Hilfe nach Bombenfund

Berlin, 07. Juli 2011

Fahrzeuge des DRK bringen die Heimbewohner


Gute Zusammenarbeit zwischen Vitanas und den DRK Kliniken Berlin | Köpenick


Der Geschäftsführer von Vitanas, Jürgen Kassel, mit einer Seniorin


Gut untergebracht im Speisesaal

Köpenicker Klinik leistet Soforthilfe. 50 Köpenicker Bewohner des Pflegeheims „Bellevue“, die wegen des Bombenfundes und der Bombenentschärfung in Köpenick am 7. Juli 2011 ihre Einrichtung verlassen mussten, sind in der DRK Klinik Berlin | Köpenick aufgenommen worden.

Die meisten der pflegebedürftigen Senioren (Durchschnittsalter 83 Jahre) sind auf Rollstühle angewiesen und wurden morgens von Fahrzeugen des DRK in die Klinik nach Köpenick gefahren. Im Speisesaal der Klinik wurden die 50 Pflegeheimbewohner dann fürsorglich untergebracht und verköstigt. Spontan hat zudem unserer Caterer Procuratio einen großen Blechkuchen für die Senioren gebacken. „Wir freuen uns, dass wir die Bewohner von Vitanas bei uns versorgen können“, sagte der Ärztliche Leiter der Klinik, Privatdozent Dr. med. Hartmut Kern. „Auch bei medizinischen Notfällen stehen wir sofort zur Verfügung“, sagte Kern. 

Das Pflegeheim „Bellevue“ gehört zu der Vitanas-Gruppe, die in Berlin zehn Pflegeeinrichtungen betreibt. Der Geschäftsführer der Vitanas GmbH & Co. KGaA, Jürgen Kassel, hat sich vor Ort von dem rührenden Engagement der DRK Kliniken Berlin überzeugen können.  „Die DRK Kliniken Berlin und die Vitanas haben sich in Eigenregie zusammengesetzt und ein sehr gutes Krisenmanagement geleistet“, lobte er.

Die Mitarbeiter unserer Klinik mussten an diesem Tag ebenfalls nicht auf das Essen aus der Kantine verzichten, haben aber ihre Mittagspause ausnahmsweise nicht im Speisesaal verbringen  können, sondern auf den Stationen.

Die Entschärfung der 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am 7. Juli den Bahn-Verkehr in Köpenick zum erliegen gebracht. Die Bombe ist gegen 12.30 Uhr entschärft worden. Durch Evakuierungsmaßnahmen waren in dem Bereich insgesamt 6.000 Menschen betroffen.

Dank an alle für die Hilfsbereitschaft und tolle Organisation!