Zurück zu: Kunst und Kultur im Krankenhaus

Lesungen und Vorträge

Ergänzend zum interdisziplinären Programmpunkt „Kunst und Medizin“ gibt es Lesungen und Vorträge, die facettenreich das Thema vertiefen.

Über das Nichtwissen – Symposium

Prof. Dr. med. Thomas Steinmüller hat anläßlich seines 60. Geburtstages für die DRK Kliniken Berlin ein hochaktuelles Symposium zum Thema „Nichtwissen“ initiiert.

Prof. Wolf Bechstein, Frankfurt, über das Nichtwissen in der Chirurgie, Prof. Christoph Rochlitz; Basel, über das Nichtwissen in der Onkologie und der Kolumnist und Journalist Harald Martenstein, Berlin über das Nichtwissen im Leben.

Als Intermezzo: musikalische Improvisationen.

Harald Martenstein

Pleiten, Pech und Pannen. Warum man trotzdem Berlin lieben muss

30. September 2014, Hörsaal

Der bekannte Kolumnist Harald Martenstein, der regelmäßig im „Tagesspiegel“ und der „Zeit“ publiziert, war der Einladung über Berlin zu sprechen gerne gefolgt und begeisterte den vollen Hörsaal mit seinen kenntnisreichen Einsichten und wunderbaren Spitzen. Martenstein hat den Geist der Zuhörer ordentlich aufgerüttelt sowie ihre Lachmuskulatur durchgeschüttelt.

Prof. Dr. Helmut Lethen, Direktor IFK, Wien

Bildevidenz – Wie sehr vertrauen wir den Bildern?

11. Juni 2014, Hörsaal

Helmut Lethen geht es um den Einfluss der Geschichte und den verschiedener Kontexte auf die Deutung und das Verständnis bildlicher Evidenz. Man ist im Krankenhaus gewöhnt – oder besser versucht – den vielen technischen Bildern, vom Röntgenbild bis zu den modernsten bildgebenden Verfahren, eher zu vertrauen als dem Laborbefund.

Es stellt sich für den Kulturwissenschaftler Lethen die Frage, ob Bilder überhaupt offenkundige Nachweise sein können. Eindeutige Antworten gibt es darauf aber nicht.

Rüdiger Safranski

Friedrich Schillers Gedanken zur Freiheit - als Mediziner und als Dramatiker

26. März 2012, Hörsaal

Adolf Muschg

„… inwendig voller Figur…“ – zu Kunst und Gesundheit

07. Oktober 2011, Hörsaal

Weitere Vorträge

Hubertus Butin

Das neue Domfenster von Gerhard Richter im Kölner Dom | 10. Februar 2010

Prof. Dr. Helmut Lethen

Schmerz aus kulturwissenschaftlicher Sicht | 24. September 2008

slam poetry Benn Now

Gottfried Benns Lyrik trifft elektronische Musik | 19. Juni 2008

Konzert und Lesung zu Gottfried Benn

Eine literarisch-musikalische Begegnung Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler und Paul Hindemith mit Otto Sander (Sprecher), Julia Giebel (Sopran) und Axel Bauni (Klavier) | 31. Mai 2007

Vermittlung und Geschichtsarbeit

Kunstvermittlung: „Kunstgespräche“

Die Ausstellungen sind nicht nur für die Patienten, sondern für die Mitarbeiter auch als kulturelles Angebot konzipiert. Sie werden deshalb durch klinikinterne „Kunstgespräche“ begleitet. Ärzte und Schwestern diskutieren gemeinsam mit der Kuratorin des Vereins anhand der ausgestellten Werke Fragen zeitgenössischer Kunst.

Die „Kunstgespräche“ sind ein innovatives Angebot und erweitern die Möglichkeiten von Kunst im Krankenhaus, so dass die Mitarbeiter Kunst als persönliche Bereicherung und als wichtigen Bestandteil eines modernen, ganzheitlichen Verständnisses von Gesundung erfahren können.

Historischer Weg

2004 hat das Westend Krankenhaus sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Dies war Anlass einen „Historischen Weg“ in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Kunst im Westend“ zu entwickeln und Informationstafeln zu den medizinischen Fachdisziplinen, die im Westend Krankenhaus vertreten waren bzw. sind, im Gelände aufzustellen.

2019 wurden die Tafeln aktualisiert und um neu hinzugekommene Fachdisziplinen sowie zur Geschichte des Krankenhauses in der Zeit des Nationalsozialismus ergänzt.

Die wechselvolle und spannende Geschichte dieses Krankenhauses erzählt von medizinischen Entwicklungen und mutigen wissenschaftlichen Taten, vom Fortschritt und Engagement in der Pflege, von den Veränderungen des Krankenhauswesens und von politischen Umbrüchen und den damit verbundenen Anforderungen an Ärzte und Schwestern.

Die Geschichte des Krankenhauses umspannt Kaiserreich, Weimarer Republik, zwei Weltkriege, Nationalsozialismus, Neugründung der Bundesrepublik Deutschland, Teilung der Stadt Berlin und Wiedervereinigung – alles dies hat seine Spuren im Krankenhaus Westend hinterlassen.

Der „Historische Weg“ umfasst 24 Tafeln auf dem Gelände des Krankenhauses und wird von Patienten und Besuchern sehr geschätzt und rege gelesen.

Hier finden Sie den Historischen Weg im Onlineformat

Dokumentationsausstellung

Im Sommer 2011 zeigten wir in einer Übernahme vom Ärztebund die Dokumentationsausstellung „Zum Entzug der Approbation aller jüdischen Ärztinnen und Ärzte 1938“.

Die von Dr. Ebell, München konzipierte Ausstellung vermittelte auf eindrückliche Weise, wie 1938 die jüdischen Ärzte in Praxen und Krankenhäusern ihre Arbeit und Existenzgrundlage per Gesetzverordnung der nationalsozialistischen Regierung verloren.