Großer Besucheransturm am Tag der offenen Tür

Berlin, 19. September 2012

Gesundheitssenator Mario Czaja (zweite von li.), Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin, Ralf Stähler (li) und der Ärztliche Leiter der Klinik, Dr. med. Hartmut Kern (mi.) beim Rundgang


Zahlreiche Gäste folgten der Einladung


Das DRK präsentierte auch einen Rettungswagen-Oldie


Die DRK-Schwesternschaft Berlin e. V. informierte über die Pflege


Großer Schreck bei den Kleinen - die Hexenmeisterin
Fotos: DRK Kliniken Berlin

Werbe-Banner und viele bunte Luftballonraupen säumten am Samstag, den 15. September 2012, zum Tag der offenen Tür, den Weg in die DRK Kliniken Berlin | Köpenick. Schon vor der Klinik konnte jeder erkennen: Es ist ein besonderer Tag in dem Krankenhaus. Und pünktlich um 11 Uhr stand dann auch Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja im Foyer. Zum Tag der offenen Tür, der mit einer VIP-Führung für geladene Gäste begann, hatte sich der Senator eineinhalb Stunden Zeit genommen. Begrüßt wurden die Gäste vom Ärztlichen Leiter der Klinik, Privatdozent Dr. med. Hartmut R. Kern, der Pflegedienstleiterin Astrid Weber, dem Verwaltungsleiter Frank Armbrust, der stellvertretenden Vorsitzenden der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V., Doreen Fuhr, den beiden Geschäftsführern der DRK Kliniken Berlin, Ralf Stähler und Jennifer Kirchner, sowie von allen Chefärzten der Klinik.
Dr. Kern stellte zunächst das medizinische und pflegerische Spektrum der 510-Betten-Klinik vor. Das fast 100 Jahre alte Krankenhaus ist für 240.000 Einwohner traditionell die stationäre medizinische Versorgungseinrichtung im Bezirk. Und sie erfüllt ihren Versorgungsauftrag in hervorragender Weise, wie auch der Senator bestätigte. Zudem hat die Klinik immer mehr Zulauf - sowohl von jungen Familien, wie auch von betagten Patienten, sagte Dr. Kern.

Dann startete der Rundgang. Die etwa 25 Gäste, darunter u.a. auch der Vorsitzende des Vorstandes des Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e.V., Volker Billhardt, teilten sich in Gruppen auf. Dr. Kern und Ralf Stähler führten den Senator, den gesundheitspolitischen Sprecher der Berliner Bündnis 90/Grünen im Abgeordnetenhaus, Heiko Thomas, die Gesundheitsstadträtin von Köpenick, Ines Feierabend, die Patientenfürsprecherin und ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Treptow-Köpenick, Gabriele Schöttler, zunächst in die Kardiologie. Chefarzt Dr. med. Christian Opitz demonstrierte dort den Herzkathetermessplatz und die gesamte technische Ausstattung.

In der Endoskopie zeigte Chefarzt Dr. med. Stefan Kahl die diagnostischen Möglichkeiten. Mit Stolz präsentierte Chefärztin Dr. med. Kerstin Westphalen den neuen 1,5 Tesla Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) in der Radiologie. Der Oppositionspolitiker Heiko Thomas ließ sich sogar auf der Liege in den Magnet schieben und Senator Czaja von Chefärztin Dr. Westphalen mit dem Metalldetektor scannen. Auf Wunsch des Senators ging es danach in das Brustzentrum, wo Chefärztin Dr. med. Anke Kleine-Tebbe das Spezialzentrum präsentierte. Zwei weitere besondere Highlights der Klinik, die Komfortstation und das Kreißsaal-Hotel, durften ebenfalls nicht fehlen bei der Klinik-Visite.

Zum Abschluss lobte der Gesundheitssenator „das gut geführte Haus“. Doch dann fing der Tag der offenen Tür in den DRK Kliniken Berlin | Köpenick eigentlich erst richtig an. Alle Kliniken hatten im Foyer ihre mit Informationsflyern bestückten Präsentationsstände aufgebaut, die liebevoll den ganzen Nachmittag betreut wurden. Sehr großer Andrang herrschte gleich an den ersten Ständen im Foyer bei den internistischen Kliniken und am Stand des Zentrums für klinische Forschung. Dort konnte jeder Besucher seinen Blutdruck messen, mit einem kleinen Stich seine Blutwerte bestimmen und alles in einen Gesundheits-Pass eintragen lassen.

Die Klinik für Innere Medizin demonstrierte mit einem Zuckerquiz die Gefahren des Zuckers. Auch ist es mittlerweile Tradition am Standort der DRK Kliniken Berlin | Köpenick, dass die Ernährungsberaterinnen mit einem interessanten Angebot der gesunden Ernährung aufwarten. Hier konnten sich die Besucher erstmals in diesem Jahr Rezeptkarten sichern, welche in den kommenden Jahren in einer Sammlung ergänzt werden können. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe lud zum Ultraschall ein. Wer das abgedeckte Plastikspielzeug im Wasser mit dem Schallgerät richtig erkannte, konnte ein Playmobilspielzeug gewinnen. Noch mehr Andrang herrschte derweil bei der Suche nach dem „Super-Nabel“. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hatte unterschiedliche Bauchnabelbilder aufgehängt, die Namen wie: “Innie“, „Flatie“, „Outie“ und „Inbetween“trugen. „Bei Bauchnabeloperationen eignen sich am besten der Innie und der Flatie“, erklärte Chefarzt Dr. med. Jörg Schreier. Jeder, der seinen Bauchnabel zeigte und fotografieren ließ, konnte an der Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gab es einen I-Pod Nano.
Am Stand nebenan, bei der Klinik für Neurologie, herrschte ebenfalls reges Interesse. Hier wurden Besucher unter der Regie von Chefarzt Professor Dr. med. Robert Stingele und Oberärztin Dr. med. Almut Barthel über das individuelle Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken, aufgeklärt. Auch wurde erläutert, wie man vorbeugen kann und was im Erkrankungsfall zu tun ist.

