Kathmandu meets Köpenick

Berlin, 01. September 2015

Eine zwölfköpfige Delegation aus Nepal lässt sich in Köpenick vom Ärztlichen Leiter Dr.med. Hartmut Kern das deutsche Gesundheitswesen erklären – und ist beeindruckt.


Gruppenbild der Delegation zusammen mit Herrn Dr. med. Hartmut Kern


Die Besucher bedanken sich mit einem Geschenk


Christiane Matthieu gibt den Besuchern Auskunft

Die Delegation hat Verspätung. Kein Wunder. Bei dem vollgepackten Programm: AOK-Zentrale, Bundesgesundheitsministerium, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Sightseeing tour – und zwischendurch stehen die DRK Kliniken Berlin | Köpenick auf dem Programm. Mit 40 Minuten Verspätung trifft die zwölfköpfige Delegation aus Nepal schließlich am Montag, den 31. August am Müggelschlösschenweg ein.

Die Herren aus dem nepalesischen Gesundheitsministerium haben eine wichtige Mission: Sie möchten das deutsche Gesundheitswesen kennenlernen, um in der erdbebengeschüttelten gebirgigen Heimat ein ähnliches Gesundheitswesen aufzubauen. Ein Fortschritt wäre es dort bereits, wenn es eine gesetzliche Krankenversicherung für alle Nepalesen gebe. Doch davon ist man in Südasien noch weit entfernt.

Um erst einmal einen Eindruck von einem deutschen Krankenhaus und dem Leistungsspektrum der Klinik zu bekommen, stellt Privatdozent Dr. med. Hartmut Kern, Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, zunächst das Portfolio der Köpenicker Kliniken vor und umreißt kurz die Historie des Standortes.

Sichtlich beeindruckt sind die Gäste sofort davon, dass es ein Notstromaggregat für die Klinik gibt für den Ernstfall, falls mal der Strom ausfällt. „Zum Glück ist das noch nicht passiert“, informiert Dr. Kern, dennoch werde jeden Tag überprüft, ob das Gerät einsatzbereit sei. In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, fällt jeden Tag etwa acht Mal der Strom aus, erzählen die Gäste. Notstromaggregat? Fehlanzeige!

Fasziniert sind die weitgereisten Besucher auch von der dualen Finanzierung im Gesundheitswesen, die auf der Säule Steuerzahler/staatliche Investitionen und Versicherter/Kassenbeiträge ruht. Viele Fragen werden gestellt, zum Beispiel, ob das Geld vom Staat für die Klinikinvestitionen reiche oder woher man wisse, in welche medizinischen Geräte investiert werden sollte. Auch fragen sich die Gäste, wie Qualität im Krankenhaus sichergestellt und überprüft wird.

Nachdem der Ärztliche Leiter Dr. med. Hartmut Kern die Finanzierung und Qualitätskontrollen im stationären Gesundheitswesen umfassend erläutert hat, steht noch eine Visite in der Klinik an. Die Delegation wünscht sich einen Besuch in der Zentralen Notaufnahme. Dort lassen sich die Besucher erklären, auf welchen unterschiedlichen Wegen Patienten in die Klinik kommen und wie das weitere Prozedere im Krankenhaus organisiert ist.

Nach einer Mittagspause in der Klinikkantine wollen die wissenshungrigen Gäste noch unbedingt erfahren, wie die Klinik mit den unterschiedlichen Abfällen umgeht. Christiane Matthieu von den Versorgungsdiensten gibt umfassend Auskunft darüber.

Mit einem Gastgeschenk bedanken sich die Besucher schließlich bei Herrn Dr. Kern für die hervorragende Betreuung und Information. Nach zweieinhalb Stunden verabschiedet sich die Delegation wieder. Es steht noch viel auf dem Programm...