Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Gefäßzentrum Berlin Mitte

Krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma)

Bei einem Aortenaneurysma handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader, der Aorta. Diese ist die größte Arterie des menschlichen Körpers. Durch den Verlust der Elastizität der Gefäßwand kommt es zum Ausleiern und schließlich zur Aussackung der Hauptschlagader. Ursächlich für den Elastizitätsverlust sind zum Beispiel Verkalkungen in der Gefäßwand (Arteriosklerose). Je stärker sich die Aorta erweitert, desto dünner wird ihre Wand und desto leichter kann diese einreißen (Ruptur).

Es kommt zu einer lebensbedrohlichen Blutung in die Bauchhöhle oder den Brustkorb. Durch rechtzeitiges Ausschalten des Aneurysmasackes kann eine Ruptur verhindert werden. Dies ist sowohl über den Gefäßweg mit kunststoffüberzogenen Stents, die den Aortensack abdichten möglich, als auch durch operativen Ersatz des betroffenen Gefäßabschnittes mit einer Prothese. Ein Aortenaneurysma liegt bei etwa ein Prozent der über 50-Jährigen vor, in der Gruppe der über 65-jährigen Raucher und/oder Männer mit Bluthochdruck kommt es zehnmal so häufig vor. Über Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten beraten wir Sie gerne.

Wie macht sich ein Aortenaneurysma bemerkbar?

In den meisten Fällen treten bei einem Aortenaneurysma zu Beginn keinerlei Beschwerden auf. Häufig wird es nur im Rahmen einer Routineuntersuchung zufällig festgestellt. Symptomatisch wird das Aneurysma meist erst im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium. Symptome unterscheiden sich nach Lokalisation des Aortenaneurysma:

  • Rückenschmerzen

  • starke Pulsierungen im Bauchraum

  • Druckgefühl im Brust- und Bauchraum

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Mit einer Ultraschalluntersuchung können wir Aneurysmen der Bauchaorta zuverlässig erkennen (Aortenscreening) und kontrollieren. Diese schmerzfreie und unkomplizierte Untersuchung ist besonders wichtig für Personen mit folgenden Risikofaktoren für Aortenaneurysmen, nämlich Alter > 50 Jahre, Bluthochdruck, Rauchen.

Was kann man gegen ein Aortenaneurysma tun?

Ziel der Behandlung ist grundsätzlich, einen möglichen Riss der erweiterten Aorta zu verhindern. Bei kleineren Aneurysmen ohne Beschwerden kann zunächst eine Behandlung mit Medikamenten durchgeführt werden, um das Risiko für ein Voranschreiten der Erweiterung zu verringern. Regelmäßige Ultraschallkontrollen sind aber notwendig.

Bei einem Aneurysma von mehr als fünf Zentimetern Durchmesser oder bei rasch wachsendem Aneurysma wird allgemein die mechanische Ausschaltung empfohlen, entweder mit mehrteiligen, kunststoffüberzogenen Gefäßstützen aus Draht (Stents), die in einem schonenden Eingriff über die Leistenarterien vorgeschoben werden oder, heute sehr viel seltener, durch eine offene Operation. Das Gefäßzentrum Berlin-Mitte ist auf die Behandlung von Aortenaneurysmen spezialisiert und eigens mit einem sogenannten Hybrid-Operationssaal ausgestattet, der die Vorzüge einer modernen Röntgenanlage und eines voll funktionstüchtigen Operationssaales verbindet.

Aortenaneurysma – Wie kann man vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung des Aortenaneurysma liegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig. Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv bei der Vermeidung eines Aortenaneurysma aus, sondern minimiert auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Carotisstenose

Bei einer Carotisstenose handelt es sich um eine Verengung der Halsschlagader (Carotis), die in den meisten Fällen durch Ablagerungen in der Wand der Blutgefäße (Arteriosklerose) entsteht.

