Eröffnung erster gefäßchirurgischer Hybrid-Operationssaal am Standort Mitte am 14. Mai 2011

Berlin, 12. Mai 2011



Berlins erster gefäßchirurgischer Hybrid-Operationssaal wird am 14. Mai 2011 in den DRK Kliniken Berlin | Mitte an der Drontheimer Straße 39-40 eröffnet.

„Hybrid“ bedeutet soviel wie zwei in einem. In dem Hightech-OP sind sowohl diagnostische Maßnahmen als auch gefäßchirurgische Eingriffe möglich. Der hochmoderne Saal verfügt über ein flexibel steuerbares, hochauflösendes Durchleuchtungsgerät (Digitale Angiografieanlage), mit dem Gefäße dargestellt werden können sowie über einen knapp drei Meter langen, kipp- und längsverschiebbaren Röntgentisch, der zugleich als Operationstisch dient. Künftig werden hier zum Beispiel Patienten mit lebensgefährlichen Aussackungen der Hauptschlagader mit einem beschichteten Stent, der in der Regel über die Leistenschlagader eingeführt wird, behandelt. Zudem werden Patienten, bei denen Gefäße verstopft sind und wieder eröffnet werden müssen (Ballonkatheter), therapiert. Wenn es der individuelle Fall erfordert, kann der minimal-invasive Eingriff mit einer konventionellen Bypassoperation kombiniert werden.
Der Operateur kann während großer Gefäßoperationen jederzeit Röntgenaufnahmen durchführen. Mit einem „Joystick“ navigiert der Arzt die Röntgenanlage und die optimale Lage des Patienten. Noch während des Eingriffs wird so die Qualitätskontrolle der Behandlung durchgeführt.

„Dringliche Gefäßnotfälle können künftig im neuen OP von ein und demselben Team sowohl diagnostiziert als auch therapiert werden“, sagt der neue Chefarzt der Gefäßchirurgie, Dr. med. Peter Dollinger, der als ausgewiesener Spezialist bereits umfangreiche Erfahrungen mit einem Hybrid-OP mitbringt. Dies bedeutet im Notfall eine deutliche Verkürzung der Zeitspanne bis zur definitiven Behandlung und damit mehr Sicherheit für die Patienten. Zugleich ermöglicht der Hightech-OP kürzere Operationszeiten sowie eine deutlich geringere Strahlenbelastung für Patienten und Personal.

„Durch die neue Technologie kann eine noch schnellere Behandlung gewährleistet werden, was für die Patientinnen und Patienten hohen Komfort bedeutet. Gleichzeitig repräsentiert die moderne Medizin die Kompetenz und den hohen wissenschaftlichen Standard des Klinikums“, so Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister Mitte von Berlin.
Von den im Hybrid-OP nun möglichen minimal-invasiven Behandlungsmethoden profitieren auch viele Patienten, für die eine konventionelle Operation aufgrund ihres Alters und ihrer Begleiterkrankungen nicht mehr in Frage kommt.

Neben dem neuen Hybrid-Operationssaal wurde ein neuer OP-Trakt mit weiteren drei Operationssälen errichtet. Zudem ist eine komplett neue Rettungsstelle an dem Klinikstandort entstanden. Die Behandlungsfläche ist verdoppelt worden auf vier Untersuchungszimmer, einen Schockraum und einen Gipsraum.
Das gesamte Bauprojekt in Mitte hat etwa zehn Millionen Euro gekostet und wurde zum Teil vom Land Berlin finanziert. „Das neue OP-Zentrum und die neue Rettungsstelle bieten erkrankten Berlinerinnen und Berlinern modernste Medizin und werten zugleich den Klinikstandort in Mitte auf. Der traditionelle Schwerpunkt unseres Standortes in Mitte, die Gefäßmedizin, kann damit weiter profiliert und ausgebaut werden. Im Zusammenhang mit der qualitativ hochwertigen Versorgung im Bereich der Lungenerkrankungen können wir damit sowohl wohnortnahe Grundversorgung als auch Spitzenmedizin anbieten“, sagt der Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin, Ralf Stähler. Auch der Bezirksbürgermeister Mitte von Berlin, Dr. Christian Hanke, ist überzeugt, „dass das Klinikum seinen medizinischen, pflegerischen und sozialen Auftrag auch in Zukunft in hervorragender Weise erfüllen wird“.

„Die DRK-Schwesternschaft Berlin und die DRK Kliniken Berlin verfolgen eine ganz besondere Philosophie, die uns von anderen Gesundheitsanbietern unterscheidet“, betont Oberin Heidi Schäfer-Frischmann. Dabei geht es um den Menschen, nicht um Gewinnmaximierung. „Wir reinvestieren in die Gesundheitsversorgung, wir schaffen mit neuen Möglichkeiten neue Leistungen“, so Schäfer-Frischmann. „Damit gelingt es uns, mit den DRK Kliniken Berlin | Mitte einerseits regionale Bedürfnisse zu bedienen, andererseits ermöglicht es uns, durch Angebotsvielfalt einen Standort mit überregionaler Ausstrahlung zu etablieren“, sagt Schäfer-Frischmann.

„Der Neubau des OP-Zentrums und der Notaufnahme sind ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Krankenhaus und Gesundheitsverwaltung“, sagt Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Bauplanungsunterlagen geprüft und die Investitionsmittel in Höhe von 5,8 Millionen Euro bereitgestellt, so die Senatorin. „Das ist erfreulich, denn die Berliner Krankenhäuser haben nach wie vor einen hohen Investitionsbedarf“, sagt Lompscher.

Die Fakten:
Bauzeit inkl. Notaufnahme: 1,5 Jahre
Bauzeit OP-Zentrum: ein Jahr
Investitionsvolumen: etwa zehn Millionen Euro, davon 5,8 Millionen Euro vom Land Berlin
Notaufnahme: Fläche verdoppelt, vier Untersuchungszimmer, ein Schockraum, ein Gipsraum, eigene Vorfahrt für Rettungsfahrzeuge
Geplant: etwa 500 bis 600 Operationen jährlich im Hybrid-Operationssaal
Kosten Hybrid-OP: etwa 2,2 Millionen Euro

Kontakt:
Tanja Kotlorz
Pressesprecherin der DRK Kliniken Berlin
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Tel.: (030) 30 35 - 50 70, Mobil (01520) 157 - 50 70
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E-Mail: t.kotlorz@drk-kliniken-berlin.de


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