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Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie Köpenick

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Gastrointestinale Funktionsdiagnostik

Präzise Diagnostik für Ihre Gesundheit

Die gastrointestinale Funktionsdiagnostik ist ein zentraler Bestandteil unserer modernen Endoskopie und ergänzt die bildgebenden und histologischen Verfahren, um eine noch differenziertere Diagnose zu ermöglichen. In diesem Bereich konzentrieren wir uns auf die Funktionsuntersuchung der Speiseröhre und des Magens, hochkomplexe Organe, deren Funktionstüchtigkeit für den reibungslosen Ablauf zahlreicher Verdauungsprozesse unerlässlich ist.

Unser Expertin für Gastrointestinale Funktionsdiagnostik

Warum eine Funktionsdiagnostik der Speiseröhre?

Schon kleinste Störungen in der Beweglichkeit oder der Säurebelastung der Speiseröhre können zu erheblichen Beschwerden führen.

Mit unseren hochmodernen diagnostischen Verfahren können wir diese Veränderungen frühzeitig und präzise erfassen, um Ihnen eine individuell abgestimmte Behandlung zu ermöglichen. Bevor wir mit einer funktionellen Untersuchung beginnen, stellen wir sicher, dass alle strukturellen Ursachen ausgeschlossen wurden. Dies erfolgt durch eine vorausgegangene Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, ÖGD) inklusive Biopsieentnahme.

Die Funktionsdiagnostik ist besonders hilfreich bei:

  • Anhaltenden Schluckbeschwerden (Dysphagie) trotz unauffälliger endoskopischer Befunde
  • Sodbrennen oder saurem Aufstoßen trotz medikamentöser Therapie
  • Unklaren Brustschmerzen nach Ausschluss einer Herzerkrankung
  • Verdacht auf Bewegungsstörungen der Speiseröhre
  • Weitere Abklärung vor oder nach spezifischen Therapieansätzen

Untersuchungsverfahren

Je nach Befund und Fragestellung kommen verschiedene Untersuchungsverfahren zum Einsatz

Hochauflösende Ösophagusmanometrie

Diese Untersuchung analysiert die Funktion der oberen und unteren Verschlussmechanismen der Speiseröhre sowie die Beweglichkeit und Koordination des Schluckakts. Die Messung erfolgt über eine dünne Sonde, die über die Nase in die Speiseröhre eingeführt wird und während eines Trinkmanövers den Druck registriert. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten, und Sie können danach direkt wieder nach Hause.

24-Stunden-pH-Metrie / Impedanz-pH-Metrie

Diese Untersuchung misst den pH-Wert und den elektrischen Widerstand in der Speiseröhre, um sowohl sauren als auch nicht-sauren Reflux (Flüssigkeit und Gas) zu erfassen. Die Sonde verbleibt 24 Stunden im Körper, wobei Sie während der gesamten Zeit mobil bleiben können und weiterhin Ihren Alltag gestalten können. Eine Pause von Protonenpumpenhemmern ist vor der Untersuchung erforderlich, um genaue Werte zu erhalten. Risiken oder Nebenwirkungen sind dabei nicht bekannt.

Die Auswahl der Untersuchungen erfolgt stets individuell, basierend auf Ihren Symptomen und den bisherigen Befunden. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt finden wir die passende Lösung.

Warum eine Funktionsdiagnostik des Magens?

Schon geringfügige Störungen der Magenbeweglichkeit können erhebliche Beschwerden verursachen.

Übelkeit, Erbrechen, frühe Sättigung, Völlegefühl, Oberbauchdruck oder ungewollter Gewichtsverlust sind typische Symptome einer gestörten Magenentleerung. Mit modernen diagnostischen Verfahren können wir diese erkennen, um Ihnen eine individuell abgestimmte Therapie zu ermöglichen.

Bevor wir eine funktionelle Untersuchung durchführen, stellen wir sicher, dass strukturelle Ursachen ausgeschlossen wurden. Dies erfolgt durch eine vorausgegangene Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, ÖGD). Auf diese Weise können mechanische Hindernisse wie Narben, Entzündungen oder Tumoren sicher ausgeschlossen werden.

Im Mittelpunkt der Magenfunktionsdiagnostik stehen die Magenentleerungsszintigraphie und der C13-Atemtest. Diese Untersuchungen erlauben eine objektive und standardisierte Messung der Magenentleerung unter physiologischen Bedingungen. So lässt sich zuverlässig feststellen, ob eine Verzögerung der Entleerung (Gastroparese) vorliegt und wie ausgeprägt diese ist.

Hierfür arbeiten wir eng mit den Kollegen des DTZ-Berlin zusammen.

www.berlin-dtz.de

Welche Ursachen können einer Magenentleerungsstörung zu Grunde liegen?

  • Diabetische Gastroparese
    Langjähriger Diabetes mellitus kann durch Schädigung des vegetativen Nervensystems die Magenmotorik beeinträchtigen.
  • Postoperative Magenentleerungsstörungen
    Nach Operationen im Bereich von Speiseröhre oder Magen (z. B. Fundoplikatio oder Magenresektion) kann es zu Veränderungen der nervalen Steuerung oder der Pylorusfunktion kommen.
  • Idiopathische Gastroparese
    In manchen Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen. Dennoch liegt eine messbare Störung der Magenentleerung vor.
  • Pylorus-Dysfunktion
    Eine gestörte Entspannung des Magenausgangs (Pylorus) kann die Entleerung verzögern. Diese Funktionsstörung gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie gezielt behandelt werden kann.

Hat Ihr behandelnder Arzt die Notwendigkeit einer der oben genannten Untersuchungen festgestellt, ist eine Terminvereinbarung über unser Sekretariat möglich.
Telefon: (030) 3035 - 3319 und (030) 3035 - 3354

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Leitung: Dr. med. René Pschowski

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Fax: (030) 3035 - 3355

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