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Multimodale Schmerztherapie Westend

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Therapieinhalte Multimodale Schmerztherapie

Medikamentöse Schmerztherapie

Auch Medikamente können ein Baustein in der Schmerzbehandlung sein. Wichtig ist dafür, alle stattgehabten medikamentösen Therapien in Bezug auf die Dosierung, Einnahmedauer, Wirkung und mögliche Nebenwirkungen sowie Unverträglichkeiten so genau wie möglich zu erheben. Im Anschluss daran kann eine neue oder die Umstellung einer bereits vorhandenen Medikation erfolgen. 

Neben den Schmerzmedikamenten der WHO Stufe I (z.B. Paracetamol, Ibuprofen, Novaminsulfon, Etoricoxib…) und Opioiden der WHO Stufe II und III ( z.B. Morphin, Ocycodon, Tilidin) kommen dabei auch sogenannte Co-Analgetika zum Einsatz. Hier handelt es sich meist um Medikamente aus der Gruppe der Antiepileptika oder Antidepressiva, die neben ihrer ursprünglichen Wirkung auch Einfluss auf chronische Schmerzen haben können.

Um sie möglichst gut zu informieren, besprechen wir neue Medikamente und die Steigerung oder Umstellung derselben im Rahmen der täglichen Visiten. Außerdem bieten wir während des stationären Aufenthaltes auch einen Vortrag zu Medikamenten in der Schmerztherapie an.

Akupunktur und Schröpfen nach traditioneller chinesischer Medizin (TCM)

Traditionell Chinesische Medizin

Akupunktur, Moxibustion und Schröpfen werden als ganzheitliche Therapiebausteine in unserem Therapiekonzept eingesetzt.

Akupunktur (Nadel stechen)

Regulationsmethode Yin und Yang ins Gleichgewicht bringend, Elemente und ihre Wechselbeziehung regulierend, Harmonisierung von Qi, schmerzlindernd, entspannend, emotionsregulierend

Moxibustion (Räuchern)

Anregung von lokaler Gewebedurchblutung und Stoffwechsel 

Schröpfen (durch Saugen Unterdruck erzeugen)

Lösen von Verspannungen schmerzlindernd

Die Ordnungsprinzipien Yin und Yang

Ausdruck von Gegensätzen (Polarität) wie Schatten und Licht, Passivität und Aktivität, Feuchtigkeit und Trockenheit, Kälte und Wärme.

Wandlungsphasen – Elemente und ihre Wechselbeziehung

Jedes der Elemente steht für bestimmte Aspekte des Seins, die in ihrem Zusammenhang alles in der Natur und im Kosmos prägen: Emotionen, Farben, Organe, Sinnesorgane, Gewebe, u.a.. Insbesondere die körperlich-seelischen Zusammenhänge und deren Systematisierung in den Wandlungsphasen bieten einen ganzheitlichen Behandlungsansatz.

„Qi“ – allgegenwärtiger Energiefluss

Qi-Mangel kann zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit, körperlicher Schwäche führen
Qi-Stau kann zu Schmerzen, Muskelkrämpfen, Verspannungen führen

Arztvorträge

Einmal pro Woche findet ein Arztvortrag statt. Darin wechseln sich die Themen Medikamente, Traditionell Chinesische Medizin (TCM) und Rückenschmerz ab. Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihr eigenes Wissen zu vertiefen. 
 

Spezielle Physiotherapie

Physiotherapie in der Gruppe

In den Gruppenbehandlungen möchten wir unterschiedliche Themenbereiche gemeinsam mit Ihnen erarbeiten. 

Schwerpunkte liegen u.a. in der

  • Körperwahrnehmung
  • Haltung
  • Atmung
  • Beckenbodenschulung
  • Rückenschulung
  • Kräftigung der Muskulatur

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir möchten von Ihnen erfahren, in welchen Bereichen Sie selbst Defizite sehen und Sie in genau diesen Bereichen schulen. Ein reger Austausch der Gruppenteilnehmer ist dabei erwünscht. Ein weiterer Schwerpunkt der physiotherapeutischen Behandlung liegt darin, Ihnen Eigenübungen, Wissen, Tipps und Hilfestellung für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt mit auf den Weg zu geben.

Einzeltherapie in der Physiotherapie

Schwerpunkte in der Einzeltherapie sind unter anderem das Behandeln der individuellen Schmerzen und Symptome jedes Einzelnen. Es werden unterschiedliche Maßnahmen aus der physikalischen und manuellen Therapie angewandt. In diesem Zusammenhang stehen wir Ihnen für Fragen zu den verschiedenen Themenbereichen zur Verfügung.

Eigenübungen für das Wochenende

Für das Wochenende verteilen und erläutern wir Ihnen individuell erstellte Eigenübungsprogramme. Wir bitten Sie am Wochenende die Übungen selbstständig durchzuführen. Die dafür erforderlichen Übungsmaterialien bekommen Sie von uns leihweise ausgehändigt. Sollte das ausgearbeitete Übungsprogramm Sie über die Zeit nicht genügend fordern, können Sie uns für weitere Übungen jederzeit ansprechen.
 

