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Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie Köpenick

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Endoskopie

Willkommen in der Endoskopie – Präzision, Innovation und Fürsorge auf höchstem Niveau

Als Endoskopie eines Krankenhauses der Maximalversorgung bieten wir das gesamte Spektrum modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren – sicher, schonend und mit höchster Expertise. Was uns auszeichnet, ist mehr als Technik: Es ist der Anspruch, Medizin neu zu denken. Mit innovativen Verfahren, interdisziplinärer Zusammenarbeit und einem klaren Fokus auf den Menschen schaffen wir Lösungen, die über den Standard hinausgehen – von der Magen- und Darmspiegelung bis hin zu komplexen Verfahren wie ERCP, EUS oder endoskopischen Tumortherapien.

Als Teil eines zertifizierten viszeralonkologischen Zentrums arbeiten wir unter anderem eng mit Onkologie, Chirurgie und Radiologie zusammen. Auch für Notfälle steht unser endoskopischer Bereitschaftsdienst rund um die Uhr zur Verfügung.

Ob für Ihre Gesundheit oder im vertrauensvollen Austausch mit zuweisenden Ärzt:innen – wir stehen für moderne Endoskopie mit Verantwortung und Weitblick.

Schön, dass Sie da sind. Wenn Sie Fragen haben – sprechen Sie uns an!

Chefarzt Dr. med. René Pschowski 
Leiter Endoskopie Dr. med. Marcus Lessidrensky

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Kasuistiken aus unserer Klinik – Klinische Fallberichte

Gallensteine nach Magenbypass – moderne Endoskopie macht Therapie möglich

Nach einer Magenbypass-Operation zur Behandlung von starkem Übergewicht (Adipositas) kommt es häufiger zur Bildung von Gallensteinen. Dies liegt unter anderem an der raschen Gewichtsabnahme. Gelangen Gallensteine in den Gallengang (Choledocholithiasis), kann dies zu Schmerzen, Gelbsucht oder Entzündungen führen.

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Diagnostische Leistungen

Endoskopische Untersuchungsverfahren

Moderne endoskopische Verfahren ermöglichen eine schonende und zugleich hochpräzise Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Verdauungs- und Atemtrakts. 

Die meisten Untersuchungen erfolgen unter Gabe eines Schlafmittels (Sedierung), sodass sie von unseren Patientinnen und Patienten gut vertragen werden. In einem persönlichen Aufklärungsgespräch besprechen wir mit Ihnen, ob eine Sedierung notwendig oder sinnvoll ist.

Bei der Magenspiegelung werden Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit einem flexiblen Endoskop untersucht. Sie dient der Abklärung von Beschwerden wie Übelkeit, Oberbauchschmerzen oder Blutungen sowie dem Nachweis von Entzündungen, Geschwüren oder Tumoren. Sie erfolgt nüchtern und kann bei Bedarf durch moderne Verfahren wie Färbetechniken (Chromoendoskopie) oder Vergrößerungsoptiken (Zoom) ergänzt sowie mit therapeutischen Maßnahmen wie Blutstillung, endoskopischer Tumorresektion oder Stentimplantation kombiniert werden.

Die Bronchoskopie ermöglicht die Untersuchung der Atemwege (Luftröhre und Bronchien) mithilfe eines dünnen, flexiblen Endoskops. Sie ist wichtig zur Abklärung von chronischem Husten, Infekten oder bei Verdacht auf Lungenerkrankungen wie Tumoren. Während der Untersuchung können wir Gewebeproben mit feinen Zangen oder Bürsten entnehmen.

Die endoskopische Sonographie kombiniert Endoskopie und Ultraschall. Über ein spezielles Gerät mit Ultraschallkopf können Organe wie Bauchspeicheldrüse, Gallenwege oder Lymphknoten direkt von innen betrachtet werden – in hochauflösender Bildqualität. Sie dient der Diagnostik von Tumoren, Gewebeveränderungen oder Abszessen und ermöglicht gezielte Gewebeentnahmen. Auch therapeutische/interventionelle Eingriffe sind möglich, wobei diese bereits über die reine Drainage von Flüssigkeitsansammlungen hinausgehen.

