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Das "Berliner Transitionsprogramm" aus der DRK- Kinderklinik im Westend gewinnt den Janssen Zukunftspreis 2010
Der mit 5.000 EUR dotierte Preis für innovative Konzepte in der Gesundheitsversorgung wurde am 22.September im Universitätshospital in Münster überreicht.
Der Janssen Zukunftspreis würdigt ungewöhnliche Initiativen und mutige Projekte, die sozialen Nutzen und Gesundheit stiften. Der mit insgesamt 15.000 EUR dotierte Preis wird alle zwei Jahre von einer siebenköpfigen, unabhängigen Jury aus Wirtschaft, Medizin und den Medien vergeben und gilt als echtes Gütesiegel in der Gesundheitslandschaft, um das man sich nicht bewerben kann.
In diesem Jahr gibt es drei Preisträger, darunter das von den Ärzten der Kinderklinik der DRK Kliniken Berlin | Westend, Prof. Dr. Walter Burger und PD Dr. Arpad von Moers, im Juli 2009 ins Leben gerufene „Berliner Transitionsprogramm“.
Das „Berliner Transitionsprogramm“ strukturiert und regelt den Übergang chronisch kranker Jugendlicher in die Erwachsenenmedizin. Die Teilnahme ist zunächst nur Jugendlichen mit Epilepsie und Diabetes mellitus Typ 1 möglich und zunächst auch auf den Raum Berlin-Brandenburg beschränkt. Es ist als ein Versorgungsforschungsprojekt angelegt und das erste seiner Art, das von den Krankenkassen (AOK Berlin Brandenburg, TK und die BKK VBU) finanziert wird. Später soll das Behandlungsprogramm auch auf andere Erkrankungen ausgeweitet werden.
Das Programm wird wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung für die Versorgung chronisch kranker Menschen von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Das inhaltliche Konzept wurde von den DRK Kliniken Berlin in Zusammenarbeit mit dem IGES Institut, das auch die wissenschaftliche Begleitung übernimmt, entwickelt.
Mit Transition ist der Wechsel aus der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin gemeint. Ein Wechsel der Betreuung ist nötig, weil Kinder- und Jugendärzte ihre Patienten nach dem 18. Geburtstag in der Regel nicht weiter betreuen können. Die Transition ist aber nicht unproblematisch. Gerade chronisch kranken Jugendlichen gelingt es oft nicht, einen ausreichend verantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu entwickeln, der in der Erwachsenenmedizin vorausgesetzt wird und sich selbständig um den Übergang in eine entsprechend qualifizierte erwachsenenmedizinische Betreuung zu kümmern.
Bereits im April 2010 wurde das Berliner Transitionsprogramm beim jährlichen Wettbewerb der Financial Times Deutschland "Ideenpark Gesundheitswirtschaft 2010" als eines der innovativsten Konzepte bundesweit ausgezeichnet.










