Schöne Bescherung 2014

Berlin, 24. Dezember 2014



Das goldene Glöckchen klingelt in der Kinderklinik. Es ist der 23. Dezember 2014 und die einjährige Sabine (Name geändert) macht große, staunende Augen, als plötzlich ein Weihnachtsengel in der Tür steht.

Das Mädchen hat eine Lungenentzündung, bekommt Sauerstoff und eine Infusion und muss Heiligabend voraussichtlich in der Kinderklinik im Westend bleiben. Keine schöne Perspektive für das kleine Mädchen, doch jetzt ist die Erkrankung erstmal wie weggeblasen, es fließen auch keine Tränen mehr, denn ein großer Engel im weißem Gewand, großen Engelsflügeln und mit goldenem Buch steht im Krankenzimmer vor Sabines Bett. „Hallo liebe Sabine, ich habe im Wolkenschloss gehört, dass du krank bist und Heiligabend im Krankenhaus bleiben musst“, sagt der Engel namens Julia. „Da habe ich mir gedacht, frage ich dich doch einfach mal nach deinen Wünschen. Drei darfst du mir verraten und einer wird in Erfüllung gehen morgen“, erzählt der Engel. Sabine schaut erstaunt und ihre Mama hilft bei den Wünschen. „Ein Bilderbuch wäre toll oder Bauklötze“.

Auch Lara (Name geändert) verschlägt es erstmal die Sprache, als vormittags plötzlich ein Engel vor ihrem Krankenbett steht. Das sechsjährige Mädchen ist wegen Erbrechens in die Klinik eingeliefert worden. Langsam ist sie auf dem Weg der Besserung, kann wieder Salzstangen zu sich nehmen. Aber was sie sich vom Weihnachtsmann wünscht, das möchte sie lieber erstmal ihrer Mutter leise ins Ohr flüstern, bevor es der Engel in sein goldenes Buch eintragen kann, das er dem Weihnachtsmann überreichen wird.

Es ist schon eine kleine Tradition in der Kinderklinik der DRK Kliniken Berlin | Westend, denn zum zweiten Mal besucht einen Tag vor dem Weihnachtsfest ein Engel die Kinder, die so krank sind, dass sie Heiligabend in der Klinik bleiben müssen.

Alle Kinder dürfen sich etwas wünschen und Heiligabend kommt der Weihnachtsmann und erfüllt die Wünsche. Neben den Himmelsboten unterstützt der Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin, Ralf Stähler, die Aktion.

Mit einem vollgepackten Bollerwagen mit vielen Geschenken wie Kuscheltieren, Polizeiautos, Bücher, Spiele, Malsachen stand dann tatsächlich am 24. Dezember 2014 mittags der Weihnachtsmann Ferdinandus in der Klinik. Schon als er mit lautem „Ho,ho,ho“ und Glockengebimmel durch die Stationen ging, verschwanden die Kinder in ihren Krankenzimmern und warteten gespannt auf den Weihnachtsboten.

Der hatte, wie im vergangenen Jahr bereits, seinen Engel mitgebracht, der ihm fleißig assistierte. Alle Kinder bekamen die Geschenke, die sie sich gewünscht hatten. Mit einem Weihnachtsgruß - auch an die Mitarbeiter der Kinderklinik - verabschiedete sich Weihnachtsmann Ferdinandus dann.