Die ERCP dient der Darstellung und Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Mithilfe eines Endoskops und Kontrastmittels können Gallengangssteine entfernt, Engstellen erweitert oder Gewebeproben entnommen werden. Auch die Einlage von Stents ist möglich. In komplexen Fällen kann zusätzlich eine direkte Spiegelung der Gallen- oder Pankreasgänge (Cholangio-/Pankreatikoskopie) oder die Zertrümmerung von Steinen per elektrohydraulischer Sonde (EHL) erfolgen.

Die PTC ist ein radiologisches Verfahren zur Darstellung und Behandlung der Gallenwege, insbesondere wenn eine ERCP technisch nicht möglich ist (z. B. nach Operationen) und ein endosonographisch gestütztes Verfahren sich nicht anbietet. Über die Haut wird eine feine Nadel in die Gallenwege eingeführt und Kontrastmittel eingespritzt. Dabei können Engstellen überbrückt, Steine entfernt oder Drainagen (PTCD) eingelegt werden. Die PTC führen wir in enger Zusammenarbeit mit der interventionellen Radiologie durch.

Die Cholangioskopie ist die direkte endoskopische Spiegelung des Gallengangs im Rahmen einer ERCP. Sie kommt bei unklaren Engstellen, Verdacht auf Tumoren oder zur gezielten Steinzertrümmerung (z. B. mit EHL) zum Einsatz. Diese hochspezialisierte Untersuchung erfolgt ausschließlich stationär und dauert etwa 45 Minuten oder länger, abhängig vom therapeutischen Aufwand.

Die Videokapselendoskopie ermöglicht die schonende Untersuchung des gesamten Dünndarms. Dabei schluckt die Patientin oder der Patient eine kleine Kapsel mit integrierter Kamera. Diese sendet während der Passage durch den Darm Bilddaten an einen tragbaren Recorder. Das Verfahren wird vor allem bei unklaren Blutungen oder zur Diagnostik chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt. Die Aufzeichnung dauert mehrere Stunden. Eine spezielle Vorbereitung des Darms ist notwendig.

Dieses Verfahren erlaubt die direkte Untersuchung des Dünndarms mithilfe eines Spezialendoskops mit Ballon-Überzug. Es ermöglicht eine tiefere Einsicht in den Dünndarm als herkömmliche Methoden. Bei Bedarf können gleichzeitig therapeutische Eingriffe durchgeführt werden.

Die Koloskopie ist die Untersuchung des Dickdarms – bei Bedarf auch des letzten Dünndarmabschnitts (Ileum). Sie dient der Abklärung von unklaren Bauchbeschwerden, Blut im Stuhl oder zur Krebsvorsorge. Besonders ab dem 50. Lebensjahr wird eine Vorsorgekoloskopie empfohlen. Neben der klassischen Untersuchung können wir auch modernste Techniken zur Darstellung kleinster Schleimhautveränderungen einsetzen (z. B. Chromoendoskopie). Polypen können direkt entfernt, Blutungen gestillt und Engstellen behandelt werden. Eine spezielle Vorbereitung des Darms ist notwendig.

Die Rektoskopie ist eine kurze, schonende Untersuchung des Enddarms und Darmausgangs. Sie dient zur Abklärung von Blutungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Entzündungen oder Tumorverdacht. Sie erfordert lediglich eine Vorbereitung mittels Einlauf, ersetzt jedoch nicht die vollständige Darmspiegelung bei weiterführender Diagnostik.

