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Keine Zeit verlieren - Therapie von Epilepsien bei Kindern

Berlin, 08. Februar 2016

Am 8. Februar 2016 ist der Internationale Epilepsietag.


Dr. med. Axel Panzer


Erst ein dreiviertel Jahr war Alexej (Name geändert) alt, als er gemeinsam mit seinen Eltern aus Fernost von der weit entfernten russischen Insel Sachalin zu Dr. med. Axel Panzer nach Berlin reiste. Über 7.600 Kilometer und neun Stunden Zeitverschiebung trennen die russische Insel Sachalin, die nördlich von Japan liegt, von Berlin. Das Baby erlitt eine Hirnblutung und entwickelte infolge dessen eine Epilepsie.

Seine Eltern erfuhren über Elternverbände von dem renommierten Kinderarzt Dr. Panzer, der das Epilepsie-Zentrum für Kinder und Jugendliche in den DRK Kliniken Berlin | Westend leitet. Er konnte Alexej mit einer ketogenen Diät weiterhelfen – eine Therapieform, die in Alexejs Heimat nicht etabliert ist. Die spezielle Ernährung (reich an gesunden Fetten, zuckerfreie Kost) veranlasst den Körper, sog. Ketonkörper zu produzieren. Mit dieser alternativen Energiequelle kann die Frequenz epileptischer Anfälle stark reduziert werden. Gemeinsam mit Ernährungsberaterin Mandy Ziegert klärte er die Eltern auf und erstellte für Alexej einen Ernährungsplan, damit sie ihren Sohn auch in Russland weiter therapieren können.

Die ketogene Diät ist eine traditionelle Behandlungsform, die lange Zeit aus dem Therapiespektrum verschwunden war. Als eine der ersten Kliniken führten die DRK Kliniken Berlin | Westend diese Behandlung bereits 1996 ein.

Durch die langjährige Erfahrung verfügen Dr. Panzer und sein Team über hohe Expertise, erst kürzlich wurden die DRK Kliniken Berlin | Westend von Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin als meistempfohlenes Berliner Krankenhaus für die Behandlung von Epilepsien im Kinder- und Jugendalter ausgezeichnet, ebenso mit dem Focus Siegel „Top Mediziner Epilepsie“.

Bei der Therapie von Kindern muss schnell gehandelt werden, denn der Erfolgsdruck ist groß. Die Entwicklung des Kindes steht auf dem Spiel, Zeit, die es später nicht mehr aufholen kann. Ziel ist es deshalb, die Löcher in der Entwicklung so klein wie möglich zu halten und eine Senkung des IQs (Intelligenzquotienten) zu vermeiden. Epilepsien sind bei Kindern radikaler als bei Erwachsenen. Sie können sich rasch dramatisch zuspitzen aber auch über die Zeit völlig zum Stillstand kommen.

Circa 50 Prozent der an Epilepsie erkrankten Patienten, die der Kinderarzt behandelt, haben eine Epilepsie, aber es geht ihnen sonst gut. Das Epilepsie-Zentrum ist hier ein Begleiter über die Zeit: Ziel ist es, dass die Kinder anfallsfrei werden und den angestrebten Entwicklungsstand erreichen. Bei reifungsabhängigen Erkrankungen ist sogar irgendwann das Absetzen der Medikamente möglich. Die Epilepsieformen der jungen Patienten sind sehr unterschiedlich.

Ein anderes Beispiel ist Lukas (Name geändert), dessen Schulleistungen immer schlechter wurden. Dr. Panzer konnte bei dem Viertklässler, der nie einen Anfall hatte, im EEG epileptische Aktivitäten im Gehirn nachweisen. Eine erfolgreiche Kortisonbehandlung half dem Kind zurück ins beschwerdefreie Leben. Ihr Sohn war plötzlich wie ausgewechselt, erzählte die Mutter. Der Junge war wieder voller Energie und seine Schulleistungen wurden schlagartig besser. Auch für Alexej hat sich viel verändert. Er ist mittlerweile knapp vier Jahre alt und Dr. Panzer steht noch immer mit den Eltern in Kontakt. Der ehemals schwerkranke Junge ist ein glückliches, anfallsfreies Kind und hat Sprechen und Laufen gelernt. „Das ist das Tolle am Kinderarzt sein, man kann noch so viel erreichen. Bei Kindern gibt es noch große Chancen, ‚das Ruder herumzureißen‘“, erzählt Dr. Panzer. „Es ist ein meilenweiter Unterschied, ob das Kind schwer pflegebedürftig wird oder ob es einmal ein selbstständiges Leben führen kann.“

Kontakt:
DRK Kliniken Berlin | Westend
Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder und Jugendliche
Epilepsie-Zentrum / Neuropädiatrie
Leiter des Zentrums:
Dr. med. Axel Panzer
Spandauer Damm 130,
14050 Berlin
Sekretariat
m.danzig@drk-kliniken-berlin.de
neuropaediatrie@drk-kliniken-berlin.de
Tel.: (030) 3035 – 5700
(030) 3035 – 5705
Fax: (030) 3035 – 5719