Herzlich willkommen bei den DRK Kliniken Berlin

Multimodale Schmerztherapie Westend

Zurück zu: Therapieangebot

Therapieinhalte Multimodale Schmerztherapie

Medikamentöse Schmerztherapie

Auch Medikamente können ein Baustein in der Schmerzbehandlung sein. Wichtig ist dafür, alle stattgehabten medikamentösen Therapien in Bezug auf die Dosierung, Einnahmedauer, Wirkung und mögliche Nebenwirkungen sowie Unverträglichkeiten so genau wie möglich zu erheben. Im Anschluss daran kann eine neue oder die Umstellung einer bereits vorhandenen Medikation erfolgen. 

Neben den Schmerzmedikamenten der WHO Stufe I (z.B. Paracetamol, Ibuprofen, Novaminsulfon, Etoricoxib…) und Opioiden der WHO Stufe II und III ( z.B. Morphin, Ocycodon, Tilidin) kommen dabei auch sogenannte Co-Analgetika zum Einsatz. Hier handelt es sich meist um Medikamente aus der Gruppe der Antiepileptika oder Antidepressiva, die neben ihrer ursprünglichen Wirkung auch Einfluss auf chronische Schmerzen haben können.

Um sie möglichst gut zu informieren, besprechen wir neue Medikamente und die Steigerung oder Umstellung derselben im Rahmen der täglichen Visiten. Außerdem bieten wir während des stationären Aufenthaltes auch einen Vortrag zu Medikamenten in der Schmerztherapie an.

Spezielle Physiotherapie

Physiotherapie in der Gruppe

In den Gruppenbehandlungen möchten wir unterschiedliche Themenbereiche gemeinsam mit Ihnen erarbeiten. 

Schwerpunkte liegen u.a. in der

  • Körperwahrnehmung
  • Haltung
  • Atmung
  • Beckenbodenschulung
  • Rückenschulung
  • Kräftigung der Muskulatur

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir möchten von Ihnen erfahren, in welchen Bereichen Sie selbst Defizite sehen und Sie in genau diesen Bereichen schulen. Ein reger Austausch der Gruppenteilnehmer ist dabei erwünscht. Ein weiterer Schwerpunkt der physiotherapeutischen Behandlung liegt darin, Ihnen Eigenübungen, Wissen, Tipps und Hilfestellung für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt mit auf den Weg zu geben.

Einzeltherapie in der Physiotherapie

Schwerpunkte in der Einzeltherapie sind unter anderem das Behandeln der individuellen Schmerzen und Symptome jedes Einzelnen. Es werden unterschiedliche Maßnahmen aus der physikalischen und manuellen Therapie angewandt. In diesem Zusammenhang stehen wir Ihnen für Fragen zu den verschiedenen Themenbereichen zur Verfügung.

Eigenübungen für das Wochenende

Für das Wochenende verteilen und erläutern wir Ihnen individuell erstellte Eigenübungsprogramme. Wir bitten Sie am Wochenende die Übungen selbstständig durchzuführen. Die dafür erforderlichen Übungsmaterialien bekommen Sie von uns leihweise ausgehändigt. Sollte das ausgearbeitete Übungsprogramm Sie über die Zeit nicht genügend fordern, können Sie uns für weitere Übungen jederzeit ansprechen.
 

Entspannungs-, Atem- und Achtsamkeitsübungen

Entspannungsübungen helfen, die Stressreaktion im Körper zu reduzieren, indem die Adrenalinausschüttung gebremst und die Ausschüttung des Botenstoffs Serotonin aktiviert wird. Dieser ist für unsere Stimmung, den Schlafrhythmus, unsere Stressresistenz sowie für die Schmerzverarbeitung wichtig. Die Muskelspannung kann sinken, Schlaf und Erholungsfähigkeit können sich verbessern. So führen Entspannungsverfahren zu einer körperlichen und seelischen Beruhigung. Einzelne Entspannungsübungen können helfen, vom Schmerz abzulenken. Angenehme Vorstellungsbilder helfen angenehme Gefühle auszulösen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. 

Alle Entspannungsverfahren verbessern die Selbstkontrolle über den eigenen körperlichen Zustand und mindern so das Gefühl, dem Schmerz ausgeliefert zu sein. So soll ein Teufelskreis aus chronischen Schmerzen und ansteigender Muskelspannung durchbrochen werden. 

Gerade bei chronischen Schmerzen kann eine Abwandlung der Übungen nach den eigenen Bedürfnissen sinnvoll sein, z.B. sie abzukürzen oder zu sitzen statt zu liegen. Wichtiger als die Dauer, ist die regelmäßige Wiederholung.

Während Ihres Aufenthalts möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, verschiedene Entspannungsverfahren und das Konzept der Achtsamkeit kennenzulernen, da sich diese bei Patienten mit chronischen Schmerzen als gut wirksam erwiesen haben. 

Folgende Verfahren vermitteln wir während des stationären Aufenthaltes:

Bei diesem übenden Verfahren spannen die Teilnehmer nach Anleitung des Therapeuten bestimmte Muskelpartien einige Sekunden bewusst an (z.B. eine Hand zur Faust ballen), nehmen die Anspannung wahr und lassen dann die Muskeln wieder locker (Faust öffnen). Die Muskelentspannung wird mit ausreichend Zeit wahrgenommen und der Unterschied zur vorherigen Anspannung gespürt. 

Dieses Verfahren entstammt historisch der Hypnose und wirkt durch eine Selbstentspannung durch Konzentration. Anders als bei der Progressiven Muskelentspannung, macht der Teilnehmer hier nichts aktiv mit dem Körper, sondern versucht, bestimmte Körperempfindungen nach Anleitung des Therapeuten wahrzunehmen bzw. sich vorzustellen (z.B. „Der Arm wird warm und schwer“).

Diese Übungen nutzen das menschliche Vorstellungsvermögen, um  z.B. Kraft spendende oder beruhigende Bilder zu entwickeln. Solche Bilder können etwa ein Wohlfühlort, ein Spaziergang am Strand oder ein „innerer Garten“ sein. 

Diese Übungen entstammen der buddhistischen Tradition und trainieren eine Form der Aufmerksamkeit (z.B. auf den eigenen Körper, auf Sinneskanäle), die absichtsvoll, auf den gegenwärtigen Augenblick bezogen und nicht wertend ist. Sie können helfen, chronische Schmerzen besser zu akzeptieren und damit Energie für Genuss und angenehme, persönlich wichtige Erlebnisse freigeben.

DRK Kliniken Berlin Westend

Multimodale Schmerztherapie

Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Zufahrt für Fahrzeuge über Fürstenbrunner Weg 21

Leitung: Dr. med. Ute Friedrichs

Tel.: (030) 3035 - 5671
Fax: (030) 3035 - 5679

Zum Kontaktformular