Arzt-Patienten-Gespräch: Der chronische Schmerzpatient

Berlin, 11. Dezember 2013

Hiermit laden wir Patienten, Angehörige und Interessierte zu unserem nächsten Arzt-Patienten-Gespräch in Köpenick ein. Die kostenlose Informationsveranstaltung zum Thema „Schmerz im Krankenhaus – Der chronische Schmerzpatient“ ist am Mittwoch, dem 11. Dezember 2013 in der Zeit von 18 bis 20 Uhr.

Interessierte können gerne ohne Voranmeldung vorbeikommen. Dr. med. Katrin Gillmann-Bäsell, Fachärztin in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie hält den Vortrag und steht gerne bei Fragen zur Verfügung.

Veranstaltungsort:
DRK Kliniken Berlin | Köpenick
Hörsaal, Haus 5.2
Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Tel.: (030) 3035 – 3000
www.drk-kliniken-berlin.de/apg

>>> Das gesamte Programm finden Sie hier.

Patienten erwarten von der Behandlung im Krankenhaus vor allem eines: die rasche Linderung ihrer Beschwerden und insbesondere der Schmerzen. Schmerzen können dabei sowohl durch die zum stationären Aufenthalt führende Grunderkrankung als auch unabhängig von dieser durch Begleiterkrankungen auftreten.

Entsprechend der Definition der International Association for the Study of Pain (IASP) ist Schmerz ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktuellen oder potentiellen Gewebeschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen solcher Schädigungen beschrieben wird (vgl. Psychrembel: Klinisches Wörterbuch 2007).

Akuter Schmerz hat eine Warnfunktion und ist meist schnell und effektiv behandelbar. Wesentlich schwieriger gestaltet sich die Behandlung chronischer Schmerzen. Hier hat der Schmerz diese Warnfunktion verloren und ist zu einem komplexen eigenständigen Krankheitsbild geworden.

Chronische Schmerzpatienten wissen, dass der Schmerz nicht nur ihre physische Gesundheit sondern auch ihr psychisches Befinden erheblich beeinflusst und weit reichende Wirkung bis in die Familie und den Arbeitsprozess haben kann, teils sogar die Existenz bedrohende Formen annehmen kann.

Für Menschen mit chronischen Schmerzen kann daher ein Krankenhausaufenthalt die Chance zur Einleitung, Überprüfung und Optimierung der Schmerztherapie sein, wenn die im stationären Bereich bestehenden Möglichkeiten für einen multimodalen Therapieansatz genutzt werden. Dies erfordert insbesondere in kritischen Fällen eine enge Zusammenarbeit zwischen den die Grunderkrankung behandelnden Ärzten, Schmerz- und Physiotherapeuten sowie Psychologen und Mitarbeitern des Sozialdienstes.

Genau so wichtig ist es aber auch, bestehende Gefahren im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes zu erkennen und zu verhindern. Dazu gehört vor allem die Vermeidung unnötiger Therapiewechsel bei einem gut funktionierenden Therapiekonzept.

Insbesondere chronische Schmerzpatienten können selbst aktiv dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte im Bezug auf ihr Schmerzproblem effektiv zu nutzen. Wichtig sind z.B. die genaue Kenntnis und Weitergabe der Information über die aktuell eingenommenen Medikamente sowie die Vermittlung wesentlicher Informationen über bisher durchgeführte schmerztherapeutische Behandlungen.

Die Therapie chronischer Schmerzen ist langwierig und schwierig. Sie erfordert Geduld und Vertrauen von Patient, Angehörigen und Therapeuten. Eine enge Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich ist für eine erfolgreiche Therapie unumgänglich.

Kontakt:
DRK Kliniken Berlin | Köpenick
Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Tel.: (030) 3035 - 3310