Berliner Krankenhaus-Seminar zum Thema Qualität und Transparenz in Pflegeeinrichtungen mit Senatorin Knake-Werner, Ingo Bach vom Tagesspiegel und Peter Kamenz von den DRK Kliniken Berlin | Pflege & Wohnen Mariendorf

Berlin, 26. Mai 2008

„Transparenz stärkt die Qualität in Einrichtungen der Altenpflege“ war die These, die im Mittelpunkt des Berliner Krankenhaus-Seminars am 21. Mai 2008 stand.

Der Vorbereitungsgruppe des Berliner Krankenhaus-Seminars, das sich seit 2006 auch regelmäßig mit Themen des stationären Pflegebereiches beschäftigt, war es gelungen, zu diesem Thema, die für den Pflegebereich zuständige Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Dr. Heidi Knake-Werner, deren Behörde Ende 2007 eine intenet-basierte Veröffentlichung von Kenndaten von über 200 Berliner Pflegeinrichtungen veröffentlichte und den für die fast gleichzeitig erschienene Serie über Berliner Pflegeheime des Tagesspiegels verantwortlichen Redakteur Ingo Bach zu Vorträgen einzuladen.

Beide berichteten über Absichten, Inhalte, Ergebnisse und Perspektiven der jeweiligen Projekte. Hierbei wurde schnell klar, dass weniger der Vergleich von Daten sondern schon allein die Maßnahme der Veröffentlichung an sich, sowie die Bereiterklärung der Träger zur Mitwirkung eine Verbesserung der Wahrnehmung der Qualität sowie der Leistungen von Mitarbeitern und Einrichtungen herbeigeführt hat.
Als problematisch muss allerdings derzeit und weiterhin die Erfassung, Bewertung und der Vergleich vorhandener Daten zur Pflegequalität gesehen werden. Hier ist eine deutliche Verbesserung der Methoden und der Datenlage wünschenswert.

Die anwesenden Fachleute aus den Berliner Pflegeeinrichtungen nutzten den Abend nicht nur für Rückfragen zum eigentlichen Thema sondern auch zu einem offenen Meinungsaustausch mit der politisch verantwortlichen Senatorin und dem Pressevertreter über eine zeitgerechte Versorgung alter und pflegebedürftiger Menschen in Berlin.

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass sowohl die Transparenzoffensive der Senatsverwaltung als auch die Serie des Tagesspiegels ein wirksamer Beginn einer offenen und entkrampften Auseinandersetzung mit der Herausforderung der zukünftigen Gestaltung einer qualitativ hochwertigen pflegerischen und sozial kompetenten Versorgung einer immer größerer werdenden Zielgruppe sind. Aber es gibt noch viel zu tun, um die Qualität verschiedener Einrichtungen objektiv vergleichen zu können.