Sie ist eine häufige Schlaganfallursache und kann mit einer Duplexsonographie leicht erkannt werden, gelegentlich auch schon beim Abhorchen. Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Carotisstenose sind Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, erhöhte Blutfette und Diabetes (Zuckerkrankheit).

Hinsichtlich Vorsorge und Behandlung einer Carotisstenose beraten wir Sie in unserem Gefäßzentrum gerne.

Wie macht sich eine Carotisstenose bemerkbar?

Die Verengung der Halsschlagader kann über viele Jahre keine Symptome verursachen. Diese treten meistens erst bei hochgradiger Einengung der Carotis mit starker Beschleunigung und Verwirbelung des Blutflusses und deutlich verkleinertem, durchströmten Gefäßdurchmesser auf. Typische Vorboten eines Schlaganfalles sind vorübergehende Sehstörungen, Sprach- oder Sprechstörungen, einseitige Lähmungen oder Gefühlsstörungen. Diese oft nur minutenlangen Episoden werden häufig fehlgedeutet oder bagatellisiert.

Tatsächlich droht aber in diesen Fällen ein Schlaganfall mit mehr oder weniger ausgeprägten, bleibenden neurologischen Ausfällen wie z. B. Halbseitenlähmung oder dem kompletten Verlust der Sprache, so dass hier rasch gehandelt werden muss.

In vielen Fällen kommt es unmittelbar ohne derartige Vorboten zu einem Schlaganfall. Daher ist es wichtig, diejenigen Patienten rechtzeitig zu identifizieren, die wegen Ausmaß und/oder Beschaffenheit ihrer Carotisstenose ein erhöhtes Schlaganfallrisiko aufweisen, und sie einer operativen- oder Stentbehandlung zuzuführen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Die Halsschlagadern können wir mit Ultraschall in Form einer farbkodierten Duplexsonographie einfach und schnell untersuchen. Dabei wird der Verlauf der Halsschlagadern auf Ablagerungen und Verengungen untersucht. Gleichzeitig kann der Grad der Engstelle/Stenose und die Beschaffenheit der Wandablagerungen mit sehr hoher Genauigkeit beurteilt werden.

Was kann man gegen die Carotisstenose tun?

Die operative Behandlung von Carotisstenosen bei Patienten mit neurologischen Symptomen (Vorboten eines Schlaganfalls bzw. bereits eingetretener Schlaganfall) ist der medikamentösen Behandlung (Blutblättchenhemmung, Fettsenker, Blutdrucksenker) weit überlegen. Dies wurde in mehreren wissenschaftlichen Studien eindeutig belegt. Daher ist in diesen Fällen ein operativer Eingriff dringlich anzuraten, da die betreffenden Patienten darüber hinaus ein erhebliches Risiko eines erneuten Schlaganfalles haben.

In manchen Fällen ist die Behandlung einer verengten Halsschlagader mittels Ballonaufdehnung und Gefäßstütze (Stent) empfehlenswert.

Bei einer zufällig festgestellten Verengung der Halsschlagader raten wir, je nach Ausmaß der Verengung und ihrer Beschaffenheit, unter Umständen zu einer Schlaganfall vorbeugenden Operation oder Stentbehandlung. Bei geringer ausgeprägten Befunden wird zunächst die medikamentöse Behandlung überprüft und ggf. modifiziert sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen vereinbart, um eine Verschlechterung des Lokalbefundes rechtzeitig zu erfassen.

Bei der Operation werden die Ablagerungen vollständig aus der Halsschlagader ausgeschält. Routinemäßig wird dieser Eingriff in unserem Zentrum in örtlicher Betäubung vorgenommen. Das Gefäßzentrum Berlin-Mitte ist auf die Behandlung der Carotisstenose spezialisiert und bietet alle klassischen und modernen Therapieverfahren an. Wir beraten Sie gerne und kompetent über die in Ihrem Fall am besten geeignete Behandlungsmethode.

