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DRK Kliniken Berlin
Wiegmann Klinik

Klinik für Psychogene Störungen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Spandauer Damm 130
Zufahrt für Fahrzeuge:
Fürstenbrunner Weg 21

14050 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 5755
Fax: (030) 3035 - 5759
E-Mail Kontakt

Ärztlicher Leiter und Chefarzt

Dr. med. Robert Smolka

Pflegedienstleitung

Martina Parow

Kaufmännische Leitung

Patricia Over

Abteilungsschwester

Antje Westendorf

Behandlung von

  • Depressionen
  • Ängsten
  • Zwängen
  • psychosomatischen Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Von einer Behandlung ausgeschlossen sind Patienten mit akuten Psychosen, akuten Suchterkrankungen, akuter Suizidalität sowie Alterserkrankungen mit Verwirrtheitszuständen.

Die Klinik hat 40 Betten für vollstationäre Behandlungen und 10 Behandlungsplätze für tagesklinische Behandlungen.

Allgemeines Behandlungskonzept

Im Mittelpunkt unseres Behandlungskonzeptes steht die tiefenpsychologisch fundierte bzw. analytische Psychotherapie als Einzeltherapie mit drei Therapiestunden in der Woche.

Die kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit mit einem Therapeuten bietet die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und mit Hilfe der therapeutischen Beziehung die eigene Lebensgeschichte und die Belastungen, welche die Erkrankung ausgelöst haben, verständlich zu machen.

Die Psychotherapie bietet auch den nötigen Schutzraum für die Bearbeitung von traumatisierenden Ereignissen. Im erprobenden Kontakt der Patienten untereinander eröffnen sich weitere Möglichkeiten für Dialoge und soziale Erfahrungen.

In den vielfältigen therapeutischen Angeboten wird der Patient ermutigt, die Verbindung von äußerem und innerem Erleben zu erarbeiten. Die daraus entstehenden Erkenntnisse können erprobt und zur Erweiterung von Wahrnehmungsfähigkeit und Handlungsspielraum genutzt werden.

Die therapeutische Arbeit im konflikt- und wahrnehmungsorientierten Klima der Klinik eröffnet neue Zusammenhänge zwischen Symptom und innerem Erleben. Die Folge ist eine positive Veränderung des Krankheitsbildes.

Der Einzel-Psychotherapeut erstellt mit dem Patienten nach erfolgter Diagnostik den individuellen Therapieplan, der aus den im Folgenden aufgeführten therapeutischen Elementen bestehen kann.

Tagesklinik

Die Patienten der Tagesklinik kommen um 8:00 Uhr in die Klinik und gehen um 16:30 Uhr wieder nach Hause. Während der Zeit in der Klinik bekommen sie das gleiche Therapieangebot wie die vollstationären Patienten. Zusätzlich findet sich die Gruppe der Tagesklinik zu einem eigenständigen therapeutisch geleiteten Gruppenprozess zusammen.

In der Tagesklinik werden Patienten aufgenommen, die entweder bereits einen Teil ihrer Klinikbehandlung im vollstationären Bereich durchlaufen haben oder aber Patienten, bei denen eine vollstationäre Behandlung nicht möglich ist oder nicht indiziert ist.

Für manche Patienten ist der Schritt aus der Klinik in den gewohnten Alltag zu schwierig, so dass der Aufenthalt in der Tagesklinik einen Zwischenschritt und ein notwendiges Übungsfeld darstellt. Neue Erfahrungen aus der Therapie können so leichter im Alltag überprüft und umgesetzt werden.

Für einige Patienten ist es wichtig, dass in der tagesklinischen Behandlung naturgemäß nur eine teilweise Entlastung der Kranken von ihren alltäglichen Aufgaben erfolgen kann. Entsprechend bleiben die Patienten mehr in der sozialen Verantwortung und im Kontakt mit ihren Angehörigen oder Freunden. Der Bezug zum Alltag bleibt ständig erhalten.

