Hans Christian Krass und Günter Malchow
Konstruktive Korrespondenzen auf den kardiologischen Stationen 29 und 26
Hans Christian Krass
beleuchtet in seinen Fotografien die Formensprache der Architekten, die sich in Strukturen und Bauelementen zeigt und nicht gleich in den Blick fällt. Um das Wesentliche, das die Gebäude charakterisiert, „lesen“ zu können, wählt Krass häufig überraschende und ungewöhnliche Blickwinkel, die die Häuser aus ihrem städtischen Raum herausheben. Man spürt bei diesen Aufnahmen die Begeisterung für die Schönheit klarer, architektonischer Formen.
Und hier ist die Verbindung beider Arbeiten.
Günter Malchow
kombiniert den Rhythmus der Linien, Raster und Gitter mit dem Zusammenspiel und Klang der Farben. Als Baumeister komplexer Strukturen führt Malchow den Pinsel oder Stift in hoher Konzentration und ruhiger Hand über das Zeichenblatt. Ihm gelingt es, stets eine besondere Harmonie von Ordnung und Farben zu formen, die auf den Betrachter kraftvoll und doch mit meditativer Ruhe abstrahlen.
Hans Christian Krass, geboren 1954, studierte an der Universität der Künste Berlin Visuelle Kommunikation und war lange im Marketing tätig, seit 2008 arbeitet er als Architektur- und Museumsfotograf.
Günter Malchow, geboren 1955, studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Konrad Klapheck. Er begann mit gegenständlicher Malerei, entwickelte dann über einen langen Zeitraum „Im Wandel der Wirklichkeit“ die geometrische Abstraktion.
Beide Künstler sind im Münsterland aufgewachsen. Viele Jahre später begegneten sie sich wieder und erkannten überraschende Parallelen in ihren künstlerischen Arbeiten.
Berlin, Mai 2023
Dr. Anne Marie Freybourg