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Tipps für die Reiseapotheke

Berlin, 30. Januar 2012

Von: Dr. Rainer Brackertz


Dr. Rainer Brackertz, Leiter der Apotheke der DRK Kliniken Berlin, gibt Tipps für Ihre Reiseapotheke
Foto: DRK Kliniken Berlin


Auch für den Winterurlaub sollte die Reiseapotheke gut gepackt sein
Foto: © Ralph Punga-Kronbergs/Pixelio

Ob Verstauchung, Schnittverletzung oder Fieber – auch im Winterurlaub kann man gesundheitliche Probleme bekommen. Vom 30. Januar bis zum 4. Februar 2012 sind in Berlin die Winterferien und viele nutzen die Gelegenheit, noch mal zu verreisen. Doch was packt man am besten in die Reiseapotheke ein?  Der Leiter der Apotheke in den DRK Kliniken Berlin, Dr. Rainer Brackertz, gibt wichtige Tipps, damit der Urlaub die schönste Zeit im Jahr bleibt.

„Seit einigen Jahren erstreckt sich die touristische Saison über das gesamte Kalenderjahr. Von daher sind bei der Zusammenstellung einer Reiseapotheke mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind, vor allem die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung am Zielort, eventuell dort häufig auftretende Erkrankungen, die Klimabedingungen und die vorhandene Dauermedikation.

Als Basisausstattung für die Reisapotheke empfehle ich, jeweils ein Präparat aus den folgenden Medikamentengruppen mitzunehmen:

  • Schmerz- und Fiebermittel,
  • Durchfallmittel und Mittel zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten bei Durchfall,
  • Wunddesinfektionsmittel,
  • Arzneimittel, die Erkältungsbeschwerden (Husten, Schnupfen, Heiserkeit) lindern,
  • Augentropfen bei Reizungen verschiedener Ursache,
  • Salbe oder Gel gegen Verstauchungen und Prellungen,
  • Wund- und Heilsalbe,
  • Mittel bei Insektenstichen und Sonnenbrand,
  • Pflaster und Verbandszeug,
  • Fieberthermometer.

Alle übrigen denkbaren Bestandteile einer Reiseapotheke richten sich nach dem individuellen Bedarf der Patientin oder des Patienten. Am wichtigsten ist natürlich, die Hausmedikation (Dauermedikation) in ausreichender Menge einzupacken. Daneben können nach Bedarf noch andere Medikamente und Hilfsmittel die Reiseapotheke ergänzen:

  • Mittel gegen Übelkeit auf Reisen („Reisekrankheit“),
  • Mittel zur Insektenabwehr,
  • Arzneimittel zur Malaria-Prophylaxe,
  • Ersatzausstattung für Brillen und Kontaktlinsen,
  • Geeignete Sonnenschutzmittel.

Steht am Zielort nicht durchgehend sauberes Wasser zur Verfügung, sollte man ein Wasserentkeimungsmittel mitnehmen. Zu den entsprechenden Handelspräparaten werden die Kolleginnen und Kollegen in den öffentlichen Apotheken Sie gerne informieren.

Wohin Sie auch reisen, ich wünsche Ihnen einen guten Verlauf und eine gesunde Heimkehr!“