Einschwebende Krankenstationen in der Drontheimer Straße - Standort Mitte bekommt Temporärbauten für 2 Jahre

Berlin, 22. Februar 2010

11 mobile Module wurden am 17. Februar als Interimskrankenstationen wegen der Umbau und Renovierungsarbeiten auf dem Gelände der DRK Kliniken Berlin | Mitte installiert





Noch vor Sonnenaufgang ging es los: die Osloer Straße wurde einspurig abgesperrt damit mehrere große Sattelschlepper ihre schwere Fracht abladen konnten.
Mit Hilfe eines gigantischen 250-Tonnen-Krans wurden 11 sogenannte "Module", manche bis zu 16,5 Meter lang und ca 15 Tonnen schwer auf das Gelände gehievt. Ein eindrucksvoller Anblick, wenn die Container so in der Luft hängen, um dann sanft vom Himmel herab zu schweben.

Die Bezeichnung "Container" ist allerdings nicht gerne gehört - "Modul" klingt besser, moderner und auch angemessener, denn wenn man ein solches Bauteil betritt, ist man schon recht erstaunt über die hohe Qualität und Ausstattung: Farbiger Linoleumboden, Nasszellen mit Dusche und Toilette, moderne Fenster und alle medizinisch notwendigen Anschlüsse sind vorhanden.

Herr Henning von der Abteilung Krankenhaustechnik hatte als Projektsteuerer vor Ort alle Hände voll zu tun. Zusammen mit dem Sicherheitkoordinator, Herrn Friedrich und unter den aufmerksamen Augen des Lieferanten der Firma Cadolto wurden die Bauteile langsam auf die Fundamente herabgesenkt, dort verankert und an die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Heizung, Daten etc. angeschlossen. Eine Menge Arbeit für die vielen tüchtigen Handwerker, besonders bei den herrschenden Temperaturen von -5 Grad.

Die Raumzell-Modulbauten bestehen, wie viele moderne Fertighäuser, aus einem Stahlgerüst und isolierten, mit Zement verkleideten Platten und bilden 9 Patientenzimmer (acht 3-Bettzimmer und ein 1-Bettzimmer) und ein paar Zusatzräume (Aufenthaltsraum, Arbeitsraum unrein usw.).

Warum nun der ganze Aufwand? Die Geschäftsführung der DRK Kliniken Berlin hat mit der Unterstützung des Senats aus Mitteln des Konjunkturpaketes II und zusätzlichen Eigenmitteln eine umfassende Sanierung, Renovierung und den Umbau mehrerer Abteilungen am Standort Mitte beschlossen. So sollen z.B. aus den bisherigen 4-Bett-Zimmern komfortable 2-Bett-Zimmer werden.

Im ersten Schritt zieht die Klinik für Abhängigkeitserkrankungen von Chefarzt Dr. Keller von der Station 4 in die Modulstationen. In die dann freien Räume wird eine chirurgische Station ein ziehen. Ziel ist es, die Stationen 7 und 8 und später auch die Stationen 1,2 und 3 komplett zu sanieren. 2012 soll alles fertig sein.