Magnetresonanztomographie (MRT)
Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das detaillierte Schnittbilder aus dem Inneren des Körpers in jeder beliebigen Ebene (horizontal, vertikal, schräg) erzeugt, ohne dass der Patient seine Position verändern muss.
Im Gegensatz zum Röntgen oder der Computertomographie (CT) kommen keine Röntgenstrahlen zum Einsatz, daher ist die Untersuchung unbedenklich und kann bei Bedarf beliebig oft wiederholt werden.
Unser modernes 1,5Tesla MRT-Gerät ist mit neuester KI-Software ausgestattet und kann nicht nur die Anatomie präzise und schnell abbilden, sondern zeigt auch Stoffwechselvorgänge oder die Durchblutung.
Aufgrund seines hervorragenden Weichteilkontrastes kann das MRT Sinnesorgane, Bandscheiben und Nervengewebe deutlich detailgenauer darstellen als andere Verfahren. Es ist daher das Mittel der Wahl bei vielen speziellen neuroradiologischen Fragestellungen. Daher bieten wir folgende Untersuchungen an:
- MR-Diagnostik des Gehirns inklusive funktioneller Bildgebungstechniken
- Diffusionsbildgebung incl. Diffusionstensor-Messung und Fibertracking
- Funktionelle BOLD-MRT
- Perfusionssmessungen
- 2D-, 3D- und 4D-MR-Angiographien
- Liquorflussmessung
- MR-Diagnostik des Schädels und der Gesichtsweichteile
- MR-Diagnostik der Wirbelsäule, des Spinalkanals und des Rückenmarks
- MR-Diagnostik des Auges, der Augenhöhle und des Sehnervs
- MR-Diagnostik des Mittel- und Innenohres sowie der Hör- und Gleichgewichtsbahnen
- MR-Diagnostik der Halsweichteile
- Neuroradiologische MR-Diagnostik bei Kindern (auch unter Sedierung/Narkose)
Computertomographie (CT)
Eine Computertomografie (CT) erzeugt mithilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Schnittbilder des Körperinneren.
Mit unserem modernen Multislice-CT dauert eine Untersuchung oft nur wenige Sekunden. Dies ist besonders in Notfallsituationen lebensentscheidend, um Schlaganfälle oder Hirnblutungen schnell zu erkennen.
Das Verfahren liefert extrem scharfe Bilder von Knochen und Hirngewebe sowie mithilfe von Röntgenkontrastmittel auch von den Gefäßen. Kalkablagerungen und andere Veränderungen in hirnversorgenden Gefäßen lassen sich so hervorragend erkennen. Unter anderem bieten wir folgende Untersuchungen an:
- CT des Schädel, der Nasennebenhöhlen und des Felsenbeins
- CT der Wirbelsäule
- Myelo-CT (CT im Anschluss an eine Myelographie)
- CT-Angiographien (der arteriellen und venösen Kopf- und Halsgefäße)
- CT-Perfusion (Messung der Hirndurchblutung)
- CT gestützte minimalinvasive Eingriffe an der Wirbelsäule (Probenentnahmen, Drainagen Radiofrequenzablation/RFA, Schmerztherapien, Sympathicolyse)
Für die Nachbearbeitung der Bilder steht eine hochmoderne Workstation zur Verfügung; an dieser können sämtliche Nachbearbeitungen der Bilder inklusive 3-D-Rekonstruktionen, virtueller Angiographien und Messungen der Hirndurchblutung innerhalb sehr kurzer Zeiträume erfolgen.
Pädiatrische Neuroradiologie
Die Untersuchung des kindlichen Nervensystems gehört in die Hände von Experten. In der pädiatrischen Neuroradiologie widmen wir uns der Diagnostik von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks – vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen. Dabei legen wir größten Wert auf strahlungsarme bzw. strahlungsfreie Verfahren. Wo immer möglich, nutzen wir die Magnetresonanztomographie (MRT), um auf Röntgenstrahlen zu verzichten. Unser Team ist erfahren im Umgang mit jungen Patienten und arbeitet eng mit der Kinderklinik und der Neuropädiatrie zusammen.
Unser Spektrum für Kinder:
- Fehlbildungsdiagnostik: Abklärung von Entwicklungsstörungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Wirbelsäule.
- Früh- und Neugeborenen-Diagnostik: Spezialisierte Bildgebung nach Sauerstoffmangel oder Hirnblutungen.
- Entzündliche und onkologische Erkrankungen: Hochauflösende Diagnostik und Verlaufskontrollen bei Infekten, Tumoren oder Autoimmunprozessen.
Angiographie und angiographische Gefäßeingriffe an Gehirn und Rückenmark
Wir behandeln Gefäßerkrankungen minimalinvasiv über Katheterverfahren – oft als schonende Alternative zur offenen Operation. Unter anderem bieten wir:
- Schlaganfall-Behandlung: Mechanische Thrombektomie zur Entfernung von Blutgerinnseln.
- Schlaganfall-Vorbeugung durch Aufdehnen von Verengungen der hirnversorgenden Arterien (Stentimplantation und Angioplastien)
- Verschluss von Aneurysmen
- Endovaskuläre Behandlung von Hirnblutungen, von gefäßreichen Tumoren oder Gefäßfehlbildungen durch gezielten Gefäßverschluss (Embolisation).
24 Stunden-Notfallversorgung für vaskuläre neurologische und neurochirurgische Notfälle!
Myelographie
Darstellung des Wirbelkanals bei speziellen Fragestellungen.
Bildgestütze Schmerztherapie
Zur Linderung chronischer oder akuter Beschwerden bieten wir punktgenaue Eingriffe unter Bildsteuerung an:
- Periradikuläre Therapie (PRT): Gezielte schmerz- und entzündungslindernde Injektionen bei Bandscheibenvorfällen.
- ISG-/Facettenblockaden: Schmerzinjektionen oder Radiolfrequenz-Verödungen bei Verschleißerscheinungen der Wirbelgelenke und des Kreuzbein-Steißbein-Gelenks.
- Nerven- und Ganglionblockaden: vorübergehende oder dauerhafte Verödung des Plexus coeliacus, des Ganglion stellatum oder des Nervus pudendus
DRK Kliniken Berlin Westend
Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Zufahrt für Fahrzeuge über Fürstenbrunner Weg 21
Leitung: Dr. med. Annette Förschler
Tel.:
(030) 3035 - 2158
Fax:
(030) 3035 - 4109