Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Endoprothetikzentrum Berlin Köpenick

Behandlungsablauf bei Kniegelenkendoprothese

Information über den Behandlungsablauf für Patienten zur geplanten Implantation einer Kniegelenkendoprothese:

Bereiten Sie Ihre Wohnung auf die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus vor. Stellen Sie Dinge, die Sie häufig brauchen, die aber in den unteren Schränken platziert sind, nach oben, damit Sie sich später nicht tief Bücken müssen.

Entfernen Sie vorübergehend nicht rutschfeste Bodenauflagen und sonstige Stolperfallen.

Blutgerinnungshemmende Medikamente wie z.B. Marcumar oder Falithrom (bei Patienten nach Herzoperationen, Herzrhythmusstörungen oder Thrombosen) müssen so abgesetzt werden (ca. sieben Tage vor der OP), dass der Quickwert bzw. die INR zur Operation weitgehend normalisiert ist. Die notwendige Blutverdünnung muss dann bis zur Operation mit täglichen Spritzen (Heparin) überbrückt werden. Bitte besprechen Sie das genaue Vorgehen sowohl mit dem Operateur, dem Hausarzt und dem Narkosearzt in der Narkosesprechstunde.

Bringen Sie in die Klinik feste Schuhe und einen langen Schuhlöffel mit. Enge Hosen lassen sich schlecht anziehen und sind daher für die erste Zeit nach der Operation ungünstig.

Gehstützen werden Ihnen von uns vermittelt.

Informieren Sie Freunde oder Verwandte über den bevorstehenden Eingriff und klären Sie, wer Ihnen nach der Operation bei Tätigkeiten wie Einkaufen und Putzen unter die Arme greift.

Lassen Sie wertvolle Gegenstände möglichst zu Hause.

Bringen Sie, sofern vorhanden, Ihren Allergiepass und alle Medikamente mit, die Sie zuhause einnehmen.

Aufnahme am Nachmittag des Vortages der Operation 13.00 Uhr auf der zugewiesenen Station.

15.30 Uhr präoperative Visite mit Markierung des zu operierenden Beines und Kontrolle, ob alle Unterlagen komplett sind.

Letzte Mahlzeit ist das Abendessen.

Bitte am Operationstag nichts mehr essen, trinken oder rauchen!

Bevor Sie in den Operationssaal gebracht werden, erhalten Sie ein Beruhigungsmittel (wie mit dem Narkosearzt beim Aufklärungsgespräch besprochen).

Der Eingriff dauert bei reibungslosem Ablauf ein bis eineinhalb Stunden. Die Wahl der Narkose besprechen Sie im Voraus mit dem Narkosearzt (Anästhesisten).

Nach der Operation bleiben Sie ca. zwei bis drei Stunden zur Überwachung im Aufwachraum. Danach kommen Sie, je nach Schwere ihrer Nebenerkrankungen und Umfang des operativen Eingriffs, auf die Wachstation oder auf die Normalstation zurück.

Bereits im Operationssaal ordnet der Narkosearzt die regelmäßige Gabe von Schmerzmitteln an, die Sie von den Schwestern zu festgelegten Zeiten erhalten. Zusätzlich wird in das operierte Gelenk ein Katheter eingelegt, über den in den ersten zwei Tagen kontinuierlich ein lokales Betäubungsmittel in das Gelenk fließt. Sollten diese Schmerzmittel nicht ausreichend sein, ist eine zusätzliche Bedarfsmedikation verordnet, die Sie sich von den Schwestern abfordern können.

Im Rahmen einer Nachmittagsvisite kontrollieren die Ärzte Ihr Befinden, die Wirkung der Schmerzmittel und die Verbände.

Das operierte Bein darf an diesem Tag zur Schmerzlinderung auf einem Kissen gelagert werden.

Bereits am 1. postoperativen Tag beginnt die physiotherapeutische Behandlung mit Aufstehen aus dem Bett und den ersten Schritten im Zimmer an Unterarmgehstützen. Dabei kann das operierte Bein bereits voll belastet werden. Die frühzeitige Mobilisation ist wichtig zur Vermeidung von Komplikationen wie Thrombose oder Lungenentzündung. Zusätzlich wird bereits mit Spannungsübungen sowie aktiven und passiven Bewegungsübungen, auch unter Nutzung einer Motorbewegungsschiene, begonnen. Dabei werden die Bewegungsausmaße in Abhängigkeit von der Schmerztoleranz schrittweise gesteigert.

Die Physiotherapeuten zeigen Ihnen Übungen, zur Aktivierung der Muskulatur, die auch die Abschwellung begünstigen, und die Sie mehrfach am Tage durchführen sollten.

