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Jean Noël Schramm

Auf der Station 23 der DRK Kliniken Berlin Westend, sind seit über zwei Jahren Aquarelle mit badenden Figuren sowie Künstlerporträts von Jean Noël Schramm als Leihgabe zu sehen.

Die Arbeiten sind bewusst im öffentlichen Stationsbereich platziert und richten sich an Patientinnen und Patienten ebenso wie an Mitarbeitende und Besuchende.

Die Aquarelle zeigen alltägliche, unaufgeregte Szenen: Menschen beim Baden, Sitzen, Warten, Ruhen. Es sind Momentaufnahmen ohne Pathos, leicht, reduziert und zugleich präzise beobachtet. Die Figuren wirken vertraut und menschlich – weder idealisiert noch anonym. Gerade diese Zurückhaltung eröffnet Raum für eigene Assoziationen und Gedanken.

Ergänzt werden die Arbeiten durch Künstlerporträts, die nicht heroisch, sondern nahbar erscheinen. Sie zeigen Künstler als arbeitende, zweifelnde, konzentrierte Menschen – als Teil der Gesellschaft, nicht über ihr stehend. Auch hier dominiert eine ruhige, klare Bildsprache.

Ziel der Präsentation ist es, den Klinikaufenthalt subjektiv zu verkürzen: durch Ablenkung, Wiedererkennung, innere Bewegung. Rückmeldungen aus dem Stationsalltag zeigen, dass die Arbeiten wahrgenommen werden, Gespräche anregen und eine Atmosphäre schaffen, die über reine Funktionalität hinausgeht. Die Kunst wirkt nicht belehrend, sondern begleitend.

In einem Umfeld, das von medizinischen Abläufen, Wartezeiten und Unsicherheit geprägt ist, bieten diese Arbeiten Momente der Ruhe und Normalität. Sie laden dazu ein, den Blick zu heben – weg vom Krankheitsgeschehen, hin zu einer offenen, menschlichen Erfahrung.

Die kontinuierliche Präsenz der Werke über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren unterstreicht ihren nachhaltigen Beitrag zum Stationsklima und zur Aufenthaltsqualität.