Manchmal ist es Patienten auch nicht möglich, zu einer vollstationären Behandlung zu kommen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn zu Hause Kinder zu versorgen sind.

Einzel-Psychotherapie

Nach einer Phase der Diagnostik bekommt jeder Patient einen festen Psychotherapeuten, der ihn möglichst bis zur Entlassung behandelt. Im Mittelpunkt dieser Behandlung steht die analytische oder tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie mit täglichem Kontakt und zwei bis drei Therapiestunden in der Woche. Diese intensive Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und aus der therapeutischen Beziehung heraus die eigene Lebensgeschichte und die Belastungen, welche die Erkrankung ausgelöst haben, unter neuem Ansatz zu erarbeiten. Dabei spielt die Bearbeitung und Integration der unterschiedlichen Erfahrungen in den zusätzlichen therapeutischen Angeboten eine wesentliche Rolle.

Gruppen-Psychotherapie

Die analytische / tiefenpsychologisch fundierte / interaktionelle Gruppenpsychotherapie mit bis zu 8 Teilnehmern und festen Gruppen unter der Leitung von Therapeut und Co-Therapeut soll den Teilnehmern dazu verhelfen, ihr Verhalten und ihre Beziehungen untereinander wahrzunehmen und Wiederholungen zu erkennen.

Wir gehen von der Erfahrung aus, dass alles Verhalten des Einzelnen und seine Beziehung zu anderen innerhalb der Gruppentherapie sein Verhalten und seine Beziehung in den äußeren sozialen Gruppen widerspiegeln.

Gestaltungstherapie / Klinische Kunsttherapie

Die Gestaltungstherapie ist eine Therapieform mit bildnerischen Mitteln auf tiefenpsychologischer Grundlage. Sie hilft, Erleben und Gefühle auszudrücken, für die es noch keine Worte gibt. Durch spontanes Zeichnen, Malen und Formen knüpfen die Patienten intuitiv an Tätigkeiten und an sinnliches Erleben aus frühen kindlichen Entwicklungsstadien an.

Ziel der Gestaltungstherapie ist es, innere und äußere Konflikte besser zu erkennen und Möglichkeiten zu ihrer Bewältigung zu entwickeln. Sie fördert Selbstregulation und Selbsterkenntnis auf geistiger, seelischer, funktionaler und körperlicher Ebene durch das Gestalten und durch die therapeutische Beziehung.

Diese Behandlung wird in der Gruppe, in einigen Fällen auch einzeln durchgeführt.

Konzentrative Bewegungstherapie

Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine körperorientierte psychotherapeutische Methode. In der KBT erlebt sich der Patient über seinen Körper in Beziehung zu Anderen, zu Gegenständen und zum Raum. Traumatische Erfahrungen, seelische Probleme oder andauernde Angstzustände können sich bei den Patienten körperlich niederschlagen und körperliche Verspannung und Fehlhaltung verursacht haben. Seelische Last führt ebenso zu Muskelanspannung, wie körperliche Belastung. Derartige Fehlentwicklungen können in der KBT aufgedeckt und behandelt werden.

In der KBT-Gruppe kann der Patient lernen, sich selbst besser wahrzunehmen, fixierte Haltung und Fehlhaltung abzubauen, sich handelnd und verbal mitzuteilen, aber auch sich abzugrenzen, für sich zu sorgen. Wenn erforderlich wird eine KBT auch als Einzeltherapie durchgeführt.

Ergotherapie

Das „Werken“ ist in unserer Klinik als modifizierte Ergotherapie dem realen, nicht in erster Linie Therapieziele verfolgenden Beziehungsraum zugeordnet und für jeden Patienten fester und wirksamer Bestandteil seines „Übungsprogrammes“. Es findet als Gruppenveranstaltung statt, mit bis zu 15 Patienten pro Werkstunde.

Im Umgang mit Werkstoffen wie Tonerde, Holz, Stein, Leder, Metall, Stoffen, Farben, Papier und Werkzeug entwickelt und erprobt der Patient seine eigene Schaffenskraft. Leistungsforderungen, sowie Erfolg und Misserfolg werden erlebt und erörtert. Die eigenen kreativen Möglichkeiten werden entdeckt und Anregungen für die Freizeit mitgenommen. Dabei bildet sich oft die Arbeitshaltung mit allen Stärken und Schwächen ab und ist im Laufe des Behandlungsprozesses exemplarisch bearbeitbar und korrigierbar.
Für diesen Prozess hilfreich ist die ebenfalls zum Basisprogramm gehörende „Arbeitsstunde“, bei der leichte Arbeiten für die Gemeinschaft ausgeführt werden.

Autogenes Training und Muskelentspannung

Das Autogene Training und die progressive Muskelentspannung sind Techniken, die dem Patienten helfen, eine schrittweise Umstellung des vegetativen Nervensystems und des Muskelapparates zu mehr Ruhe, Entspannung und Ausgeglichenheit zu erreichen. Der Patient erlernt eine Technik, mit der er auch später in Eigenregie Spannungszustände abbauen kann.

Physiotherapie

Eine medizinisch indizierte Physiotherapie wird nach ärztlicher Verordnung durchgeführt.

Morgengymnastik

Gemeinsamer Start des Tages für fast alle Patienten und damit Beginn der Tagesstruktur ist die Gymnastik. Sie verdeutlicht nicht nur die Einbeziehung des Körpers in die Behandlung, sie ist auch Leistungsanforderung und Kontaktangebot. Als Trainingsfeld für Beziehungs- und Leistungsfähigkeit hat sie im Behandlungskonzept eine wichtige, strukturgebende Funktion.

Übungsausgänge (Expositionstraining)

Beim Vorliegen von Angststörungen und spezifischen Phobien wird zusätzlich ein Übungsprogramm erstellt. Der Patient wird schrittweise mit der angstauslösenden Situation konfrontiert, allein oder im Schutz einer Gruppe mit Begleitung durch eine Pflegefachkraft (ggf. stufenweise Exposition). Auch die Benutzung von Verkehrsmitteln muss in einigen Fällen geübt werden.

Ärztliche Visite

Der Patient hat in der Woche täglichen Kontakt zu seinem Einzelpsychotherapeuten (Einzelstunde oder Visite). Abends (am Wochenende und an Feiertagen morgens und abends) findet eine zusätzliche ärztliche Visite für alle Patienten statt.

Pharmakotherapie

Beim Vorliegen psychogener Erkrankungen, welche eine medikamentöse Therapie erforderlich machen (z.B. bestimmte Formen der Depression oder auch schwere Angsterkrankungen) wird eine spezifische Psychopharmakotherapie eingeleitet, eine bestehende Psychopharmakotherapie fortgeführt oder bei nicht ausreichender Wirksamkeit entsprechend umgestellt. Schwere Krisensituationen können vorübergehend eine medikamentöse Behandlung notwendig machen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der ärztliche Bereitschaftsdienst rund um die Uhr stellt eine dauernde ärztliche und psychotherapeutische Präsenz sowie die Möglichkeit zur Krisenintervention sicher.

Einbeziehung von Angehörigen

Im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung können gemeinsame Gespräche mit Angehörigen geführt werden, wobei das Einverständnis des Patienten Voraussetzung ist. Dabei kann es sowohl um Klärung häuslicher Konflikte gehen als auch darum, gegenseitiges Verständnis zu fördern und wieder eine Gesprächsbasis zu schaffen.

Ziel der Behandlung

Ziel der durchschnittlich achtwöchigen Behandlung ist die Besserung der Symptomatik. Der Patient soll Möglichkeiten finden, seine Lebenssituation außerhalb der Klinik zu verändern.
Indem er seine gewonnenen Einsichten umsetzt und seine hier erprobten neuen Verhaltensweisen in seine häusliche Umgebung überträgt, verändern sich sein Denken, seine Einstellung zu sich, seine Wahrnehmung und seine körperliche und seelische Befindlichkeit.