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Ein bunter Strauß an Wünschen für Gesundheitssenatorin Dilek Kolat

Berlin, 27. Februar 2017

Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung zu Gast in den DRK Kliniken Berlin | Westend


Dilek Kolat – Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SPD)


Dr. Christian Friese – Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin


Die Veranstaltung in den DRK Kliniken Berlin | Westend war gut besucht


Dialogabend – reger Austausch zwischen Publikum und Gästen


Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Senatorin Dilek Kolat und Michael Hoffmann – Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin im Gespräch

Dilek Kolat, seit knapp drei Monaten Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SPD), war am 22. Februar 2017 zu Gast am Standort Westend der DRK Kliniken Berlin. Der Verein Berliner Wirtschaftsgespräche hatte zu einem Dialogabend geladen. Ein Austausch zwischen Politik und Akteuren der Gesundheitsbranche stand auf dem Programm – und die Frage: Wie steht es um die zukünftige Gesundheitspolitik der Hauptstadt?

Laut Koalitionsvereinbarung zwischen SPD, Grünen und Linken soll es in der aktuellen Wahlperiode eine stärkere Ausrichtung auf Qualität, Gesundheitsförderung und Prävention geben. Eine Zielsetzung, die Dilek Kolat in ihrem Impulsvortrag erneut bekräftigte.

Das Gesundheitsressort sei ein Gestaltungsressort, in dem viel Potential stecke, sagte die SPD-Frau. Es gebe eine Menge zu tun in ihrem Bereich: Die Digitalisierung der Krankenhäuser stehe auf der Agenda, die tarifliche Gleichstellung von Ärzten, mehr Fachkräfte und eine bessere Gesundheitsversorgung der BerlinlerInnen allgemein. Denn obwohl die Stadt im Durchschnitt überdurchschnittlich gut aufgestellt sei, gebe es von Bezirk zu Bezirk starke Unterschiede.

Von den Akteuren der Berliner Gesundheitsbranche wollte sie in der Aula nun erfahren, was sie von der Politik erwarten.

Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung Vivantes – Netzwerk für Gesundheit, fasste ihren Wunsch an die Gesundheitssenatorin wie folgt zusammen: „Wir brauchen Investitionen, Investitionen, Investitionen.“ Nicht etwa, um goldene Wasserhähne in Krankenhäusern anzubringen, sondern um die Qualität der Gesundheitsversorgung in einer stark wachsenden Stadt aufrecht zu erhalten, sagte sie.

Auch wenn es einen Investitionsstau gebe, sei das Gesundheitswesen in Berlin nicht schlecht aufgestellt, meinte Stefan Oelrich, Leiter der Geschäftseinheit Diabetes und Herzkreislauferkrankungen in Europa bei Sanofi und Sprecher des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg. Die unterschiedlichen Akteure müssten weiterhin auf Augenhöhe zusammengebracht werden. Sie alle hätten ein gemeinsames Ziel: Krankheiten zu heilen und die Gesundheit zu fördern.

Für die über 9.000 niedergelassenen Ärzte in Berlin machte sich am Mittwochabend Dr. Margret Stennes stark. Die neu gewählte Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin forderte von Dilek Kolat ein klares Bekenntnis zur Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung. Es dürfe keine Konkurrenz zwischen niedergelassenen Ärzten und subventionierten Krankenhäusern geben. Vielmehr sollte die Zusammenarbeit – wie im Projekt Portalpraxen – weiter ausgebaut werden.

Das Portalpraxen-Modell sei ein Schritt in die richtige Richtung, meinte auch Dr. Christian Friese, Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin. Zwar bestehe in der Gesundheitsbranche große Konkurrenz, aber eben auch Kooperationsbedarf. Darüber hinaus machte er deutlich: „Wir müssen das Personal so beschäftigen, dass sie vernünftig bezahlt und weniger belastet sind.“

Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité – Universitätsmedizin Berlin, forderte von der Politik im Allgemeinen und von Dilek Kolat im Besonderen, den Stimmungsumschwung im Bereich der Pflegearbeit voranzutreiben. Das Berufsfeld werde oft als ein „Jammertal“ dargestellt und sei für viele unattraktiv. „Bitte lassen Sie auch glückliche Pflegekräfte zu Wort kommen“, sagte er. Dilek Kolat versicherte den Anwesenden, dass sie die Themen gemeinsam anpacken wolle. Auch die Forderung von Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, eine länderübergreifende Gesundheitsversorgung sicherzustellen, notierte sie sich auf ihrem Zettel. „Ich brauche Ihre Impulse“, bekräftigte sie.

In den kommenden Wochen stünden eine Reihe von vor-Ort-Besuchen an, sagte Dilek Kolat. Krankenhäuser, Ausbildungsstätten, Forschungsinstitutionen und Pharmaunternehmen wolle sie persönlich kennenlernen, wie beispielsweise das Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), das während des Dialogabends von Prof. Dr. Thomas Sommer vorgestellt wurde. Sein Wunsch lautete: mehr forschende Kliniker und mehr Interdisziplinarität in der Grundlagenforschung.

Inwieweit die gesundheitspolitische Agenda in der aktuellen Legislaturperiode umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Ein bunter Strauß an Wünschen wurde Senatorin Kolak in der Aula an jenem Abend jedenfalls überreicht.