Sporttherapie

Rückentraining: 

Durch das Rückentraining sollen Sie lernen, die Zusammenhänge Ihres Rückens und Ihrer Wirbelsäule besser zu verstehen und neue Bewegungs- und Denkmuster herzustellen. Sie werden sich bewusst, dass die gestörte Symmetrie Ihres Körpers durch Fehlhaltungen und einseitige Bewegungen im Alltag mit schweren Folgen wie Schmerzen, Anspannung und Blockaden einhergehen. Über funktionelles Training und Krafttraining schulen und stärken wir wichtige Muskeln und vermindern dadurch auch das symmetrische Ungleichgewicht Ihres Körpers.

Gelenktraining: 

Orthopädische Beschwerden wie zum Beispiel Verspannungen, Skoliose, Arthrose, Schulterdachenge (Impingement- Syndrom) oder Gleitwirbel erschweren Ihre Alltagsbewegungen. Um Ihre Leiden zu mindern gehen wir mit speziellen, zumeist funktionellen, Übungen gezielt vor, um die Gelenkstrukturen, die Muskulatur, die Sehnen und Bänder zu mobilisieren, zu aktivieren beziehungsweise zu stärken.

Nordic Walking

Beim Nordic Walking vermitteln wir Ihnen die physiologischen Bewegungsabläufe. Hierbei möchten mit Ihnen zusammen die aufrechte Haltung erarbeiten und Ihre Koordination und Kondition steigern.

Wir teilen Sie hierfür in zwei Gruppen ein, um individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können.

Psychologische Therapie

Ressourcenorientierte Einzelgespräche (Verhaltenstherapie)

Im psychotherapeutischen Einzelgespräch haben Sie in einer geschützten Umgebung Raum für persönliche, möglicherweise belastende Themen. Hier können wir z.B. individuelle Strategien für Ihre Krankheitsbewältigung vertiefen oder auch gemeinsam überlegen, ob eine weitere psychotherapeutische Behandlung für Sie sinnvoll ist und wo Sie diese finden können. 

Psychologische Gruppen zur Wissensvermittlung z.B. zu den Themen Schmerzwahrnehmung, Stressmanagement, Schlafstörungen

In den psychoedukativen Gruppen möchten wir mit Ihnen über Ihren Schmerz und seine Folgen in Austausch kommen. Wir verstehen Schmerzen als ein komplexes Krankheitsbild, in dem sich körperliche, psychische und soziale Faktoren gegenseitig beeinflussen. Entsprechend wollen wir Informationen zu den Themen Stress, Schlaf, Entspannung und Akzeptanz im Zusammenhang mit Schmerz vermitteln und Ansätze zur psychologischen Schmerzbewältigung vorstellen.

Welche Rolle spielen negative Gedanken für Schmerzen? Wie können Gefühle wie Ärger oder Angst die Erkrankung beeinflussen?

Als Gruppenteilnehmer können Sie Ihre Erfahrungen teilen und einander konkrete Hilfestellungen geben. Oft wird dieses „verstanden werden“ als sehr entlastend empfunden. Die Gruppe lebt dabei von einem regen Austausch zu diesen Themen - Sie können aber auch einfach erstmal zuhören.
 

Entspannungs-, Atem- und Achtsamkeitsübungen

Entspannungsübungen helfen, die Stressreaktion im Körper zu reduzieren, indem die Adrenalinausschüttung gebremst und die Ausschüttung des Botenstoffs Serotonin aktiviert wird. Dieser ist für unsere Stimmung, den Schlafrhythmus, unsere Stressresistenz sowie für die Schmerzverarbeitung wichtig. Die Muskelspannung kann sinken, Schlaf und Erholungsfähigkeit können sich verbessern. So führen Entspannungsverfahren zu einer körperlichen und seelischen Beruhigung. Einzelne Entspannungsübungen können helfen, vom Schmerz abzulenken. Angenehme Vorstellungsbilder helfen angenehme Gefühle auszulösen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. 

Alle Entspannungsverfahren verbessern die Selbstkontrolle über den eigenen körperlichen Zustand und mindern so das Gefühl, dem Schmerz ausgeliefert zu sein. So soll ein Teufelskreis aus chronischen Schmerzen und ansteigender Muskelspannung durchbrochen werden. 

Gerade bei chronischen Schmerzen kann eine Abwandlung der Übungen nach den eigenen Bedürfnissen sinnvoll sein, z.B. sie abzukürzen oder zu sitzen statt zu liegen. Wichtiger als die Dauer, ist die regelmäßige Wiederholung.

Während Ihres Aufenthalts möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, verschiedene Entspannungsverfahren und das Konzept der Achtsamkeit kennenzulernen, da sich diese bei Patienten mit chronischen Schmerzen als gut wirksam erwiesen haben. 

Folgende Verfahren vermitteln wir während des stationären Aufenthaltes:

Bei diesem übenden Verfahren spannen die Teilnehmer nach Anleitung des Therapeuten bestimmte Muskelpartien einige Sekunden bewusst an (z.B. eine Hand zur Faust ballen), nehmen die Anspannung wahr und lassen dann die Muskeln wieder locker (Faust öffnen). Die Muskelentspannung wird mit ausreichend Zeit wahrgenommen und der Unterschied zur vorherigen Anspannung gespürt. 