Das Lagerungskissen wird entfernt und es wird Ihnen eine Fersenrolle zur Verfügung gestellt, die Ihnen helfen soll, das Kniegelenk wieder in die volle Streckung zu bekommen.

Zur Thromboseprophylaxe erhalten Sie an den ersten drei Tagen eine Heparin-Injektion. Ab dem 3. postoperativen Tag stellen wir die Prophylaxe, bei Patienten mit komplettem Kniegelenksersatz, auf die Einnahme von einer Tablette Xarelto 10 mg pro Tag um. Diese Tablette müssen Sie bis zum Ende der 5. Woche nach der Operation einnehmen. Erst zu diesem Zeitpunkt ist das Risiko für die Entstehung einer Thrombose nicht mehr erhöht.

Bitte kühlen Sie das operierte Gelenk mindestens dreimal täglich für je 30 Minuten mit den Kühlpacks, die Sie von den Pflegekräften erhalten.

Der erste Verbandswechsel erfolgt am 2. postoperativen Tag inklusive Entfernen der einliegenden Redondrainagen. Danach werden Röntgenaufnahmen des Gelenkes angefertigt.

Während des stationären Aufenthalts werden mehrfach Blutentnahmen durchgeführt.

Bereits am Tag nach der Operation bespricht ein Mitarbeiter des Krankenhaussozialdienstes die Organisation einer ambulanten oder stationären Anschlussheilbehandlung (nach Ihren Vorstellungen). Sie können einen Wunsch zum Ort der Anschlussheilbehandlung angeben. Die Entscheidung darüber trifft jedoch der Kostenträger und nicht das Krankenhaus. Unser Ziel ist eine Direktverlegung aus dem Krankenhaus in die Rehabilitationsklinik. Dieses Ziel ist leider nicht immer umzusetzen. Dies kann an langen Bearbeitungszeiten des Antrages bei den Kostenträgern oder Überfüllung der Rehakliniken liegen. Richten Sie sich daher auf die Möglichkeit ein, dass sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch bis zu 3 Wochen zu Hause sind, bevor Ihre Anschlussheilbehandlung beginnt.

Die physiotherapeutische Behandlung soll durch tägliches Training Ihre Mobilität schrittweise steigern. Zum Entlassungszeitpunkt sollen Sie an zwei Unterarmgehstützen auf gerader Ebene selbständig mobil sei und eine Treppe steigen können. Das Kniegelenk soll sich vollständig strecken und 90 Grad beugen lassen.

Die Dauer der stationären Behandlung beträgt bei ungestörtem Behandlungsverlauf 10 Tage, kann sich aber aus unterschiedlichen Gründen verlängern.

Behandlungsablauf Hüftgelenkendoprothese

Information über den Ablauf für Patienten zur geplanten Implantation einer Hüftgelenkendoprothese

Was können Sie schon vor der Operation selber tun?

Bereiten Sie Ihre Wohnung auf die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus vor. Stellen Sie Dinge, die Sie häufig brauchen, die aber in den unteren Schränken platziert sind, nach oben, damit Sie sich später nicht tief Bücken müssen.

Entfernen Sie vorübergehend nicht rutschfeste Bodenauflagen und sonstige Stolperfallen.

Blutgerinnungshemmende Medikamente wie z.B. Marcumar oder Falithrom (bei Patienten nach Herzoperationen, Herzrhythmusstörungen oder Thrombosen) müssen so abgesetzt werden (ca. 7 Tage vor der OP), dass der Quickwert bzw. die INR zur Operation weitgehend normalisiert ist. Die notwendige Blutverdünnung muss dann bis zur Operation mit täglichen Spritzen (Heparin) überbrückt werden. Bitte besprechen Sie das genaue Vorgehen sowohl mit dem Operateur, dem Hausarzt und dem Narkosearzt in der Narkosesprechstunde.

Bringen Sie in die Klinik feste Schuhe und einen langen Schuhlöffel mit. Enge Hosen lassen sich schlecht anziehen und sind daher für die erste Zeit nach der Operation ungünstig.

Greifzange, Gehstützen, Toilettensitzerhöhung und Strumpfanziehhilfe werden Ihnen von uns vermittelt.

Informieren Sie Freunde oder Verwandte über den bevorstehenden Eingriff und klären Sie, wer Ihnen nach der Operation bei Tätigkeiten wie Einkaufen und Putzen unter die Arme greift.

Lassen Sie wertvolle Gegenstände möglichst zu Hause.

Bringen Sie, sofern vorhanden, Ihren Allergiepass und alle Medikamente mit, die Sie zuhause einnehmen.

Aufnahme am Nachmittag des Vortages der Operation 13 Uhr auf der zugewiesenen Station.

