1. Internationaler Tag der Patientensicherheit

Berlin, 17. September 2015

Chefarzt Professor Dr. med. Thomas Steinmüller operiert

Am 17. September 2015 findet der 1. Internationale Tag der Patientensicherheit statt. Auch den DRK Kliniken Berlin ist die Sicherheit unserer Patienten oberste Verpflichtung und immer wieder neuer Ansporn zugleich. Unsere Patienten können sich zum Beispiel darauf verlassen, dass wir alles dafür tun, dass es nicht zu falschen Behandlungen oder Eingriffsverwechselungen kommt.

Unser erstes Patientensicherheitsziel lautet demnach: Jeder Patient bekommt gleich zu Beginn seines Klinikaufenthaltes ein Armbändchen, auf dem der Name und das Geburtsdatum stehen. Das Bändchen dient der eindeutigen Identifizierung. Durch das aktive Befragen der Patienten vor Eingriffen nach dem Namen und dem Geburtsdatum und durch das Abgleichen mit der Patientenakte sollen mögliche Verwechslungen ausgeschlossen werden.

Eingriffsverwechselungen sollen auch vermieden werden durch die schriftliche Aufklärung des Patienten und die Markierung des Operationsgebietes unter Einbeziehung des Patienten, bei paarig angelegten Organen. Der Operateur überprüft nochmal vor dem Eingriff das markierte OP-Gebiet. Durch das so genannte "Team-Time-Out“ unmittelbar vor dem Eingriff soll nochmal alles genau überprüft werden. Das gesamte OP-Team wird einbezogen in die Fragen: „Ist es der richtige Patient? Ist es der richtige Eingriff? Ist es die richtige Seite? Welche kritischen Schritte sind zu erwarten? Welcher Blutverlust ist zu erwarten? Ist ein Antibiotikum verabreicht worden?“

Eine verbesserte effektive Kommunikation wird durch das so genannte „Write and Read-Back“-Verfahren erzielt. Das Aufschreiben, Vorlesen und Bestätigen von Anordnungen oder Untersuchungsergebnissen vom Empfänger garantiert eine bessere Sicherheitskultur.

Ein weiteres Patientensicherheitsziel bezieht sich auf den sicheren Umgang mit potentiell gefährlichen Medikamenten und Hochrisikomedikamenten. So genannte Zytostatika (Krebsmittel) haben spezielle Aufkleber. Die Herstellung und Plausibilitätsüberprüfung findet durch die Apotheke statt. Konzentrierte Elektrolytlösungen und Infusionen werden in abgeschlossenen Schränken separat gelagert – um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Verringerung des Risikos von behandlungsassoziierten Infektionen ist ebenfalls ein wichtiges Patientensicherheitsziel. In den DRK Kliniken Berlin werden Mitarbeiter anhand der Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geschult. Darin wird genau festgelegt, wann die Hände desinfiziert werden müssen, zum Beispiel nach jedem Kontakt mit potentiell infektiösem Material, nach jedem Patientenkontakt und vor jedem Patientenkontakt.

Wir reduzieren auch das Verletzungsrisiko durch Stürze unserer Patienten und Pflegeheimbewohner. Dazu werden notwendige vorbeugende Maßnahmen durchgeführt, um Stürze zu vermeiden bzw. Sturzfolgen zu minimieren. Bei jedem Patienten wird die Sturzgefährdung ermittelt. Gemeinsam mit dem Patienten werden individuelle Sturzauslöser und Maßnahmen zur Vermeidung besprochen. Sollte es doch zu einem Sturz kommen, wird dieses Ereignis ausgewertet um die Sturzprophylaxe weiter zu verbessern.

Unser Ziel ist es, die Krankenversorgung tagtäglich so zu gestalten, dass die Patienten bestmöglich betreut sind. Daher lassen wir uns als Klinikverbund auch immer wieder „auf Herz und Nieren“ in allen Kliniken überprüfen. Erst im März sind die DRK Kliniken Berlin mit dem Qualitätssiegel KTQ ausgezeichnet worden. KTQ steht für Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen. Überprüft wurden sechs KTQ-Kategorien: Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Kommunikations- und Informationswesen, Führung und Qualitätsmanagement.

Wir wollen, dass unsere Patienten gut und sicher versorgt werden.

Kontakt:
Claudia Grobe
Leiterin Qualitätsmanagement
Tel.: 030 / 3035 - 4907
Fax: 030 / 3035 - 4909
c.grobe@drk-kliniken-berlin.de