Kommen Sie schnell zum Ziel - mit dem Tor zu den DRK Kliniken Berlin.
Kontakte
Zentrale Rufnummern
DRK Kliniken Berlin | Köpenick
Tel.: (030) 3035 - 3000
weitere Kontaktdaten
DRK Kliniken Berlin | Mitte
Tel.: (030) 3035 - 6001
weitere Kontaktdaten
DRK Kliniken Berlin | Westend
Tel.: (030) 3035 - 0
weitere Kontaktdaten
DRK Kliniken Berlin
Wiegmann Klinik
Tel.: (030) 3035 -5755
weitere Kontaktdaten
DRK Kliniken Berlin
Park - Sanatorium Dahlem
Tel.: (030) 3035 - 2400
weitere Kontaktdaten
DRK Kliniken Berlin
Pflege & Wohnen Mariendorf
Tel.: (030) 3035 - 5400
weitere Kontaktdaten
Suche
Aktuelles
Soziale Unterstützung bei Krebs
Fast jeder ist in seinem Leben direkt oder indirekt von den Folgen einer Krebserkrankung betroffen....
Symposium KinderUrologie
Das Deutsche KinderUrologieZentrum Berlin (DKUZB) lädt Fachmediziner ganz herzlich zur...
Lesung aus einem Mutmachbuch
Mit dem humoristischen Buchtitel „Platzverweis für eine Erbse“ hat die Autorin und Betroffene...
Krebskongress: Neue Therapien gegen Lungenkrebs
Fast eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer Krebserkrankung. Ab morgen, Mittwoch dem 22. Februar bis zum Samstag, den 25. Februar 2012 treffen sich im Berliner Internationalen Congress Centrum (ICC) Experten zum größten europäischen Krebskongress. Der 30. Deutsche Krebskongress der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) findet unter dem Motto „Forschung fördern - Qualität sichern“ statt. Auch Fachmediziner und Fachkrankenschwestern der DRK Kliniken Berlin werden dort über verschiedene Krebserkrankungen informieren. Die DRK Kliniken Berlin verfügen zum Beispiel an ihrem Klinikstandort Mitte an der Drontheimer Straße 39-40 über ein von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziertes Lungenkrebszentrum. Der Leiter, Professor Dr. med. Peter Dorow, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Lungenkrebs:
Wie viele Berliner erkranken am Lungenkrebs im Jahr?
Professor Dr. med. Peter Dorow: Der Lungenkrebs stellt mittlerweile in Deutschland sowohl für Männer als auch für Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung dar. Bei etwa 14 Prozent aller Krebsneuerkrankungen der Männer handelt es sich um Lungenkrebs, während er bei Frauen sieben Prozent aller bösartigen Neubildungen ausmacht. Jährlich erkranken etwa 2.800 Berliner an Lungenkrebs.
Was ist die häufigste Ursache für Lungenkrebs?
Professor Dr. med. Peter Dorow: Bei der Entstehung von Lungenkrebs wirken viele verschiedene Faktoren zusammen. In erster Linie sind dies schädigende Substanzen, die eingeatmet werden. Nach und nach werden die Zellen des Lungengewebes umgewandelt. Es entstehen Krebszellen. Die meisten Ursachen hängen mit dem Tabakrauchen zusammen. Schadstoffe in Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen enthalten mehr als 4.000 verschiedene Substanzen, von denen mindestens 70 krebsauslösend sind. Der bei weitem wichtigste Risikofaktor ist nach wie vor der Nikotinkonsum. Darüber hinaus gibt es aber auch verschiedene Substanzen, die zum Beispiel am Arbeitsplatz oder aus der Luft eingeatmet werden und krebsauslösend wirken können. Das Rauchen steht jedoch an erster Stelle der schädlichen Stoffe.
Wie kann man sich gegen Lungenkrebs schützen?
Professor Dr. med. Peter Dorow: Gegen Lungenkrebs kann man sich schützen, indem die wichtigsten Risikofaktoren reduziert werden. Der wichtigste Risikofaktor für den Lungenkrebs ist der Zigarettenkonsum. 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind darauf zurückzuführen. Mit steigender Zahl der täglich gerauchten Zigaretten und mit zunehmender Dauer nimmt das Risiko für Lungenkrebs deutlich zu. Auch das Passivrauchen muss hierbei genannt werden, denn wer mitraucht, atmet ebenfalls krebsauslösende Stoffe ein.
Am Arbeitsplatz können verschiedene schädliche Substanzen, wie Arsen, Asbest, Chrom, Nickel, Beryllium und Cadmium eingeatmet werden. Eine frühzeitige Diagnosesicherung ist entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf vom Lungenkrebs.
Was zeichnet ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum aus?
Professor Dr. med. Peter Dorow: In einem Lungenkrebszentrum arbeiten Spezialisten verschiedener Fachgruppen zusammen. Das sind Internisten, Pneumologen, Thoraxchirurgen, Pathologen, Radiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Psychoonkologen, Fachschwestern, niedergelassene Kollegen sowie weitere Experten, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam eine optimale Betreuung für die an Lungenkrebs erkrankten Personen zu erreichen. Im Rahmen von interdisziplinären, wöchentlichen Tumorkonferenzen besprechen alle Experten zusammen die Fälle der Patienten, sodass gemeinsam der bestmögliche und individuell zugeschnittene Behandlungsplan erstellt wird.
Unser Lungenkrebszentrum ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Der hohe Qualitätsstandard wird regelmäßig überprüft.
Welche modernen Behandlungsmethoden gegen Lungenkrebs gibt es?
Professor Dr. med. Peter Dorow: Derzeit bestehen Therapievorschläge nicht mehr nur aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Im Lungenkrebszentrum erstellen wir für jeden Patienten die bestmögliche, auf ihn abgestimmte Therapie. Der Trend geht dabei zu maßgeschneiderten Behandlungen. Es werden bereits bei Diagnose die Gewebeproben vom Pathologen untersucht und genetische Analysen erstellt, die verschiedene individuelle Therapiemöglichkeiten aufzeigen.
Durch Lasertherapie ist es heute möglich, bösartiges Gewebe unter Sicht abzutragen. Dafür wird eine Lasersonde in das Bronchialsystem eingeführt. Mit der endobronchialen Bestrahlung nach dem Afterloading-Prinzip wird eine Sonde in das Bronchialsystem eingeführt. Bösartiges Gewebe kann unter Sicht des Bronchoskops in Zusammenarbeit mit dem Strahlentherapeuten bestrahlt werden, wobei umliegendes Gewebe geschont wird. Eine weitere Methode ist die Stentimplantation. Ein flexibles Rohrsystem wird in den Körper eingesetzt, damit die Luftröhre oder die Bronchien offen bleiben und der Patient besser atmen kann.
Vielen Dank für das Interview! Bei weiteren Fragen stehen unsere Experten Ihnen gerne zur Verfügung.
Die Adresse der Klinik
DRK Kliniken Berlin | Mitte
Lungenkrebszentrum
Drontheimer Straße 39-40
13359 Berlin
Tel.: (030) - 3035- 6000