Endoskopische Therapieverfahren

Moderne Endoskopie ist heute weit mehr als ein diagnostisches Verfahren – sie bietet eine Vielzahl schonender, minimalinvasiver Therapiemöglichkeiten, die früher oft nur chirurgisch möglich waren.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten endoskopischen Therapieverfahren, wie sie in unserem Zentrum angeboten werden:

Behandlung von Stenosen (Engstellen)

Engstellen im Magen-Darm-Trakt können gutartig (z. B. entzündlich oder postoperativ bedingt) oder bösartig (Tumore) sein. Endoskopisch stehen mehrere Verfahren zur Verfügung:

  • Bougierung 
    Mechanische Erweiterung der Engstelle durch schrittweises Vorschieben unterschiedlich dicker Sonden.
  • Ballondilatation 
    Aufdehnung der Engstelle mittels aufblasbarem Ballon unter endoskopischer Kontrolle.
  • Stent-Implantation 
    Einbringen von Röhrchen aus Metall oder Kunststoff zur dauerhaften Offenhaltung der Engstelle – häufig bei Tumoren.
  • Radiofrequenzablation (RFA) 
    Gezielte Gewebeverödung, etwa zur Tumorreduktion oder zur Behandlung von Barrett-Schleimhaut.

Fisteln und Undichtigkeiten (z. B. nach Operationen) können endoskopisch effizient behandelt werden:

  • Stent-Implantation zur Überbrückung und Abdichtung der Fistel.
  • Fistelverklebung mit biologischen Klebern.
  • Endoskopische Spülung zur Reinigung des Fistelgangs.
  • Drainageplatzierung zur Ableitung von Sekretansammlungen.
  • Endoskopische Vakuumtherapie (EVT, z. B. Eso-Sponge) bei Anastomoseninsuffizienzen oder Leckagen mit Unterdrucktherapie direkt an der Leckstelle.

Zur Behandlung von Blutungen z. B. durch Geschwüre, Gefäßmissbildungen oder Ösophagusvarizen kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:

  • Injektionsverfahren mit gefäßverengenden Substanzen.
  • Ligaturtherapie mittels Gummiband-Abbindung (z. B. bei Varizen).
  • Thermische Koagulation mit Argon-Plasma (APC).
  • Mechanische Blutstillung durch Clips (konventionelle oder Over-the-Scope-Clips, OTSC).
  • Zenker-Divertikulotomie 
    Endoskopische Spaltung der trennenden Wand zwischen Speiseröhre und Divertikel zur Beschwerdelinderung bei Schluckstörungen.

Wenn eine orale Ernährung nicht möglich ist, stehen verschiedene Sonden zur Verfügung:

  • Nasogastrale/-jejunale Sonden zur kurzfristigen Ernährung.
  • PEG (Perkutane Endoskopische Gastrostomie) – Ernährungssonde direkt durch die Bauchwand in den Magen.
  • PEG mit jejunalem Schenkel (Jet-PEG) – Erweiterung zur Dünndarmernährung.
  • PEJ (Perkutane Endoskopische Jejunostomie) – direkte Ernährungssonde in den Dünndarm.
  • Entfernung verschluckter Gegenstände oder toxischer Substanzen aus Speiseröhre, Magen und Darm durch endoskopische Werkzeuge.
  • Großzangenbiopsien, Schlingenbiopsien 
    Zur Entnahme größerer Gewebeproben.
  • Transmurale Nadelpunktion (FNA/FNB) 
    Feinnadelpunktionen zur zytologischen/histologischen Analyse (z. B. bei Tumorverdacht).
  • Bürstenzytologie 
    Entnahme von Zellen durch Ausbürsten, etwa in Gallengängen oder Bronchien.
  • Papillotomie zur Erweiterung des Gallen- oder Pankreasgangausgangs.
  • Steinextraktion, Steinzertrümmerung (EHL) 
    Entfernung oder Zerkleinerung von Steinen im Gallengang.
  • Stenteinlage, Bougierung, Ballondilatation bei Engstellen.
  • Cholangioskopie (Mother-Baby-Technik) für direkte Sichtkontrolle und gezielte Therapie.
  • Radiofrequenzablation bei tumorbedingten Engstellen.
  • Minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Gewichtszunahme und Dumping-Syndromen nach Magenbypass Operation, bei dem der Magen-Darm-Übergang (Anastomose) ohne erneute Operation verkleinert wird.

