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DRK Kliniken Berlin | Westend
Förderverein Kunst
c/o Verwaltungsleitung
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Wegbeschreibung
Tel.: (030) 3035 - 4805
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Vorsitzender
Prof. Dr. Bodo Niggemann
Kuratorin und Programmverantwortliche
Dr. Anne Marie Freybourg
Kunstpraxis Berlin
Eröffnung der Dokumentationsausstellung in den DRK Kliniken Berlin | Westend am 15. Juni
Einladung zur Eröffnung und Vortrag der Dokumentationsausstellung
„70. Jahrestag des Entzugs der Approbationen aller jüdischen Ärztinnen und Ärzte 1938“
Am Mittwoch, den 15. Juni findet um 18 Uhr im Foyer Hochhaus, Ebene 22, die Eröffnung der Ausstellung zum "70. Jahrestag des Entzugs der Approbationen aller jüdischen Ärztinnen und Ärzte 1938" mit Vortrag statt.
Das bei seiner Eröffnung als Musterkrankenhaus weit gerühmte Westend Krankenhaus hat im Jahre 2004 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass wurden der „Historische Weg“ mit den vor den Gebäuden stehenden Informationstafeln zur Medizin- und Bau-Geschichte der Klinik installiert und die Festschrift „100 Jahre Kliniken Westend 1904 – 2004“ veröffentlicht.
Bei den neuen Recherchen zur geplanten Ausstellung über die Medizin- und Architekturgeschichte haben sich weitere Erkenntnisse ergeben, wie die DRK Kliniken Berlin | Westend von der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik betroffen war.
Hier wurden, wie auch in einigen anderen Berliner Krankenhäusern, gemäß dem im Juli 1933 erlassenen „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ Zwangssterilisationen durchgeführt. Der jüdische Arzt Dr. Alfred Peyser musste emigrieren und der chirurgische Chefarzt Prof. Dr. Arthur Woldemar Meyer beging zusammen mit seiner jüdischen Frau 1933 Selbstmord. Alle bisherigen Rechercheergebnisse machen uns immer wieder deutlich, wie wichtig der Blick in die Geschichte ist.
Der Förderverein „Kunst im Westend“ ist stolz, die Dokumentationsausstellung „70. Jahrestag des Entzugs der Approbationen aller jüdischen Ärztinnen und Ärzte 1938“ von der Bundesärztekammer für einige Wochen übernehmen zu können. Mit der Ausstellung soll ein wichtiges Stück Geschichte für alle Mitarbeiter, Besucher und Patienten in Erinnerung gerufen werden. Der Förderverein unterstützt damit auch die Geschichtsarbeit in den DRK Kliniken Berlin | Westend, die ein Teilbereich der Arbeit des Fördervereins ist.
Einführung:
Frau Ursula Ebell und Dr. Hansjörg Ebell, München,
Kuratoren und Initiatoren der Ausstellung
Vortrag:
Dr. Rebecca Schwoch, Institut für Geschichte und
Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
Vom jüdischen Deutschen zum „fremdrassigen Element“
- Zur Verfolgung jüdischer Ärzte im Nationalsozialismus
Die Ausstellung ist für sechs Wochen, bis Ende Juli
im Foyer Hochhaus, Ebene 22 und in der
Eingangshalle der Frauenklinik zu sehen.
Bernd Koberling - Lichtfülle
„Kunst im Westend“ freut sich sehr, den international bekannten Maler Bernd Koberling (Berlin, 1938) für eine Ausstellung gewonnen zu haben.
Die Ausstellung zeigt großformatige Aquarelle, die in den letzten Jahren entstanden sind. Der Betrachter kann Koberlings intensive Wahrnehmung und Erfahrung der Natur durch die Bilder geradezu miterleben. Koberling schafft Farbfiguren und Farbgefüge, die ein Gefühl von Lebendigkeit und Gelassenheit vermitteln.
Fotografien isländischer Landschaft von Christina Gartner-Koberling ergänzen die Ausstellung.
Ausstellungsdauer
Mai bis Dezember 2011
Ausstellungsorte
Chirurgische Stationen 1b und 4b und Casino, Hochhaus, Ebene 22.
Geöffnet während der üblichen Krankenhaus-Besuchszeiten.
Marwan - Radierungen
Marwan, in Damaskus geboren, kam nach dem Studium der Arabischen Literatur 1957 zum Studium der Malerei nach Berlin.