15.30 Uhr präoperative Visite mit Markierung des zu operierenden Beines und Kontrolle, ob alle Unterlagen komplett sind.

Letzte Mahlzeit ist das Abendessen.

Bitte am Operationstag nichts mehr essen und trinken!

Bevor Sie in den Operationssaal gebracht werden, erhalten Sie ein Beruhigungsmittel (wie mit dem Narkosearzt beim Aufklärungsgespräch besprochen).

Nach der Operation bleiben Sie ca. 2–3 Stunden zur Überwachung im Aufwachraum. Danach kommen Sie, je nach Schwere ihrer Nebenerkrankungen und Umfang des operativen Eingriffs, auf die Wachstation oder auf die Normalstation zurück.

Bereits im Operationssaal ordnet der Narkosearzt die regelmäßige Gabe von Schmerzmitteln an, die Sie von den Schwestern zu festgelegten Zeiten erhalten. Darunter ist auch ein entzündungshemmendes Medikament, welches neben der Schmerzlinderung auch die Entwicklung von Verkalkungen um das Hüftgelenk verhindern soll. Sollten diese Schmerzmittel nicht ausreichend sein, ist eine zusätzliche Bedarfsmedikation verordnet, die Sie sich von den Schwestern abfordern können.

Im Rahmen einer Nachmittagsvisite kontrollieren die Ärzte Ihr Befinden, die Wirkung der Schmerzmittel und die Verbände.

Bereits am 1. postoperativen Tag beginnt die physiotherapeutische Behandlung mit Aufstehen aus dem Bett und den ersten Schritten im Zimmer an Unterarmgehstützen. Die frühzeitige Mobilisation ist wichtig zur Vermeidung von Komplikationen wie Thrombose oder Lungenentzündung.

Bitte vermeiden Sie unbedingt das Beugen des operierten Hüftgelenkes > 90° (u.a. tiefes Sitzen, Bücken, Strümpfe anziehen, Schuhe zu binden) und das Übereinanderschlagen der Beine für sechs Wochen postoperativ. In dieser Zeit bildet sich um Ihr operiertes Hüftgelenk eine feste Narbenkapsel, die verhindert, dass Ihr Hüftgelenk später bei diesen Bewegungen luxiert, d.h. „herausspringt“. Nutzen Sie deshalb unbedingt die verordneten Hilfsmittel (Sitzkissen, Toilettensitzerhöhung, Greifzange, Strumpfanziehhilfe). Entsprechende Verhaltenshinweise finden Sie auch im Informationsheft über die Operation, welches Sie in der Endoprothetik-Sprechstunde erhalten haben. In sitzender Körperhaltung sollen die Kniegelenke nie höher stehen als die Hüften.

Sollten ihre Beine nach der Operation einen relevanten Längenunterschied aufweisen, verordnen wir eine Schuheinlage.

Zur Thromboseprophylaxe erhalten Sie an den ersten drei postoperativen Tagen eine Heparininjektion. Ab dem 3. postoperativen Tag stellen wir die Prophylaxe auf die Einnahme von einer Tablette Xarelto 10 mg pro Tag um. Diese Tablette müssen Sie bis zum Ende der 5. Woche nach der Operation einnehmen. Erst zu diesem Zeitpunkt ist das Risiko für die Entstehung einer Thrombose nicht mehr erhöht.

Bitte kühlen sie das operierte Gelenk mindestens dreimal täglich für je 30 Minuten mit den Kühlpacks, die Sie von den Pflegekräften erhalten.

Der erste Verbandswechsel erfolgt am 2. postoperativen Tag inklusive Entfernen der einliegenden Redondrainagen.

Danach werden Röntgenaufnahmen des Gelenkes angefertigt.

Blutentnahmen werden mehrfach während der stationären Behandlung durchgeführt.

Bereits am Tag nach der Operation bespricht ein Mitarbeiter des Krankenhaussozialdienstes mit ihnen die Organisation einer ambulanten oder stationären Anschlussheilbehandlung (nach Ihren Vorstellungen). Sie können einen Wunsch zum Ort der Anschlussheilbehandlung angeben. Die Entscheidung darüber trifft jedoch der Kostenträger und nicht das Krankenhaus. Unser Ziel ist eine Direktverlegung aus dem Krankenhaus in die Rehabilitationsklinik. Dieses Ziel ist leider nicht immer umzusetzen. Dies kann an langen Bearbeitungszeiten des Antrages bei den Kostenträgern oder Überfüllung der Rehakliniken liegen. Richten Sie sich daher auf die Möglichkeit ein, dass sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch bis zu drei Wochen zu Hause sind, bevor Ihre Anschlussheilbehandlung beginnt.

