Innovation: Selbstheilung des gerissenen Kreuzbandes

Berlin, 08. April 2014

In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der DRK Kliniken Berlin | Köpenick wird seit Kurzem ein neues Operationsverfahren zur Behandlung eines gerissenen vorderen Kreuzbandes angewendet.

Bei diesem Verfahren wird, im Gegensatz zu allen bisherigen Operationsmethoden, nichts entfernt, sondern das natürliche Band erhalten und über eine dynamische Naht mit einem sehr starken Faden und Federmechanismus in Position gehalten und so stabilisiert. Dadurch kann das vordere Kreuzband heilen und die wichtigen Stellungsrezeptoren bleiben erhalten. Die Operation sollte in den ersten drei Wochen nach Unfall erfolgen.

Dieses Verfahren wurde in Bern (Schweiz) entwickelt und seit drei Jahren dort und zum Beispiel in der Universitätsklinik Münster angewendet. Die Erfahrungen und klinischen Ergebnisse sind bislang sehr gut und mit den bisherigen operativen Behandlungen, bei denen immer das gerissene Kreuzband entfernt und mit einer körpereigenen Sehne ersetzt wird, vergleichbar.

Die Nachbehandlung ist einfach. Im Vordergrund steht der Muskelerhalt und Muskelaufbau des Oberschenkels; Vollbelastung kann bereits sofort nach der operativen Naht des gerissenen Bandes erfolgen, Radfahren ist nach sechs Wochen, Joggen nach zehn Wochen und Kontaktsportarten inkl. Stopp-and-go-Sport wie Tennis oder Fußball sind ab dem sechsten Monat möglich.

Interessierte, Betroffene, Patienten, Sportler, Vereine, Ärzte und Physiotherapeuten können sich gerne per email wenden an: r.stoesslein@drk-kliniken-berlin.de

Ansprechpartner:
Oberarzt  Dr. med. Robert Stößlein
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie
Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
Katastrophenschutz-beauftragter Arzt
Tel.: 030 / 3035 81 3455
Fax: 030 / 3035 3308
r.stoesslein@drk-kliniken-berlin.de

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