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Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie Köpenick

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Speiseröhren- und Magenkrebs

Interdisziplinäre Therapie und moderne Operationsverfahren

Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) und Magenkrebs (Magenkarzinom) zählen zu den bösartigen Tumoren des oberen Verdauungstrakts. Beide Erkrankungen stellen hohe Anforderungen an Diagnostik, Therapie und Nachsorge – insbesondere, weil die Therapie oft komplex ist und viele medizinische Fachrichtungen eng zusammenarbeiten müssen. 

In unserer Klinik wird diese Zusammenarbeit gewährleistet: Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie sowie unterstützende Disziplinen wie Ernährungsmedizin, Psychoonkologie und Palliativversorgung arbeiten Hand in Hand.

Risikofaktoren und Symptome

Zu den wichtigsten Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs gehören chronisches Sodbrennen (Reflux), Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum. Magenkrebs wird häufig mit einer Infektion durch Helicobacter pylori, bestimmten Ernährungsgewohnheiten, familiärer Belastung und Nikotinkonsum in Verbindung gebracht.

Die Symptome entwickeln sich meist schleichend. Schluckstörungen, Druckgefühle beim Essen, Appetitlosigkeit, ungewollter Gewichtsverlust, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit oder ein frühes Sättigungsgefühl sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.

Diagnostik und Stadieneinteilung

Zur Abklärung wird eine Magenspiegelung oder eine Endoskopie der Speiseröhre durchgeführt, bei der Gewebeproben entnommen werden. Der endoskopische Ultraschall ermöglicht eine genaue Einschätzung der Tumorausdehnung in die Wandschichten. 

Ergänzt wird die Diagnostik durch bildgebende Verfahren wie CT, MRT und – in ausgewählten Fällen – PET-CT. Beim Magenkrebs kann zusätzlich eine Bauchspiegelung (Staging-Laparoskopie) erforderlich sein, um versteckte Metastasen zu erkennen. 

Blutuntersuchungen helfen, den Allgemeinzustand zu beurteilen. Tumorgewebe wird außerdem auf spezielle Biomarker analysiert, die Hinweise auf gezielte Therapiemöglichkeiten geben.

Bei Speiseröhren- oder Magenkrebs: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie


DRK Kliniken Berlin Köpenick
Tel.: (030) 3035 - 3317

Interdisziplinäre Therapie im Tumorboard

Sobald die Diagnose und das Tumorstadium feststehen, wird der Fall im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Die Behandlung ist dabei auf die individuelle Situation der Patientin oder des Patienten abgestimmt. 

Ziel ist eine möglichst effektive und zugleich verträgliche Therapie. Je nach Befund kommen Operationen, Chemotherapien, Strahlen- oder Immuntherapien oder Kombinationen davon zum Einsatz.

Operative Therapie: differenziert, modern und individuell

Die chirurgische Behandlung ist bei heilbaren Stadien von Speiseröhren- und Magenkrebs ein zentraler Baustein. Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumors mit ausreichendem Sicherheitsabstand sowie die Entfernung der umgebenden Lymphknoten. Die Art des operativen Zugangs und die Rekonstruktionsmethode richten sich nach Lage und Ausdehnung des Tumors, dem Allgemeinzustand des Patienten und der vorangegangenen Therapie.

Operation beim Speiseröhrenkrebs

In der Regel wird der tumortragende Anteil der Speiseröhre (teilweise oder komplett) entfernt. Um die Speisepassage wiederherzustellen, wird der Magen schlauchförmig umgeformt und in den Brustraum oder Halsbereich verlagert („Magenhochzug“). Bei Bedarf kommen auch Dickdarm- oder Dünndarmsegmente zum Einsatz. Begleitend werden die umliegenden Lymphknoten systematisch entfernt. 

Die Operation kann über offene Zugänge, minimalinvasiv (laparoskopisch/thorakoskopisch) oder als Hybridverfahren erfolgen.

Operation beim Magenkrebs

Je nach Tumorlokalisation erfolgt eine teilweise (subtotale) oder komplette (totale) Entfernung des Magens. Die Rekonstruktion erfolgt in der Regel durch Anschluss des Dünndarms an den verbliebenen Magenrest oder direkt an die Speiseröhre. Auch hier ist die Entfernung der regionären Lymphknoten (D2-Dissektion) Standard. 

Die Operation kann über einen klassischen Bauchschnitt, minimalinvasiv oder robotisch-assistiert durchgeführt werden.

Minimalinvasive und robotische Chirurgie

Wenn möglich, wird auf eine schonende Operationstechnik gesetzt. Minimalinvasive Eingriffe bieten zahlreiche Vorteile: kleinere Schnitte, geringerer Blutverlust, schnellere Mobilisation und kürzere Krankenhausaufenthalte. An den DRK Kliniken Berlin Köpenick werden auch robotisch-assistierte Operationen durchgeführt. 

Diese Technik erlaubt besonders präzise Bewegungen, optimale Sichtverhältnisse und eine noch schonendere Behandlung.

Begleitende Therapien

Bei vielen Patient*innen erfolgt die Behandlung nicht allein chirurgisch. Oft wird vor und nach der Operation eine Chemotherapie durchgeführt (perioperativ). Bei bestimmten Tumoren – etwa Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre – ist eine kombinierte Vorbehandlung mit Chemo- und Strahlentherapie vorgesehen. Bei noch vorhandenen Tumorresten nach Vorbehandlung und Operation kann eine Immuntherapie eingesetzt werden. Fortgeschrittene Tumoren mit Metastasen werden in der Regel palliativ behandelt – mit dem Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

Nachsorge, Ernährung und Lebensqualität

Nach der Operation beginnt die strukturierte Nachsorge. Ziel ist es, Rückfälle früh zu erkennen, Komplikationen zu vermeiden und die Ernährung zu stabilisieren. Nach Speiseröhrenoperationen ist eine intensive diätetische Begleitung notwendig, oft auch ergänzende Ernährungstherapie. Nach einer Magenentfernung ist eine lebenslange Gabe von Vitamin B12 erforderlich.

Darüber hinaus werden die Patient*innen bei Bedarf psychoonkologisch betreut. Rehabilitationsmaßnahmen und sozialmedizinische Unterstützung helfen, wieder in den Alltag zurückzufinden.

Zusammenfassung

Die Therapie von Speiseröhren- und Magenkrebs ist komplex, aber dank moderner Diagnostik und interdisziplinärer Zusammenarbeit in spezialisierten Zentren bestehen heute gute Möglichkeiten für eine individuell abgestimmte und wirksame Behandlung. 

Insbesondere minimalinvasive und robotisch assistierte Operationen bieten Vorteile in Bezug auf Heilungschancen und Erholungszeit – vorausgesetzt, sie werden durch erfahrene Teams durchgeführt. Die DRK Kliniken Berlin Köpenick bieten hierfür eine zertifizierte, interdisziplinär vernetzte Versorgung mit neuesten Standards und menschlicher Begleitung auf dem gesamten Weg.

Auszeichnungen

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie

Salvador-Allende-Str. 2 – 8
12559 Berlin

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Leitung: Prof. Dr. med. Matthias Pross

Tel.: (030) 3035 - 3317
Fax: (030) 3035 - 3328

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