäche des Herzens) kann durch verschiedene Mechanismen ausgelöst werden. Sie kann zu Leistungsabfall, Belastungsluftnot, Beinödemen (Wasseransammlung in den Beinen) und letztlich Immobilität und wiederholten Krankenhausaufenthalten führen. Die Echokardiografie ist in der Diagnostik unerlässlich. Beispielhaft werden verschiedene Ursachen der Herzschwäche aufgeführt.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel selbst mit Blut, da auch dieser auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen ist. Kommt es zum Beispiel durch verengte (verkalkte) Kranzgefäße zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels können Brustschmerzen und auch Herzschwäche die Folge sein. Im Herzultraschall sieht man schwere Durchblutungsstörungen durch Störungen der Wandbewegung bestimmter Herzwände. Diese fehlenden Kontraktionen führen daher zu einer eingeschränkten Auswurfleistung des Herzens. Auch in der Akutdiagnostik eines Herzinfarktes spielt die Echokardiografie eine entscheidende Rolle. Zum einen können Hinweise auf das betroffene Herzkranzgefäß gezogen werden, zum anderen erlaubt die Einschätzung der Herzschwäche prognostische Aussagen. So ist zum Beispiel die Notwendigkeit der Implantation eines Defibrillators unter anderem von der Herzleistung abhängig.

Trotz relevanter Engstellen (Stenosen) der Herzkranzgefäße kann die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe noch ausreichend sichergestellt sein. Die Stressechokardiografie (Belastungsecho) untersucht die Wandbewegungen des Herzens zunächst in Ruhe und dann vergleichend unter Belastung (Fahrradergometer oder medikamentöse Belastung) um diese Lücke zu schließen.

Kardiomyopathien (Herzmuskelerkrankungen)

Nicht nur eine Minderdurchblutung am Herzen kann zu einer Herzschwäche führen, sondern auch strukturelle Anomalien und primäre Herzmuskelerkrankungen. So zeichnet sich die dilatative Kardiomyopathie durch eine krankhafte Vergrößerung der Herzkammern mit dadurch bedingter Schwäche des Muskels und die hypertrophe Kardiomyopathie durch eine übermäßige und damit unphysiologische Verdickung des Herzmuskels aus. Letztere kann auch zu einer Ausflussbehinderung (Obstruktion) der linken Herzkammer in Richtung Hauptschlagader führen und somit zu Synkopen (plötzliche Bewusstlosigkeit) führen. Echokardiografisch können auch Speichererkrankungen wie zum Beispiel die Amyloidose oder Entzündungen des Herzmuskels abgeklärt werden.

Herzklappenerkrankungen

Das Herz funktioniert als Pumpe unseres Kreislaufsystems auch dadurch so effizient, weil Herzklappen dafür sorgen, dass das Blut nur in eine Richtung (nach „vorne“ also zur Lunge oder zum Körperkreislauf) fließen kann. Kommt es zu einer Schädigung einer Herzklappe und somit zu einer Schlussunfähigkeit ist diese Funktion nicht mehr gewährleistet und das Blut staut sich vor den Herzkammern (in der Lunge und/oder in der Leber). Luftnot und Beinödeme können die Folge sein. Eine frühzeitige Diagnose und somit Planung der Therapie ist durch die Echokardiografie möglich. Mittels moderner Katheterverfahren (zum Beispiel Mitraclip™ oder TriClip) lassen sich Herzklappeninsuffizienzen bei Patienten mit einem hohen OP-Risiko mittlerweile sehr erfolgreich über die Leistenvene therapieren. Hierfür ist die transösphageale Echokardiografie als bildgebendes Verfahren zur exakten Clip-Implantation unerlässlich.

Selbstverständlich können nicht nur Insuffizienzen sondern auch Stenosen (Verengung) von Herzklappen zuverlässig mit dem Herzultraschall detektiert werden.

Schlaganfalldiagnostik und -prävention

Blutgerinnsel im Herzen

Akute Schlaganfälle werden zu einem Teil auch durch Gerinnsel ausgelöst, die sich im Herzen entwickelt haben und dann über die Arterien in das Gehirn „gewandert“ sind (Embolie). Mittels Echokardiografie können diese sensitiv dargestellt werden. Auch vor elektrischen Kardioversionen (Wiederherstellung des Sinusrhythmus bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern) wird eine transösophageale Echokardiografie zum Ausschluss von Thromben durchgeführt.

Strukturelle Herzerkrankungen

Anatomische Anomalien wie ein LASP („left atrial septal pouch“, Tasche im Bereich des Vorhofes) oder ein offenes Foramen ovale (fehlende Verschmelzung der Vorhofsepten in der Embryonalentwicklung) können die Bildung von Blutgerinnsel begünstigen, die dann einen Schlaganfall auslösen können bzw. das „Wandern“ des Thrombus vom Bein in das Gehirn als „Kurzschluss“ zwischen den Vorhöfen ermöglichen.

Verschluss eines PFO (offene Verbindung zwischen den Vorhöfen)

Sollte der Verdacht bestehen, dass ein Schlaganfall oder multiple Hirninfarkte durch ein offenes Foramen ovale ausgelöst wird, kann dieses in unserer Klinik mit einem sogenannten Occluder verschlossen werden. Die Implantation findet in Vollnarkose und ständiger echokardiografischer Kontrolle statt.

Verschluss des Vorhofohres:

Zur Prophylaxe eines Schlaganfalles müssen Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen (zum Beispiel Vorhofflimmern oder Vorhofflattern) Blutverdünner einnehmen, weil durch die fehlende Kontraktion des Vorhofes Blutgerinnsel im Vorhofohr (kleine Aussackung des Vorhofes) entstehen können. Sollte es hierdurch jedoch zu  schwerwiegenden Blutungsereignissen kommen, besteht die Möglichkeit das Vorhofohr (wird vom Körper als solches nicht benötigt) mit einem Occluder zu verschießen. Anschließend kann die Blutverdünnung abgesetzt werden.

Echokardiografie Expertin

Dr. med. Angelika Bublak
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Oberärztin der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie
DRK Kliniken Berlin Köpenick

 

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Klinik für Innere Medizin - Kardiologie

Salvador-Allende-Straße 2 – 8
12559 Berlin

Haupteingang über Müggelschlößchenweg

Leitung: Dr. med. Iskandar Atmowihardjo

Tel.: (030) 3035 - 3318
Fax: (030) 3035 - 3321

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