Die physiotherapeutische Behandlung soll durch tägliches Training Ihre Mobilität schrittweise steigern. Zum Entlassungszeitpunkt sollen Sie an zwei Unterarmgehstützen auf gerader Ebene selbständig mobil sei und eine Treppe steigen können.

Die Dauer der stationären Behandlung beträgt bei ungestörtem Behandlungsverlauf sieben Tage, kann sich aber aus unterschiedlichen Gründen verlängern.

Zur Entlassung erhalten sie nach einem Abschlussgespräch den Arztentlassungsbrief (zur weiteren Behandlung in der stationären oder ambulanten Anschlussheilbehandlung und durch den einweisenden Kollegen), einen Implantatpass, eine CD mit den Röntgenbildern und, bei Entlassung nach Hause, Medikamente für die ersten ein bis zwei Tage.

Schon in der Endoprothetik-Sprechstunde erhalten Sie einen Bewertungsbogen, auf dem Sie uns mitteilen können, wie Sie mit Ihrer Behandlung zufrieden waren. Es wäre schön, wenn sie diesen Fragebogen ausfüllen, damit wir eventuelle Mängel erkennen und abstellen können. Sie können zusätzlich Hinweise, Lob oder Beschwerden an unser Zentrales Lob- und Beschwerdemanagement richten. Dafür finden Sie im Foyer des Bettenhauses neben der Information einen entsprechenden Briefkasten. Hier erhalten Sie mehr Informationen zum Lob- und Beschwerdemanagement

Die weitere Behandlung übernimmt anschließend der einweisende Kollege. Rückfragen sind bei Unklarheiten jederzeit über unser Sekretariat möglich.
Die Kontaktdaten finden Sie hier

Die Entfernung des einliegenden Nahtmaterials bzw. der Hautklammern erfolgt am 12. postoperativen Tag in der Anschlussheilbehandlung oder durch den nachbehandelnden Arzt.

Die Unterarmgehstützen sollten Sie sechs bis zwölf Wochen nutzen und dann schrittweise abtrainieren.

Das selbständige Autofahren wird im Allgemeinen nach Entwöhnung von den Unterarmgehstützen, spätestens drei Monate nach der Operation erlaubt.

Das operierte Bein sollte im täglichen Leben möglichst gleichmäßig belastet werden. Plötzliche einwirkende Belastungen sind auszuschließen!

Das Tragen von Lastgewichten, die mehr als 20% des eigenen Körpergewichts betragen, sollte vermieden werden.

Der Endoprothesenträger muss bei veränderten äußeren Gegebenheiten mit erhöhter Sturzgefahr (z. B. nasser Bodenbelag, Schnee, Glatteis) besondere Vorsicht an den Tag legen.

Die Endoprothese muss stets vor der gefürchteten Komplikation einer eitrigen Entzündung geschützt werden. Daher ist im Falle einer fieberhaften bakteriellen Infektion, bei zahnärztlichen oder urologischen Behandlungen immer ein besonderer Antibiotikaschutz erforderlich.

Im Falle unklarer, insbesondere zunehmender Schmerzbilder im Bereich des Kunstgelenks, vor allem unter körperlicher Belastung, sollte unverzüglich der betreuende Arzt konsultiert werden. Auch wenn keine wesentlichen Beschwerdebilder bestehen, sollte das operierte Gelenk regelmäßig in etwa jährlichen Abständen ärztlicherseits klinisch und röntgenologisch kontrolliert werden.

Den Implantate-Pass sollten Sie immer bei sich tragen.

Geeignete Sportarten nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes sind Schwimmen, Radfahren, Wandern, Paddeln und Rudern. Bedingt geeignet sind auch Skilanglauf, Jogging, Golfspielen und Tischtennis.

Ungünstig sind Ballspiele mit großen Lauf- und Sprungbelastungen sowie Tennis, durch die auftretenden Stoß-, Scher- und Drehbelastungen. Technisch geübte Spieler mit guter Bewegungskontrolle können Tennis eingeschränkt durchführen.

Alpiner Skilauf bringt aufgrund der hohen Sturz- und Verletzungsgefahr ein besonderes Risiko mit sich. Zu den nicht geeigneten Sportarten mit zählen auch alle Sprungdisziplinen der Leichtathletik und Turnen.

Etwa ein Jahr nach Ihrer Operation werden wir oder einer unserer Kooperationspartner, Sie zu einer Nachuntersuchung einladen um das Operationsergebnis zu überprüfen.

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Endoprothetikzentrum Berlin

Salvador-Allende-Straße 2 – 8
12559 Berlin

Haupteingang über Müggelschlößchenweg

Leitung: Dr. med. Matthias Möller, Dr. med. Falk Reuther

Tel.: (030) 3035 - 3853
Fax: (030) 3035 - 3308

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