Am Mittwoch, 29.10.2008, fanden im Hörsaal des Westend die Berliner Wirtschaftsgespräche zum Thema "Die Zukunft der Deutschen Krankenhäuser" statt.

Berlin, 31. Oktober 2008

Finanzsenator Thilo Sarrazin sowie hochrangige Vertreter aus der Krankenhauswirtschaft diskutierten als Podiumsgäste die zukünftigen wirtschaftlichen Regelungen im Krankenhaussektor.

Von: Angela Kijewski





Wie schon in den Vorjahren, hatten sich die DRK Kliniken Berlin auch diesmal gerne als Gastgeber für die Veranstaltung der Berliner Wirtschaftsgespräche zur Verfügung gestellt.
Im traditionsreichen Hörsaal der DRK Kliniken Berlin | Westend fanden sich am vergangenen Mittwoch rund 150 geladenen Gäste ein.

Prof. Dr. Thomas Kersting, Geschäftsführer und Sprecher der DRK Kliniken Berlin, begrüßte die Anwesenden herzlich und stellte dem Publikum die Podiumsgäste vor.
"Die Zukunft der Deutschen Krankenhäuser" sollte das gewichtige Thema der Diskussion sein und dem Auditorium die aktuellen Regelungen im Gesundheitswesen und besonders im Krankenhaussektor näher bringen.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke, Professor für Finanzwirtschaft und Gesundheitsökonomie, entwickelte sich eine rege Diskussion zwischen Finanzsenator Thilo Sarrazin und den Geschäftsführern führender Krankenhausunternehmen: Prof. Dr. Ulrich Frei (Ärztl. Direktor der Charité), Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve (Direktor der Vivantes GmbH), Jörg Reschke (Geschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH, Prof. Dr. Thomas Kersting (Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin) sowie Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Erörtert wurden insbesondere die Themenkreise: Zusammenhang zwischen staatlicher Krankenhausplanung und Finanzierung, der kommende Gesundheitsfond und die Qualität in der Medizin und deren Transparentmachung.

Zum Thema Ausgestaltung der zukünftigen Krankenhausfinanzierung für den Bereich der Investitionen stand insbesondere der Wechsel von der Dualistik zur Monistik und dessen Konsequenzen auf die Verantwortlichkeiten zur Krankenhausplanung zur Diskussion.

Die Folgen des Gesundheitsfonds vermochte noch niemand abschließend einzuschätzen, man war sich aber einig, dass allein von dort die prekäre Finanzlage nicht zu beheben sei.

Einig war man sich auch über die Tatsache, dass die Qualität der Medizinischen Versorgung in Zukunft ein wichtiges Kriterium auch bei der Vergabe von Versorgungsaufträgen für Krankenhäuser darstellen kann. Allerdings ist weiterhin offen, wie das im Einzelnen geregelt werden kann.
Hierbei wurden auch die Ansätze der HELIOS Kliniken mit der Initiative Qualitätsmanagement sowie das in den DRK Kliniken Berlin seit 2002 erfolgreich eingeführte Qualitätsmanagement mit der Zertifizierung durch die Joint Commisson International diskutiert.

Die anschließenden Fragen aus dem hoch karätig besetzten Publikum bezeugten das rege Interesse an diesen Themen.
Gegen 22:00 mündete der spannende Wirtschaftsabend in ein gemeinsames Zusammensein bei einem kleinen Buffet.