Noch höhere OP-Sicherheit dank neuer Technik

Berlin, 21. Juni 2012

Höhere OP-Sicherheit für Patienten mit Augen- und Rückenmarkstumoren durch neue Technik - Foto: DRK Kliniken Berlin

Die DRK Kliniken Berlin haben an ihrem Standort Westend ein neues Equipment eingeführt. Diese Ausstattung dient der intraoperativen neurophysiologischen Patientenüberwachung. Patienten, die an Augen- oder Rückenmarkstumoren operiert werden, können durch die neue Technik während der Operation noch besser von den Medizinern überwacht werden. Denn das neue Equipment ermöglicht es, während dieser kritischen Eingriffe die Funktion der Nervenbahnen, des Rückenmarks sowie verschiedene Hirnleistungen zu kontrollieren. So können für die Hirnfunktion besonders kritische Eingriffe wie Operationen bei Augentumoren, die bei gleichzeitiger Reduzierung des Blutdrucks (Hypotension) stattfinden, oder auch Operationen von Wirbelsäulen- und Rückenmarkstumoren mit höherer Sicherheit für den Patienten durchgeführt werden. Auch komplexe fächerübergreifende Eingriffe können mit Hilfe des neuen Monitoring-Instrumentariums effektiver und gezielter durchgeführt werden.

So erfolgte am 18. Juni 2012 der erste klinische Einsatz bei einer gemeinsamen Operation der Allgemeinchirurgen zusammen mit den Neurochirurgen des Wirbelsäulenzentrums. Der Patient litt an einem Schilddrüsenkarzinom und gleichzeitiger Kompression des Rückenmarks durch eine Verengung des Spinalkanals. Mit Hilfe des neuen Equipments konnte sowohl die Tumorentfernung als auch die anschließende Dekompression des Halsrückenmarks komplikationslos und ohne neurologische Folgeschäden für den Patienten durchgeführt werden.