Interdisziplinäres Projekt zum Übergang chronisch kranker Jugendliche von der pädiatrischen in die Erwachsenenmedizin

Berlin, 11. April 2008

Seit März 2008 führt das Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche an den DRK Kliniken Berlin | Westend mit Professor Dr. Walter Burger gemeinsam mit dem Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Arpad von Moers, ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes Projekt zum Übergang chronisch kranker Jugendliche von der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin durch.

Von: Angela Kijewski

Am 9. April 2008 fand im Westend ein Kick-off Treffen zum Start des Projektes statt, zu dem die Projektleiter, Prof. Burger und Dr. von Moers, zusammen mit der Geschäftsführung der DRK Kliniken Berlin, Vertreter verschiedener Kostenträger (AOK Berlin, BKK, DAK, TK und andere) eingeladen hatten.

Ziel des auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Projektes ist es, eine bestehende Versorgungslücke zu schließen.
Vielen Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Epilepsie, chron. Nierenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Herzfehler etc.) gelingt der nahtlose Übergang in die erwachsenenmedizinische Betreuung und die für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung erforderliche Entwicklung von Eigenverantwortung nicht.
Sie verlieren so für kürzere oder längere Zeit den Kontakt zu der notwendigen Spezialbetreuung und stellen sich in den fachlich qualifizierten Einrichtungen der Erwachsenenmedizin erst dann wieder vor, wenn - möglicherweise vermeidbare - Komplikationen aufgetreten sind.

Durch das Projekt sollen Wege gefunden werden, eine bessere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Medizinern zum Wohle der chronisch kranken jugendlichen Menschen zu fördern und zu etablieren. Anhand zweier exemplarischer Erkrankungen soll ein flexibles, auf verschiedene chronische Erkrankungen übertragbares Interventions- und Rahmenkonzept für die Phase des Übergangs Jugendlicher von der pädiatrischen in die erwachsenenmedizinische Betreuung zu formulieren.

Die Vertreter der Krankenkassen bekundeten reges Interesse.

Lesen Sie hierzu auch einen Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt vom 4.4.2008