Symposium zur Eröffnung des Lungenkrebszentrums in den DRK Kliniken Berlin | Mitte am 10. Oktober im Stilwerk Berlin

Berlin, 21. Oktober 2008

Durch die Gründung des Lungenkrebszentrum wurde eine neue Dimension bei der Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs in Berlin erreicht.

Von: Angela Kijewski




Begrüßt wurden die zahlreichen geladenen Gäste durch Professor Kersting, der das Krankenhausunternehmen der DRK Kliniken Berlin vorstellte und eine Einordnung des neu gegründeten Lungenkrebszentrums in Mitte in die Gesundheitslandschaft des Landes Berlin vornahm.
Dabei gab Prof. Kersting auch interessante Einblicke in das komplexe Thema des Krankenhausplanes und die Regelungen desselben zur Tumorversorgung in der Region.
"Unser Ziel ist es, eine kalkulierbare, nachhaltige Größe in der Tumorversorgung Berlins zu sein" sagte Prof. Kersting.

Professor Dr. Dorow, Chefarzt des Pneumologischen und Schlafmedizinischen Zentrums und Ärztlicher Leiter der DRK Kliniken Berlin Mitte, präsentierte der Zuhörerschaft einen umfassenden und interessanten Überblick über die vergangenen 20 Jahre des Pneumologischen und Schlafmedizinischen Zentrums in Mitte. Prof. Dorow verdeutlichte die Bedeutung des Bronchialkarzinoms, maligner Erkrankungen der Pleura und der obstruktiven Atemwegserkrankung innerhalb der inneren Medizin und der Onkologie.

Die Gründung des Pneumologischen Zentrums am 1.7.1988 durch die DRK Kliniken Berlin und die DRK-Schwesternschaft Berlin führte zu einem kometenhaften Anstieg der Versorgung dieser Patienten. In diesen 20 Jahren wurden von Prof. Dorow diagnostische und therapeutische Verfahren entwickelt und umgesetzt.
Das pneumologische und Schlafmedizinische Zentrum erfreut sich seit 20 Jahren über Zuweisungen von Patienten aus ganz Europa und Übersee. Der hohe Anteil von Tumorpatienten war mit ausschlaggebend für die Gründung des Lungenkrebszentrums der DRK Kliniken Berlin Mitte.

Im Anschluss erläuterte Priv.-Doz. Dr. Schneider, Chefarzt der Klinik für Chirurgie und Thoraxchirurgie das Kompetenznetzwerk Lungenkrebszentrum und verwies auf die Bedeutung der Erkrankung, die mit 40.000 pro Jahr in Deutschland eine der häufigsten ist. Gleichzeitig ist Lungenkrebs eine schwere Erkrankung und die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Da die Überlebensrate signifikant von der Qualität des Eingriffs abhängt, ist es entscheidend, gut ausgebildete und erfahrene Thoraxchirurgen in den Kompetenzzentren zu haben.

Das Lungenkrebszentrum ist kein primär räumliches, sondern eher ein virtuelles Netzwerk, an dem die unterschiedlichsten Fachbereiche (Strahlentherapie, Pathologie, Physiotherapie, Nuklearmedizin, Sozialdienst etc.) aktiv beteiligt sind. Interdisziplinarität in allen klinischen Abteilungen und mit den niedergelassenen Kollegen ist ein entscheidender Faktor bei der Optimierung der Diagnostik und Behandlung der Patienten.

Eine nette Geste der beiden Chefärzte war es, auf die Leistungen des gesamten ärztlichen und pflegerischen Teams zu verweisen und besonders die Oberärzte und Oberärztinnen mit ihrem täglichen Einsatz zu würdigen.

Den letzten Beitrag stellte ein Festvortrag von Prof. Gilbert Massard aus Strasbourg dar, der die Entwicklung der Behandlung von Lungenkrebs in Frankreich "Von der Wunderheilung zur qualitätsgesicherten interdisziplinären Therapie" eindrucksvoll beschrieb.

Beim anschließenden Empfang im geschmackvollen Ambiente des Stilwerks kamen die rund 150 Gäste miteinander angenehm ins Gespräch.