Dieses Verfahren entstammt historisch der Hypnose und wirkt durch eine Selbstentspannung durch Konzentration. Anders als bei der Progressiven Muskelentspannung, macht der Teilnehmer hier nichts aktiv mit dem Körper, sondern versucht, bestimmte Körperempfindungen nach Anleitung des Therapeuten wahrzunehmen bzw. sich vorzustellen (z.B. „Der Arm wird warm und schwer“).

Diese Übungen nutzen das menschliche Vorstellungsvermögen, um  z.B. Kraft spendende oder beruhigende Bilder zu entwickeln. Solche Bilder können etwa ein Wohlfühlort, ein Spaziergang am Strand oder ein „innerer Garten“ sein. 

Diese Übungen entstammen der buddhistischen Tradition und trainieren eine Form der Aufmerksamkeit (z.B. auf den eigenen Körper, auf Sinneskanäle), die absichtsvoll, auf den gegenwärtigen Augenblick bezogen und nicht wertend ist. Sie können helfen, chronische Schmerzen besser zu akzeptieren und damit Energie für Genuss und angenehme, persönlich wichtige Erlebnisse freigeben.

Wickel

Auf erste Wickelanwendungen weisen Abbildungen aus Ägypten hin. Dort wurde etwa 1500 Jahre v. Chr. heißer Nilschlamm als Packung verwendet– eine Anwendung, die heute immer noch durchgeführt wird. Auch im antiken Griechenland wusste man sich der Wickel und Auflagen zu bedienen. Der große Wanderarzt Hippokrates (460 – 370 v. Chr.) etwa beschrieb schon Wärme- und Wasserwirkungen z.B. mit Salz, heißem Wasserdampf oder heißen Umschlägen und Breiauflagen.

Wir bieten Ihnen folgende Wickel an:

Die Niere entgiftet das Blut. Sie hat aber aus energetischer Sicht noch viel mehr zu bieten: Sie wirkt auf Wärmehaushalt, Blutdruck und Säureausscheidung ein und steht als paariges Organ für Partnerschaft und in Beziehung zum Lebenswillen. Der Ingwer-Nierenwickel fördert die Durchblutung des Nierenbereichs, verhilft zu einer Entsäuerung des Blutes und Entgiftung des Körpers. 

Quelle: www.herbathek.com/blog/nierenentgiftung-durch-ingwerwickel/

Der Leberwickel bewirkt durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit eine verstärkte Durchblutung der Leber, der Gallenblase und der Gallengänge. Es kommt zu einer Gefäßerweiterung, wodurch der Abfluss der Galle aus den Gallengängen der Leber erleichtert wird. Über die Galle werden die Schadstoffe, die die Leber aus dem Blut filtert, in den Darm abgegeben und durch diesen ausgeschieden. Durch eine verbesserte Entgiftungs- und Durchblutungsfunktion kann die Leber all ihren Aufgaben optimal nachkommen. 

Quelle: heilfasten-portal.com/fachartikel-fasten/leberwickel-nach-kneipp.html

Ein Kamille – Bauchwickel kann vielseitig eingesetzt werden z.B. bei Ängsten, innerer Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Bauchschmerzen oder Blähungen. Kamille wirkt antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, entkrampfend, entspannend und entzündungshemmend. Der Wickel regt den Stoffwechsel an, wirkt schmerzstillend, stoffwechselanregend und wundheilend. 

Quelle: www.gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/kamille

Achtsamkeitsbasierte Kunsttherapie

Bild: K. Roloff

Achtsamkeit bedeutet dem, was um Sie herum und in Ihnen geschieht – in Ihrem Körper, Herzen und Geist – bewusst die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Achtsamkeit ist Aufmerksamkeit ohne Kritik und ohne Urteil. Achtsam zu sein bedeutet, voll und ganz bei dem zu sein, was wir gerade empfinden und womit wir uns beschäftigen. Dies bringt Sie in Kontakt mit sich selbst. 

Grundhaltung der Achtsamkeit: 

  • präsent sein im Augenblick
  • wertfreies Wahrnehmen
  • annehmen und akzeptieren, was da ist
Bild: K. Roloff

Wie wirkt sich das Malen und Gestalten auf seelische Prozesse aus?

Der Prozess des Malens und Gestaltens ebnet den Weg zu Achtsamkeit und Präsenz. Die künstlerische Tätigkeit, das Zeichnen, Malen, Formen und Gestalten, trägt dazu bei, präsent zu sein und den Augenblick voll und ganz zu erleben. Sie üben, darauf zu vertrauen, was Ihnen guttut und was nicht. Sie üben Ihre Geduld. Alte Situationen können losgelassen werden. 

DRK Kliniken Berlin Westend

Multimodale Schmerztherapie

Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Zufahrt für Fahrzeuge über Fürstenbrunner Weg 21

Leitung: Dr. med. Ute Friedrichs

Tel.: (030) 3035 - 5671
Fax: (030) 3035 - 5679

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