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Berlin, 01. November 2017

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat besuchte unsere stationäre Einrichtung für Multimodale Schmerztherapie am Standort Westend




Schmerz lass nach: In den DRK Kliniken Berlin | Westend können Patientinnen und Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, seit Anfang dieses Jahres zusätzlich zu den bestehenden Angeboten eine Multimodale Stationäre Schmerztherapie in Anspruch nehmen. Wie solch eine Behandlung im Detail abläuft – darüber informierte sich Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am vergangenen Freitag bei unseren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Viele Betroffene

Nachdem unser Geschäftsführer Dr. Christian Friese und Patricia Over, kaufmännische Leiterin, den Standort Westend und sein Leistungsspektrum kurz vorgestellt hatten, erläuterte Oberärztin Dr. med. Ute Friedrichs das Behandlungskonzept der Multimodalen Stationären Schmerztherapie. „Wir sind eine kleine Abteilung, Mitte Januar haben wir unsere Arbeit aufgenommen“, sagte sie, „knapp einhundert Patienten haben wir seitdem behandelt.“

Chronische Schmerzen würden in Deutschland sehr häufig auftreten, „sie haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit“. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen sei die „Warnfunktion“ verloren gegangen und der Schmerz entwickelt sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild. „Hierbei spielen neben körperlichen Faktoren auch psychische und soziale Faktoren eine tragende Rolle – wir Mediziner sprechen von einer 'Schmerzchronifizierung'“, sagte Dr. Friedrichs. „Patientinnen und Patienten, die zu uns in die Klinik kommen, bringen oftmals eine sehr lange Krankheitsgeschichte mit. Wir sind wie Detektive, die dann nach der richtigen Spur suchen, das ist sehr zeitaufwendig.“

Interdisziplinäres Team

Bei der 16-tägigen stationären Behandlung wird eng mit der Wiegmann Klinik für Psychogene Störungen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zusammengearbeitet. „Das ist unser fester Partner“, sagte Dr. Friedrichs – und übergab das Wort an den Ärztlichen Leiter und Chefarzt Dr. med. Robert Smolka. Mit ihm kam eine rege Diskussion darüber auf, ab wann eine Behandlung von chronischen Schmerzen als erfolgreich gewertet werden könne. „Die chronischen Schmerzen sind nach 16 Behandlungstagen nicht vollkommen weg, das geht überhaupt nicht“, so Dr. Smolka. „Sie nehmen allerdings ab und es finden sich wieder Perpektiven zur Verbesserung der Lebensqualität, davon berichten uns die Betroffenen. Das ist als Erfolg zu werten, wenn man doch bedenkt, dass sie oftmals über Jahre an sehr großen Schmerzen leiden.“

Ein interdisziplinäres Team kümmert sich am Westend um die chronischen Schmerzpatientinnen und -patienten: Ergo- und Kunsttherapeuten, Sporttherapeuten, Physiotherapeuten und Psychotherapeuten gehören unter anderem dazu. „Wir erstellen für jeden einen individuellen Therapieplan – mit Einzelsitzungen, Gruppentherapien, Bewegungseinheiten und Arztgesprächen“, sagte Dr. Friedrichs.

Rundgang durch die Behandlungsräume

Nach dem offenen Gespräch, in dem es auch darum ging, dass die schmerztherapeutische Versorgung in Berlin ausgebaut werden müsse – „das nehme ich als Anregung mit“, so Senatorin Kolat – stand ein Rundgang durch die Behandlungsräume an. Dabei kam die SPD-Politikerin auch mit Patientinnen und Patienten ins Gespräch, die an einer achtsamkeitsbasierten Kunsttherapie teilnahmen. Wie zufrieden sie seien und ob die Schmerzen denn nachlassen würden, wollte Herr Thomas Isenberg, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., wissen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte ein Patient. „Meine Schmerzen sind weniger geworden.“ „Mir geht es auch besser“, sagte eine Patientin. „Auch wenn mir das mit der vielen Bewegung immer noch nicht leicht fällt.“

Ein Lob gab es zum Schluss noch von Dr. Friese: „Mich begeistert die Leidenschaft unserer Kolleginnen und Kollegen für ihre Tätigkeit. Da bin ich wirklich dankbar.“ Federführend entwickelt und implementiert wurde die Multimodale Stationäre Schmerztherapie von Dr. Friedrichs und ihrer Kollegin Dr. med. Dania Pauli-Magnus, Fachärztin für Anästhesie.