Tarifeinigung DRK Kliniken Berlin und Ver.di: Wöchentliche Arbeitszeit sinkt 2027 auf 38,5 Stunden – Gehälter steigen in drei Stufen bis 2028
| Pressemitteilungen

Einigung fordert wirtschaftlich viel, gibt aber die nötige Planungssicherheit
Die DRK Kliniken Berlin und die Gewerkschaft Ver.di haben sich nach intensiven Verhandlungen im Tarifkonflikt verständigt. Von der Tarifeinigung profitieren rund 2.500 Pflegekräfte sowie mehrere hundert Mitarbeitende aus Therapie (z.B. Physiotherapeutinnen, Ergotherapeuten, Logopädinnen) Technik, Handwerk und Verwaltung.
Der Tarifvertrag sieht Tabellensteigerungen in drei Stufen vor:
2,5 Prozent (mindestens 75 Euro) ab 1. Januar 2026 (rückwirkend)
2,8 Prozent (mindestens 85 Euro) ab 1. März 2027
2,0 Prozent ab 1. Januar 2028
Im Mittelpunkt steht die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich ab dem 1. März 2027. Zudem steigen die Tabellenentgelte in drei Schritten bis 2028 um insgesamt über 7 Prozentpunkte, jeweils mit sozialer Komponente durch garantierte Mindestbeträge in den ersten beiden Erhöhungsstufen. Daneben werden Nacht- und Samstagszuschläge angepasst sowie Bereitschaftsdienste aufgewertet.
Dr. Christian Friese, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRK Kliniken Berlin, erklärt dazu: „Dieser Tarifabschluss ist für uns kein leichter Schritt. Er fordert uns wirtschaftlich deutlich und wird uns in den kommenden Jahren viel abverlangen. Dennoch war es unser Ziel, eine Lösung zu finden, die den Interessen unserer Mitarbeitenden gerecht wird und zugleich die Zukunftsfähigkeit unseres Verbunds sichert. Die Einigung schafft Klarheit und gibt uns die Stabilität und Planungssicherheit, die wir in der aktuellen Umbruchphase dringend brauchen.“
Die Laufzeit des Vertrags endet am 29. Februar 2028.