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Handbuch zum Berliner TransitionsProgramm erschienen

Berlin, 14. März 2016

Die Arbeitsgruppe des Berliner TransitionsProgramms (BTP) aus den DRK Kliniken Berlin | Westend veröffentlicht ihre langjährigen Erfahrungen. Kinderdiabetologin und Mitautorin Dr. med. Silvia Müther: „Das neue Werk hilft Kinderärzten, Erwachsenenmedizinern und allen, die mit der Versorgung junger chronisch kranker Menschen zu tun haben, den Übergang in die Erwachsenenmedizin erfolgreich zu gestalten.“


Der Übergang chronisch kranker Jugendlicher in die Erwachsenenmedizin ist ein weltweit diskutiertes Problem der medizinischen Versorgung. Denn oftmals gelingt der Übergang (auch Transition genannt) in dieser ohnehin schwierigen Phase des Erwachsenwerdens nicht und die Jugendlichen fallen aus der dringend notwendigen spezialisierten medizinischen Versorgung heraus. Unter der Leitung von Professor Dr. med. Walter Burger (ehemaliger Leiter des Diabeteszentrums für Kinder und Jugendliche) und Privatdozent Dr. med. Arpad von Moers (Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin) entwickelte eine Arbeitsgruppe an den DRK Kliniken Berlin mit Unterstützung und wissenschaftlicher Begleitung des IGES Institutes Berlin ein Konzept für ein Strukturprogramm, das Jugendliche mit unterschiedlichen chronischen Erkrankungen begleitet durch ein professionelles Fallmanagement einen reibungslosen Übergang von der spezialisierten Kinder- und Jugendmedizin in die entsprechend spezialisierte Erwachsenenmedizin ermöglicht. Die Arbeitsgruppe BTP der DRK Kliniken Berlin | Westend und das IGES Institut haben jetzt ihre Ergebnisse veröffentlicht. Das Handbuch mit dem Titel „Das Berliner TransitionsProgramm“ umfasst 200 Seiten (ISBN: 978-3-11-044035-5), kostet 69,95 Euro ist Anfang März 2016 bei De Gruyter erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Rund 14 Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben einen dauerhaften Bedarf an besonderer, spezialisierter, medizinischer und sozialer Versorgung. Bei 30 bis 40 Prozent der chronisch kranken Jugendlichen gibt es massive Probleme beim Übergang bis hin zum vorübergehenden Herausfallen aus einer adäquaten Versorgung. Eine Arbeitsgruppe an den DRK Kliniken Berlin hat zusammen mit dem IGES-Institut ein Konzept zur strukturellen Transition entwickelt, welches auf unterschiedliche Krankheitsbilder, in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen und in unterschiedlichen Regionen anwendbar ist. Das Projekt wurde durch die Robert Bosch Stiftung gefördert und von Beginn an durch drei große Krankenkassen unterstützt. Transition meint allgemein den geplanten Übergang von Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen von einem kinderzentrierten zu einem erwachsenenorientierten Versorgungssystem.

Eine Intensivierung der Vorbereitungsphase für den Transfer beginnt im Alter von 16 bis 18 Jahren. In dieser Zeit liegt die Zuständigkeit der Behandlung noch vollständig in den Händen der Kinder- und Jugendmediziner. Der Übergang in die Erwachsenenmedizin erfolgt dann je nach individueller Reife des Jugendlichen ab dem Alter von 18 Jahren. Mit dem Transfer wechselt die Zuständigkeit der Behandlung zu den Erwachsenenmedizinern. Kernelemente des Transitionsprozesses sind die Transitionsgespräche. Sie finden in der Vorbereitungsphase, sowie nach dem Übergang und zum Abschluss des Programms zwischen Patienten und Spezialisten statt. „In diesen Gesprächen werden systematisch fünf Lebensbereiche behandelt, die für eine erfolgreiche Transition als wesentlich erachtet werden“, sagt Kinderdiabetologin Dr. med. Silvia Müther. Das sind das Wissen über die Krankheit, soziale Kompetenzen und Umfeld, Zukunftsplanung, Kenntnisse über das Gesundheitssystem und die Transitionsbereitschaft.

Ab dem 01.04.2016 koordiniert das BTP jetzt bundesweit die Transitionsprozesse von Jugendlichen mit folgenden Diagnosen: Diabetes, Epilepsie, nephrologische Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, neuromuskuläre Erkrankungen, rheumatische Erkrankungen, onkologische Erkrankungen, endokrinologische Erkrankungen sowie Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). Die Erfahrungen aus der klinischen Praxis sind nun im großen Standardwerk mit dem Titel „Das Berliner TransitionsProgramm“ zusammengeflossen. Die Autoren sind: Jana Findorff, Fallmanagerin des BTP, Dr. med Silvia Müther, Leiterin des Diabeteszentrums für Kinder und Jugendliche an den DRK Kliniken Berlin | Westend, Dr. med. Arpad von Moers, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an den DRK Kliniken Berlin | Westend sowie Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer beim IGES-Institut GmbH und Professor Dr. med. Walter Burger, ehemals Leiter des Diabeteszentrums für Kinder und Jugendliche in den DRK Kliniken Berlin | Westend und Initiator des BTP. Die Kinderdiabetologin und Mitautorin Dr. med. Silvia Müther: „Das neue Werk hilft Kinderärzten, Erwachsenenmedizinern und allen, die mit der Versorgung junger chronisch kranker Menschen zu tun haben.“ Das Buch ist bei De Gruyter Anfang März 2016 erschienen und im Handel zu bekommen.

Kontakt:
Geschäftsstelle BTP e.V.
DRK Kliniken Berlin | Westend
Dr. med. Silvia Müther
Jana Findorff
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Tel.: (030) 3035 – 4492
E-Mail: transition@drk-kliniken-berlin.de
Die DRK Kliniken Berlin sind ein freigemeinnütziger Klinikverbund mit vier Krankenhäusern und einem Pflegeheim mit insgesamt 1.509 genehmigten Betten. Gesellschafter des Klinikverbundes ist die DRK-Schwesternschaft Berlin e.V. In 35 Fachabteilungen, 26 Kompetenzzentren, drei Zentralen Notaufnahmen und mit zahlreichen ambulanten Angeboten werden rund 200.000 Patienten pro Jahr von über 3.400 Mitarbeitern versorgt. Damit gehören die DRK Kliniken Berlin zu den 26 größten Arbeitgebern in der Hauptstadt. Die DRK Kliniken Berlin sind nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) zertifiziert. Die DRK Kliniken Berlin | Westend, DRK Kliniken Berlin | Köpenick und DRK Kliniken Berlin | Mitte sind als akademische Lehrkrankenhäuser der Charité – Universitätsmedizin Berlin anerkannt.
Kontakt:
Tanja Kotlorz
Pressesprecherin der DRK Kliniken Berlin
Telefon: (030) 30 35 - 50 70, Mobil (0152) 0157 - 50 70
Fax: (030) 30 35 - 82 50 70
E-Mail: t.kotlorz@drk-kliniken-berlin.de