Welche Gefahren ein Aneurysma darstellt, wie Durchblutungsstörungen behoben werden können, was bei Krampfadern getan werden kann, was ein diabetischer Fuß ist, wie die Gefahr einer Thrombose verhindert werden kann, wie Stents aussehen und implantiert werden, das und noch vieles mehr haben Besucher am Stand der Gefäßchirurgie von Chefarzt Dr. med. Michael Naundorf erfahren.

Gleich daneben informierte der leitende Physiotherapeut Andreas Vandrey über die Wiederherstellung und Funktionsfähigkeit des Körpers. Mindestens ebenso spannend waren die Erklärungen von Ergotherapeutin Marelle Albrecht, die eine ganze Palette von Küchenutensilien präsentierte, mit denen es selbst gehandicapten Patienten (nach Schlaganfall oder Unfall) gelingt, wieder Brot zu schneiden oder Gurken zu schälen.
Wie viele verschiedene Schmerzarten es gibt und wie man dem Schmerz ein Ende setzt, darum ging es am Stand der Anästhesie. Auch stand hier wieder traditionell die Erste Hilfe, erlernbar an der vor Ort befindlichen Reanimationspuppe „Anne“, im Vordergrund.

Die Klinik für Chirurgie hat jeden Besucher damit gelockt, sich einmal als Operateur zu versuchen. Am Laparoskopietrainer konnten die Gäste versuchen, mit feinen chirurgischen Instrumenten durch kleine Öffnungen große Dinge zu vollbringen. Bei den Unfallchirurgen und Orthopäden begrüßte ein Skelett die Neugierigen. Anatomie sozusagen auf Augenhöhe. Mediziner erklärten, wie ein Meniskus operiert wird. Dr. med. Olaf Meyer vom Zentrum für Oberflächenersatz zeigte verschiedene Prothesenmodelle.

Um die Besucher für die Händedesinfektion zu sensibilisieren, organisierten die Mitarbeiterinnen der Krankenhaushygiene einen informativen Stand. Bewaffnet mit einer Schwarzlichtbox und fluoreszierendem Händedesinfektionsmittel wurde die Effektivität der Händedesinfektion überprüft.
Interessierte Besucher erkundigten sich am Stand der Qualitätskoordinatoren über deren Arbeit im Qualitätsmanagement sowie über die strengen Richtlinien der Joint Commission International (JCI).

Im Klinikpark kamen Automobilfans auf ihre Kosten. Der Geschäftsführer der DRK Rettungsdienste gGmbH, Heiko Jünger hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Notarztwagen der DDR neben einem modernen Rettungsfahrzeug im Garten zu parken. SMH, Schnelle Medizinische Hilfe, ist zwar heute nicht mehr im Einsatz. Doch das Fahrzeug aus dem Baujahr 1986 war bis zur Wende noch als Rettungsmittel auf den Straßen unterwegs. Gleich nebenan präsentierte die Feuerwehr ihre Rettungsfahrzeuge und ebenfalls eine geballte Manpower.

Auf einer Bühne sorgte eine Jazz-Band für gute Laune, zwischendurch trainierte Magnus Liepins, Geschäftsführer der Firma hoch2, mit Flexi-Bars die tieferen Muskeln von Freiwilligen.
Derweil sorgte eine Kräuterhexe bei jüngeren Besuchern für Aufsehen, denn in ihrem Korb trug die Dame mit dem langen, spitzen Hut nicht nur Thymian, sondern auch eine große Tarantel mit sich herum, die sich auch mal streicheln ließ. In einer kleinen Zeltstadt haben sich die Jüngsten schminken lassen. Auch konnten die jungen Besucher unter Anleitung unserer Auszubildenden T-Shirts bemalen und die eigenen Kreationen dann mit nach Hause nehmen. An der Fußballwand - aber auch mit anderen Sportgeräten - fand ein Kräftemessen zwischen Eltern und Kindern statt.

Sehr interessant für die Besucher war auch das „Baby Franz“ – die Stillberaterin übergab das Puppenbaby energisch an alle, die in das Brustzentrum wollten. Hatte man das Baby einmal auf dem Arm, sollten die Besucher das Gewicht des Kindes schätzen – egal ob bereits Mutter oder unerfahren – viele Gäste haben fleißig geschätzt –manchmal auch daneben. Beim richtigen Tipp gab es kleine Aufmerksamkeiten.

Auch für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt. Grillwürstchen und Steaks waren ebenso gefragt, wie die leckeren Kuchen, die zu Gunsten der Jenny de la Torre Stiftung angeboten wurden.

Den ganzen Nachmittag fanden zudem Führungen in den Kliniken statt – es ging u. a. ins Herzkatherterlabor, zur Ergotherapie und in das Kreißsaal-Hotel. Die Führungen wurden sehr gut angenommen – unter den Besuchern waren auch einige Eltern mit ihren Kindern, die ihren Kleinen den Ort ihrer Geburt gezeigt haben.
Rund um war es ein gelungener Tag – für die zahlreichen Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten.