Erste fast narbenfreie Gallenblasenentfernung in "Single Port -Technik" durchgeführt in der Klinik für Chirurgie in Mitte

Berlin, 23. September 2009

"Eine solide Alternative zur aktuell viel diskutierten NOTES-Technik mit transvaginalem Zugang" sagen die Operateure Dr. Hochkirch und sein Kollege Dr. Häßle.

Die laparoskopische oder auch minimal-invasive OP-Technik unter Verwendung von 3 bis 4 Zugängen/Trokaren durch die Bauchdecke ist gegenwärtig das Standardvorgehen zur Durchführung von Cholezystektomien.

Der Wunsch vieler Patienten und das Streben mancher ambitionierter Chirurgen nach einer weiteren Minimalisierung des Operationszugangs ohne sichtbare Narbenbildung spiegelt sich in den aktuellen Diskussionen zum Thema "Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery" (NOTES). Hierbei werden natürliche Körperöffnungen, wie Mund, Vagina oder After genutzt, um die Gallenblase oder auch den Blinddarm zu entfernt.
Diese zwar bereits am Menschen vielfach als transvaginale Operation durchgeführte Technik ist aber teils immer noch in der experimentellen Phase und wird in der Fachöffentlichkeit z.T. heiß diskutiert.
Als Alternative bietet sich die Single Port Technik an, die ohne Zugangsläsionen an anderen Organen auskommt.

Am 10. September führten die Chirurgen Oberarzt Dr. Häßle und Facharzt Dr. Hochkirch bei einer 44-jährigen Patientin eine fast narbenfreie Gallenblasenentfernung über die Single-Port-Technik durch.
Über einen einzigen ca. 3cm langen Schnitt im Bauchnabel wurde ein spezielles Halterungssystem (Single-Port) eingelegt durch das eine Optik und zwei 5 mm Instrumente gasdicht in die Bauchhöhle eingeführt wurden.
Die Operationszeit betrug knapp 90 Minuten. Nach komplikationsloser Wundheilung war die Patientin bei der Entlassung sehr begeistert über den guten Verlauf und besonders über den winzigen Schnitt im Nabel, der später quasi unsichtbar sein wird.

"Wir freuen uns über den erfolgreichen Eingriff und werden diese Technik weiter verfeinern " sagt Dr. Hochkirch.