Über das "Asthma der Speiseröhre" und andere Erkrankungen

Berlin, 09. Dezember 2011

Um verschiedene Erkrankungen der inneren Organe ging es am vergangenen Mittwochabend, dem 7. Dezember, bei dem Fachsymposium „Innere Medizin 2011“. Eingeladen hatten drei internistische Chefärzte der DRK Kliniken Berlin | Köpenick: Privatdozent Dr. Stefan Kahl, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Schwerpunkt Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Nephrologie, Dr. Peter Klein-Weigel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Schwerpunkt Angiologie und kardiovaskuläre Frührehabilitation sowie Privatdozent Dr. Christian Opitz, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Schwerpunkt Kardiologie.

Die Fortbildung, an der mehr als 50 Ärzte teilnahmen, fand im Forum Adlershof statt.

Zunächst referierte Professor Dr. Stephan Felix, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität über die entzündliche Erkrankung des Herzmuskels (Myokarditis – inflammative/dilatative Kardiomyopathie).  Seine Klinik kooperiert bei der Erforschung des Krankheitsbildes mit mehreren anderen Kliniken in Deutschland. Professor Felix erläuterte die Prognosen bei Herzinsuffizienz im Vergleich zu anderen Erkrankungen. Anhand von Fallbeispielen und Studien erklärte er, dass es zum Beispiel für die akute Myokarditis keine systematische Therapieempfehlungen gebe. Und er betonte die Notwendigkeit einer neuen mulitzentrischen Studie.

Dr. Ulrike von Arnim, Oberärztin der Klinik für Gastroenteologie, Hepatologie und Infektiologie an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, sprach über die Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre (eosinophile Ösophagitis). Die Krankheit bezeichnete sie auch als „Asthma der Speiseröhre“. Demnach kommt die Erkrankung immer häufiger vor, wird aber oftmals nicht sofort diagnostiziert. Auch stellt sich die chronische Entzündung bei endoskopischen Aufnahmen sehr unterschiedlich dar. Die Patienten klagten häufig über Schmerzen, als ob sie einen Fremdköper in der Speiseröhre hätten. Die Ärztin riet zu systematischen Biopsien, um die Krankheit zu diagnostizieren. Die Therapieempfehlungen variieren von der Medikamententherapie, über Diät bis zur Dilatation.

Diplom-Mediziner Til Leimbach, Leiter des KfH-Nierenzentrums Berlin-Köpenick, referierte über Nierenerkrankungen (Progressionshemmung der Niereninsuffizienz – neue therapeutische Entwicklungen). Leimbach erläuterte die aktuelle Studienlage und neue therapeutische Entwicklungen.

Dr. Peter Klein-Weigel, Chefarzt in den DRK Kliniken Berlin, sprach anschließend über den Fettstoffwechsel (Neue Guidelines zur Lipidtherapie in der Sekundärprävention – Anspruch und Wirklichkeit). Dr. Klein-Weigel zeigte zunächst die zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland auf. Der Schlaganfall rangiert nach wie vor ganz vorn. Die Fettstoffwechselstörung ist ebenso wie die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) eine vorherrschende Risikoerkrankung. Die Risikoabklärung muss demnach ganz am Anfang stehen, so Dr. Klein-Weigel. Zu den entscheidenden Faktoren zählen unter anderem das Alter, das Geschlecht, der Raucherstatus, der systolische Blutdruck und die Werte des Gesamtcholesterins.

Auch diese Veranstaltung diente dem Austausch der Mediziner der DRK Kliniken Berlin mit einzelnen Kollegen aus anderen Kliniken.

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