Mission: Possible!

Berlin, 03. August 2015

Eine hochrangige Delegation aus dem Gesundheits- und Finanzministerium in Nepal hat sich im Westend über das deutsche Gesundheitswesen informiert. Herr Dr. Sobhani, Frau Over und Herr Dr. von Moers standen Rede und Antwort.


Gruppenbild der Delegation zusammen mit Herrn Dr. Sobhani, Herrn Dr. von Moers und Frau Over


Dr. Sobhani hält einen Fachvortrag zum deutschen Gesundheitswesen


Geschnitztes Mitbringsel

„Wem nichts zu schwer ist, dem gelingt alles“, lautet ein nepalesisches Sprichwort. Entsprechend dieser Devise hatte sich eine hochrangige Delegation aus Nepal, bestehend aus dem stellvertretenden Gesundheitsminister und sechs weiteren Vertretern aus dem dortigen Gesundheits- und Finanzministerium, auf den Weg nach Berlin gemacht, um das deutsche Gesundheitswesen kennenzulernen. Das Ziel der Mission: In Nepal, diesem Binnenstaat in Südasien, soll erstmals eine gesetzliche Krankenversicherung etabliert werden.

Um das deutsche Gesundheitswesen kennenzulernen, das trotz vieler hiesiger Kritik als eines der besten der Welt gilt, besuchte die Gruppe unter anderem die DRK Kliniken Berlin | Westend am Mittwoch, den 29. Juli 2015.

Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Erziehung & Bildung GmbH, Dr. Bidjan Sobhani, die kaufmännische Leiterin Patricia Over sowie Chefarzt Dr. Arpad von Moers begrüßten die hochrangige Delegation.

Dr. Sobhani startete seinen fast einstündigen Vortrag über das deutsche Gesundheitswesen, indem er zunächst auf die weite Anreise der Gäste hinwies, die aus dem 7761 Kilometer entfernten Kathmandu erstmals nach Deutschland gekommen waren. Nicht nur geografisch sind die Nepalesen weit von uns entfernt. Auch bezüglich der Ausgaben für das Gesundheitswesen klaffen Welten zwischen beiden Ländern. Denn in Deutschland, so Dr. Sobhani, werden 11,6 Prozent des gesamten Bruttosozialprodukts für die Gesundheit ausgegeben, währen es in Nepal gerade einmal 5,8 Prozent sind.

Anschließend skizzierte er die beiden großen Finanzierungssäulen im stationären Gesundheitswesen – die Krankenkassen und die staatlichen Investitionen. Natürlich kam auch zur Sprache, dass der Staat und die Länder ihrer Finanzierungsaufgabe aufgrund knapper Kassen immer weniger nachkommen.

Auch die Genese des Krankenhausplans, welcher sowohl Planungsgrundlage für die Senatsverwaltung für Gesundheit als auch Voraussetzung für die Kliniken ist, Verträge mit den gesetzlichen Kassen abzuschließen und staatliche Gelder zu erhalten, kam zur Sprache.

Fasziniert waren die Gäste davon, dass in den Kliniken täglich Rechnungen an die Kassen gestellt werden. Auch für das Qualitätsmanagement, Zertifizierungen und die Investitionsplanung in der Klinik interessierten sich die Gäste.

Anschließend brach die Gruppe zu einer Besichtigung der Kinderklinik auf. Chefarzt Dr. von Moers beschrieb das Leistungsspektrum seiner Klinik und zeigte auch stolz das gerade mit dem Level 1 ausgestattete Perinatalzentrum. Dabei erfuhr er, dass in der größten Klinik in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, jährlich 22.000 Kinder auf die Welt kommen. Im Westend werden jährlich etwa 2.500 Kinder geboren.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher zudem vom Kunstengagement unseres Unternehmens. Von der Kinderklinik ging es weiter in das Hochhaus und die wissenshungrige Gruppe löcherte weiterhin Frau Over, Herrn Dr. Sobhani und Herrn Dr. von Moers mit vielen Fragen. Im Hochhaus angekommen wurde gemeinsam zu Mittag gespeist im Casino.

Die Delegation verabschiedete sich mit kunstvoll geschnitzten Holzgeschenken bei den Gastgebern.

Eine zweite nepalesische Delegation wird Ende August unsere Klinik in Köpenick besuchen.