Wie kann man der Carotisstenose vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung der Carotisstenose liegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig.

Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv auf die Vermeidung einer Carotisstenose und damit eines Schlaganfalles aus, sondern minimiert auch das Risiko für einen Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit).

Schaufensterkrankheit (pAVK – periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Die Schaufensterkrankheit ist weit verbreitet, bei jedem fünften über 65-Jährigen liegt bereits eine Verkalkung der Beinarterien vor. In Deutschland leiden ca. 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK.

Die Hauptursache für die Schaufensterkrankheit ist eine Arterienverkalkung. Die Arterienverkalkung wird vor allem durch folgende Risikofaktoren begünstigt:

  • Nikotinkonsum

  • zu hoher Blutdruck (Hypertonus)

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

  • Fettstoffwechselstörung – zu hoher Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)

Zur Vorbeugung und erfolgreichen Behandlung beraten wir Sie gerne.

Wie macht sich die Schaufensterkrankheit bemerkbar?

Durchblutungsstörungen der Beine äußern sich meist durch einsetzende Wadenschmerzen beim Gehen und/oder Treppensteigen. Diese können bereits nach wenigen Metern oder aber auch nach mehreren hundert Metern Gehstrecke auftreten. In schwereren Fällen können diese Beschwerden bereits in Ruhe auftreten. Dies führt zur Unterbrechung der Nachtruhe, die Betroffenen lassen das schmerzende Bein aus dem Bett hängen, um dadurch eine Linderung der Beschwerden zu erfahren. Die schwerste Form der Arterienverkalkung führt zum Absterben von Gewebe, wodurch schwarze Zehen, Knöchel oder Fersen entstehen können. Hier ist Eile geboten, um eine größere Amputation zu vermeiden.

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Die Diagnose erfolgt zuerst durch die Untersuchung beim Hausarzt. Falls Auffälligkeiten beim Tasten oder Abhören der Pulse mit dem Stethoskop auftreten, wird eine Ultraschalluntersuchung beim Gefäßspezialisten erforderlich. Das Ergebnis dieser Ultraschalluntersuchung entscheidet über die weiteren Schritte. In manchen Fällen folgt eine Computertomographie (CT-Angiographie), eine Kernspintomographie (MR-Angiographie) der Gefäße oder eine direkte Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel über ein kleines Kunststoffröhrchen, das in die Leistenschlagader eingebracht wird (wie bei einer Herzkatheteruntersuchung).

Was kann man medizinisch gegen die Schaufenster­krankheit tun?

Im Anfangsstadium kann mit Medikamenten und Gefäßtraining versucht werden, die Durchblutung zu fördern. Im fortgeschrittenen Stadium muss die Durchblutung meistens durch einen Eingriff wieder hergestellt werden. Hierzu gibt es verschiedene Methoden wie die Gefäßaufdehnung mit oder ohne Stent (Gefäßstütze), die Kalkausschälung und Erweiterungsplastik oder die Anlage eines Bypasses. Welche Behandlung am besten ist, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und dem Ort der Gefäßverengungen ab. Das Gefäßzentrum Berlin-Mitte ist auf die Behandlung der Schaufensterkrankheit/pAVK spezialisiert und bietet alle klassischen und modernen Therapieverfahren an. Wir beraten Sie über die in Ihrem Fall am besten geeignete Behandlungsmethode.

Wie kann man der Schaufensterkrankheit vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung der Schaufensterkrankheit liegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig. Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv auf die Schaufensterkrankheit/pAVK aus, sie senkt auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

DRK Kliniken Berlin Mitte

Gefäßzentrum Berlin

Drontheimer Straße 39 – 40
13359 Berlin

Leitung: Dilek Erusta, Dr. med. Peter Dollinger, Dr. med. Ellen Foert, Dr. med. Sybille Wunderlich

Tel.: (030) 3035 - 6462
Fax: (030) 3035 - 6058

Zum Kontaktformular