Zur Abtragung von Schleimhautveränderungen oder frühen Tumoren:

  • Polypektomie – Abtragung von Polypen.
  • Mukosaresektion (EMR) – flächige Entfernung veränderter Schleimhautareale.
  • Endoskopische Submukosadissektion (ESD) – präzise Entfernung größerer Läsionen in einem Stück.
  • Vollwandresektion (FTRD) – vollständige Entfernung von Wandabschnitten, z. B. im Magen oder Kolon.

Minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der Achalasie – einer Beweglichkeitsstörung der Speiseröhre. Dabei wird die Muskulatur der Speiseröhre gezielt durchtrennt, um die Passage zum Magen zu erleichtern.

  • Gummibandligatur 
    Abschnürung von Hämorrhoiden zur Verödung.
  • Sklerosierung 
    Verödung durch Injektion spezieller Substanzen.
  • EUS-geführte Gastroenterostomie (mit LAMS): Anlage einer Magen-Dünndarm-Verbindung bei tumorbedingtem Passagehindernis.
  • EUS-geführte Gallengangsdrainage (EUS-CD, EUS-HG): Z. B. choledochoduodenal oder hepaticogastrisch bei Papillenverschluss.
  • EUS-geführte Gallenblasendrainage (EUS-GBD): Alternative bei akuter Cholezystitis und Hochrisikopatienten 
  • EUS-Drainage von Pseudozysten/Nekrosen: Auch bei infiziertem Sekret mit LAMS oder Doppelpigtail-Stents.
  • EUS-gestützte Biopsien (FNA/FNB): Gewebeentnahme aus mediastinalen, pankreatischen oder hepatischen Raumforderungen.

Ambulante Untersuchungen

Bestimmte Untersuchungen können nach gesicherter Indikation ambulant erfolgen:

  • Diagnostische Endosonographie (EUS)
    Hierfür benötigen wir einen Überweisungsschein und eine Terminvereinbarung ist telefonisch möglich.
    Telefon: (030) 3035 - 3319 oder (030) 3035 - 3354
  • Koloskopie (Keine Vorsorgekoloskopien!)
    Hierfür benötigen wir einen Überweisungsschein und eine Terminvereinbarung ist telefonisch möglich.
    Telefon: (030) 3035 - 3333 
  • Für komplexe Interventionsverfahren wie interventionelle Endosonographie, ESD, Vollwandresektion, POEM oder Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ggf. mit Cholangioskopie bieten wir eine prästationäre Sprechstunde an. 
    Hierfür benötigen wir eine Verordnung zur Krankenhausbehandlung und eine Terminvereinbarung ist telefonisch möglich.
    Telefon: (030) 3035 - 3319 oder (030) 3035 - 3354 

Wichtige Information für Ihre ambulante Untersuchung

Für ambulante Patientinnen und Patienten gilt: 

  • Bitte erscheinen Sie zu jeder endoskopischen Untersuchung nüchtern, d.h. sechs Stunden vor dem Eingriff nichts mehr essen, zwei Stunden vorher nichts mehr trinken

     

  • Bringen Sie Ihre Überweisung oder Verordnung zur Krankenhausbehandlung, Ihre Krankenversichertenkarte und eventuell vorhandene Vorbefunde mit

     

  • Bitte lesen Sie die Vorbereitungshinweise, die Sie beim Vorgespräch erhalten, sorgfältig und vollständig durch
  • Wenn Sie eine Sedierung wünschen, ist eine Abholung durch eine Begleitperson zwingend erforderlich (kein Taxi)
  • Ohne Begleitperson kann die Untersuchung nur ohne Sedierung oder gegebenenfalls nicht durchgeführt werden

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Leitung: Dr. med. René Pschowski

Tel.: (030) 3035 - 3319
Fax: (030) 3035 - 3355

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