Von 1980 bis 2002 war er Professor für Malerei an der Hochschule der Künste Berlin.
Marwan ist ein Brückenbauer zwischen der Weisheit des Orients und den Gefühlen und Bedürfnissen der westlichen Welt des 20. Jahrhunderts.
Das persönliche Gesicht ist für Marwan immer menschheitliches Motiv wie auch intime Landschaft. Aus dieser Spannung entwickelt der Künstler zunehmend eine Abstraktheit des Gesichts. Es sind allgemeine, existentielle Spuren, die nun das Anlitz kennzeichnen. Besonders in seinen Radierungen wird dies eindrucksvoll sichtbar.
Wir freuen uns, über 90 Werke, von den 1960er Jahren bis heute, zeigen zu können und damit Marwans 75. Geburtstag zu feiern.
"Spuren der Schnitte" - Ausstellung von Matthias Mansen

Als zu Beginn der 80er Jahre eine neue Welle figürlicher Malerei die deutsche Kunst prägte, hat sich Matthias Mansen (*1958) bewußt der spröden und sperrigen Technik des Holzschnittes zugewandt. Durch diese Hinwendung zum fast vergessenen Holzschnitt ist Mansen zu einem intelligent experimentierenden, gleichsam forschenden Erneuerer dieser künstlerischen Technik geworden.
Mansen arbeitet nicht mit herkömmlichem Werkzeug, benutzt nicht extra für den Druckvorgang hergestellte Holzstöcke, sondern einfache, gefundene Holzplatten und er zieht die Drucke immer selbst von Hand ab. Dies sind interessante handwerklichen Erweiterungen. Mansen eröffnet dem Holzschnitt aber völlig neuartige Dimensionen, indem er das bildnerische Denken von Collage, filmischer Montage und Fotografie in seine Arbeitsweise integriert. Mansen läßt in seinen Drucken den Bildraum auf überraschende Weise entstehen, da verschiedene Holzplatten collageartig wie Bildbruchstücke und mit wechselnden Perspektiven zu einem offenen Bildraum geschichtet und geordnet werden. Es wird auch eine zeitliche Dimension eingeführt. Druckserien, die manchmal vier oder mehr Blätter umfassen, zeigen von Bild zu Bild, wie sich eine Situation durch hinzukommende Menschen und Gegenstände verändert. Ohne ins Anekdotische abzugleiten entsteht zum Beispiel von "Küche 1. Zustand" bis zu "Küche 5. Zustand" oder beim Gang durch den Eichenwald von Bild A bis zu Bild D eine erzählerische Bildstruktur.
In anderen Werken hat Mansen die holzschnittypische Umrissform der Gegenstände und Figuren aufgelöst. Gegenstände und Figuren erscheinen dann als fast realistisch wirkende Abbilder, weil Mansen sie ganz nach dem Widerschein eines imaginären Lichtreflexes in das Holz schneidet. "Mansen gelingt es, über die Einsicht in den Herstellungsvorgang das Sehen zu einem Erlebnis werden zu lassen", hat der Kunsthistoriker Andreas Franzke geschrieben. Deshalb beschäftigt sich Matthias Mansen auch bevorzugt mit ganz alltäglichen, fast banalen Motiven, wie Essen, Küchengeräte, Haus, Treppe, Schlafzimmer oder Tiere, um nicht von der Konzentration auf die Wahrnehmung abzulenken.
Nach großen Museumsausstellungen in den letzten Jahren (z.B. Hamburger Kunsthalle), gewöhnt an die internationale Öffentlichkeit reizte es Matthias Mansen seine Werke in einer anderen, herausfordernden Umgebung auszustellen. Wir freuen uns darauf, diese umfangreiche Ausstellung mit Werken von 1988 bis heute in den DRK Kliniken Berlin I Westend erstmalig zeigen zu können.
Die Ausstellung ist täglich zu besichtigen
in den DRK Kliniken Berlin I Westend
Casino im Hochhaus, 2. Stock und auf den Stationen 1b und 4b.
Anfragen und Kontakt
Dr. Anne Marie Freybourg
für Kunst im Westend e.V. – eine Initiative der DRK Kliniken Berlin | Westend
freybourg @snafu.de
Telefon: 0178-52 09 303











