Berliner Schilddrüsen-Workshop "Chirurgie live" am 28. Mai im Westend - ein Treffen europaweit bekannter Spezialisten

Berlin, 02. Juni 2010



Namhafte Experten demonstrierten ihr chirurgisches Können und präsentierten den neuesten Stand zur Schilddrüsenchirurgie - OP-Schwestern zeigten vollen Einsatz.

Unter der Leitung von Herrn Professor Thomas Steinmüller, Chefarzt der Klinik für Chirurgie der DRK Kliniken Berlin | Westend, und seinem Team fand am Freitag, den 28. Mai ein chirurgischer Workshop auf höchstem wissenschaftlichen Niveau statt. Die Liste der Referenten und Operateure ist ein "Who is who" der Schilddrüsenspezialisten: Prof. Thomas Musholt von der Universitätsklinik Mainz referierte zu neuen Leitlinien der Struma nodosa und zu Zertifizierungsverfahren von Schilddrüsenzentren, Prof. Paolo Miccoli von der Universität Pisa sprach zu neuesten OP-Techniken mit der Ultraschallschere von Ethicon, Prof. Christian Scheuba (Uniklinik Wien) berichtete über Indikation und Technik der Nebenschilddrüsenautotransplantation und Prof. Christoph Nies (Marienhospital Osnabrück) hinterfragte den Einsatz von Neuromonitoring in der Schilddrüsenchirurgie. Der im skandinavischen Raum sehr bekannte Prof. Per Hellmann aus der Uniklinik Uppsala erläuterte neuere Erkenntnisse zur Behandlung des Morbus Basedow.

Die live aus den Operationssälen in den Hörsaal übertragenen Schilddrüsenoperationen mit benigner Indikation wurden mit großem Interesse vom Auditorium aufgenommen.

Ärzte, die das Glück hatten direkt am OP-Tisch den Spezialisten aus aller Welt über die Schulter zu schauen, berichteten von "Bilderbuchoperationen" aber auch von kleineren unerwarteten Überraschungen, die den Livecharakter unterstrichen.
Bewundert wurde z.B. die ungewohnt schnelle, eben irgendwie italienische Art der Operationstechnik von Prof. Miccoli, dem "Pabst" der MIC-Schilddrüsenchirurgie. "Es ist sehr spannend, Einblick zu erhalten in die verschiedenen Herangehensweise, die in anderen Ländern üblich sind" äußerte sich ein Teilnehmer begeistert, der extra aus der Schweiz angereist war.
Unsere am Standort Westend tätige Oberärztin, Frau Dr. Mechthild Hermanns, wurde für ihre besonders saubere Operation einer beidseitigen Struma multinodosa sehr gelobt.

Um eine optimale Assistenz vor dem hochkarätigen Publikum zu gewährleisten, zeigten die chirurgischen OP-Schwestern und Pfleger im ZOP herausragenden Einsatz, manche von ihnen waren extra früher oder sogar aus dem frei gekommen.
Aber auch die Patienten selbst, die aus der normalen Sprechstunde der Klinik für Chirurgie rekrutiert wurden, wollten etwas beitragen zum Gelingen der Veranstaltung: zwei der Damen waren vor dem Eingriff sogar beim Friseur!

Im Anschluss an das Operationsprogramm konnte das interessierte Auditorium in einer Round-table-Diskussion ihre Fragen an die Chirurgen stellen, woraus sich ein angeregter Diskurs mit dem Auditorium entwickelte.

Auch für das Rahmenprogramm mit Büffet und Musik war bestens gesorgt: Auf der Terasse der Aula spielten die "Colours of Jazz", darunter auch Dr. Till Lunenburg vom Team der Chirurgie-Westend.

Eine aus Stuttgart angereiste Ärztin bedauerte, dass der Workshop nur über einen Tag ging. "Es war die best organisierteste medizinische Veranstaltung, die ich je besucht habe". Ein Kompliment, über das sich Professor Steinmüller und sein tüchtiges Team mit Recht freuen können.