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Nadine Schemmann

Rehearsal of Birdmother, 2025 – Acryl, Öl, Chlorbleiche auf Leinen

Kochhaus 

Im historischen Kochhaus wurde vor über 100 Jahren die Wäsche des damaligen ‚Städtischen Krankenhaus Westend‘ gekocht. Der heute ungenutzte Ort dient der Malerin und Installationskünstlerin Nadine Schemmann als Resonanzraum für eine Arbeit über die Kreisläufe des Lebens und die Symbolik des Reinigens. In Rehearsal of Birdmother erschafft sie mittels Leinen, Acrylfarbe, Chlorbleiche und verdünnter Ölfarbe eine abstrakte, farbgewaltige Installation, die nach unseren Erinnerungen und sinnlichen Erlebnissen fragt. Leinen und Baumwolle – die meistgenutzten Gewebe, die uns von der Geburt bis zum Tod begleiten – sind Träger von Geschichten und emotionaler Bedeutung.

→ Ausstellung Mai bis Oktober 2025

„Mit dem ersten Atemzug wird man umfangen und zugedeckt nach dem letzten; ein Spiegel wird mit einem Tuch verhüllt, damit die Seele frei reisen kann und sich nicht mehr aufhält. Aus der Historie dieses besonderen Orts ergibt sich ein kontinuierlicher Prozess. Schließt man die Augen, so sind die vielen Reinwaschungen eine Einladung zur Rekonstruktion besonderer Begegnungen und Momente. Der Raum wird zur Metapher für Übergänge, Transformation und Neubeginn.“ Nadine Schemmann

In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sich Nadine Schemmann, geb. 1977 in Solingen, auf textile Malerei, Skulptur und Installation. Sie studierte an der Kölner International School of Design (1997–2000) und der Universität der Künste Berlin (2004–2006). Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Museum Wiesbaden, im Kunstverein Dresden, der Kunsthalle Rostock, im Kjubh Kunstverein Köln, auf Schlossgut Schwante oder im STUDIO BERLIN (Berghain, Boros Foundation). Sie lebt und arbeitet in Berlin.