Einladung zum Arzt-Patienten-Gespräch

Berlin, 12. September 2011

Hiermit laden wir Sie herzlich zu den Köpenicker Arzt-Patienten-Gesprächen am Mittwoch, den 14. September von 18 bis 20 Uhr in den Speisesaal ein. Das Thema der Veranstaltung, die von Professor Dr.med. Matthias Pross, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, geleitet wird sind Leisten- und Narbenbrüche, sowie neue Biomaterialien in der operativen Versorgung

Leisten- oder Narbenbrüche (auch Hernien genannt) können in jedem Alter und bei Männern, aber auch bei Frauen auftreten. Solche Brüche der Weichteile kommen in der Regel an Schwachstellen der Bauchdecke vor. Diese Stellen können im Leistenbereich, am Bauchnabel, an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre oder im Bereich alter Operationsnarben vorkommen. Durch einen erhöhten Druck im Bauchraum können an diesen Schwachstellen Aussackungen entstehen. Je nach Größe ist es möglich, dass Fettgewebe aber auch Teile des Darms in diese Bruchstellen eintritt. Äußerlich ist eine Vorwölbung zu erkennen. In einigen Fällen, wenn das Gewebe in der Bruchlücke einklemmt, ist der Zustand gefährlich und die Patienten haben oft große Schmerzen. Lässt sich der  Bruch nicht zurückdrücken, ist dies lebensgefährlich. Eingeklemmte Brüche sind Notfälle, die sofort operiert werden müssen.   

Bei einem Bruch an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre kann der Verschlussmechanismus am Mageneingang nicht ordentlich schließen und es kommt zum Sodbrennen (Refluxerkrankung).

Aus diesem Grunde sollten Hernien, wenn keine gravierenden Gründe dagegen sprechen, immer operiert werden. Gerade kleine Bauchwandbrüche neigen dazu, dass etwas einklemmt und der Zustand sehr schlimm werden kann. Brüche der Weichteile sind die häufigste Operation in der Chirurgie in den Kliniken.

Die operative Versorgung von Brüchen ist in den vergangenen Jahren immer fortschrittlicher geworden. Zur Verstärkung der Heilung (Festigkeit der Bauchdecke) wird sehr häufig ein biokompatibles, gut verträgliches Netz eingesetzt. Dieses baut der Körper um und es entsteht eine feste Narbe. In unserer Klinik werden verschiedene Verfahren zur Hernienversorgung angewendet, die sich nach der Größe und dem Ort der Bruchlücke richten. Auch die moderne Knopflochchirurgie wird in unseren Kliniken angewendet.

In unserer Informationsveranstaltung werden wir die Ursachen der Entstehung von Hernien, mögliche Vorbeugemaßnahmen und die Behandlungsmethoden mit den neuen Biomaterialien darstellen. Dazu möchten wir Sie sehr herzlich einladen.