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Tatiana Urban

Die Frankfurter Künstlerin Tatiana Urban präsentiert Malerei aus Werkgruppen der letzten zehn Jahre.

Geriatrie, Station 24 und Treppenhaus

Die überwiegend in Öl oder Acryl auf Leinwand entstandenen Arbeiten zeigen fragile Idyllen als zerfallende wie auch im Werden begriffene Welten. Ihre überbordenden, bisweilen fragmentarischen vegetativen Szenerien verbinden sich mit grafisch abstrakten und artifiziell anmutenden Formen zu Kompositionen, die für Urban Ausdruck eines anthropozentrischen Mensch-Natur-Verhältnisses sind.

„Die Natur ist zum Spielfeld menschlichen Experimentierens geworden und doch drängt sie uns ihre Zügellosigkeit beharrlich auf. Kuriose Pflanzengesellschaften scheinen sich mit Artefakten zu arrangieren und schaffen es der menschlichen Verwüstung Schönheit entgegen zu setzen. Dieses Ringen, diese geheimnisvolle Kraft, dieses scheinbar so Unerschöpfliche versuche ich in meiner Malerei genauso einzufangen wie die zarte und fragile Seite der Natur. Dadurch entstehen schwebende, dynamische Bildwelten, in denen sich eben noch greifbare Naturformen ins Abstrakte auflösen um als fantastisches neues Biotop das Licht der Welt zu erblicken.“ Tatiana Urban

Tatiana Urban, geboren 1970 in Frankfurt am Main, studierte von 2002–2008 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und schloss ihr Studium mit dem Diplom in Freier Kunst bei Prof. Adam Jankowski ab. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von Naturdarstellung und Abstraktion. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und an der Hessischen Bergstraße. Für ihr Werk wurde sie unter anderem mit dem Arbeitsstipendium (2020) und dem Brückenstipendium (2021) der Hessischen Kulturstiftung ausgezeichnet.