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Ein Jahr Medizinische Kinderschutz-Hotline

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Ein Jahr Medizinische Kinderschutz-Hotline

Berlin, 21. August 2018

Bundesfamilienministerin unterstützt Gemeinschaftsprojekt der DRK Kliniken Berlin, des Instituts für Rechtsmedizin Freiburg und des Universitätsklinikums Ulm


Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert seit 1. Oktober 2016 das Projekt „Medizinische Kinderschutz-Hotline für ärztliches und heilberufliches Fachpersonal“. Bei einem Besuch der DRK Kliniken Berlin | Westend bekräftigte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) am vergangenen Freitag ihre Unterstützung für die „Medizinische Kinderschutz-Hotline für ärztliches und heilberufliches Personal“.

Die Hotline ist ein gemeinsames Projekt der DRK Kliniken Berlin, des Instituts für Rechtsmedizin Freiburg und des Universitätsklinikums Ulm. Die Gesamtleitung liegt beim Leiter des Kompetenzzentrums Kinderschutz in der Medizin Prof. Jörg M. Fegert, dem ärztlichen Direktor der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie in Ulm. Anlässlich des einjährigen Bestehens der Hotline traf sich die Ministerin mit Vertretern der Kliniken und Mitarbeiterinnen der Hotline, um sich während eines Fachgesprächs über die Erfahrungen des ersten Jahres und die Zukunft des Gemeinschaftsprojekts auszutauschen. Mit dem Projekt wurde ein neues Angebot für die spezifischen Bedürfnisse von Medizinerinnen und Medizinern geschaffen und der wichtigen Funktion von Medizinerinnen und Mediziner für den Kinderschutz gezielt Rechnung getragen.

Wichtiges Zeichen für mehr Kinderschutz

„Als Bundesfamilienministerin verstehe ich es als meine Aufgabe mit dafür zu sorgen, dass Kinder unter guten Bedingungen aufwachsen – dass ihnen gute Erinnerungen mit auf den Weg gegeben werden“, so Dr. Giffey während ihres Besuchs. „Was oft vergessen wird ist, dass Opfer von Kindesmisshandlung ihr Leben lang durch diese Erfahrungen geprägt sind und darunter leiden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir alles unternehmen, um Kinder zu schützen. Die DRK Kliniken Berlin und das Universitätsklinikum Ulm setzen mit der Kinderschutz-Hotline ein wichtiges Zeichen für mehr Kinderschutz. Wir müssen auch zukünftig alles daran setzen, dass solche Maßnahmen fortbestehen können.“

Angebote zum Kinderschutz an den DRK Kliniken Berlin etabliert

In ihrem Grußwort unterstrich auch Oberin Doreen Fuhr, Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Berlin, die Notwendigkeit von Maßnahmen wie der Hotline für einen wirksamen Kinderschutz. „Aber Kinderschutz darf nie nur Aufgabe des Staates sein: Wir alle – die Gesellschaft, vor allem wir als diejenigen, die sich in der Gesundheitsversorgung engagieren – stehen in der Pflicht, Kindern jede erdenkliche Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.“

Während des Gesprächs teilten der Projektleiter Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. med. Arpad von Moers, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an den DRK Kliniken Berlin | Westend und Oliver Berthold, Leiter der KinderSchutzAmbulanz der DRK Kliniken Berlin | Westend ihre Erfahrungen mit der Kinderschutzhotline im ersten Jahr ihres Bestehens mit Dr. Giffey. „Fälle von Misshandlungen und sexueller Gewalt an Kindern liegen leider seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau“, erklärt Prof. Dr. Fegert. „Da Misshandlungsfälle im Krankenhaus und den Praxen zu selten wahrgenommen werden, ist eine frühzeitige Erkennung von ärztlicher Seite enorm wichtig. Wir freuen uns daher, dass das Bundesfamilienministerium uns bei einem so wichtigen Projekt Rückendeckung gibt.“

0800 19 210 00 – allumfassender Schutz und Betreuung im Blickpunkt

Unter der Nummer 0800 19 210 00 bietet die Hotline seit Juli 2017 bundesweit – nach einer Vorbereitungsphase und anschließendem Pilotbetrieb - medizinischem Fachpersonal ein umfangreiches Beratungsangebot zur sicheren Einschätzung von Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung. Häufigster Beratungsgegenstand ist die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Die speziell geschulten Teams, die die Kinderschutz-Hotline betreuen, setzen sich derzeit aus elf erfahrenen Ärztinnen und Ärzten und einer Psychologischen Psychotherapeutin zusammen. Sie beraten unter anderem zu Fragen der Diagnostik bei Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung, leisten Hilfestellung bei der Gefährdungsabschätzung, unterstützen in der Vorbereitung von Gesprächen mit dem Jugendamt und den Angehörigen und geben Orientierung zu Strukturen der Jugendhilfe. Seit Einführung der Hotline wurden bereits über 650 Anrufende beraten, Tendenz steigend.

Unterstützung von der Bundesministerin für die Kinderschutzhotline

Um den Schutz des Kindeswohls auch zukünftig zu garantieren, wünschen sich die DRK Kliniken Berlin in erster Linie Stabilität in der Finanzierung solcher Maßnahmen. „Die Finanzierung der Kinderschutz-Hotline ist bisher bis 2019 befristet“, erklärt Berthold. „Für die Schulung neuer Mitarbeiter und die Verträge für die Rufnummer benötigen wir aber dringend Planungssicherheit. Ich würde mir wünschen, dass das Thema Kinderschutz selbstverständlich wird und wir unsere Ressourcen stattdessen voll und ganz dem Wesentlichen widmen können: dem Schutz der Kinder.“

Das sieht auch Dr. Giffey so. „Die großartige Arbeit, die das Team der Kinderschutz-Hotline leistet, wird auch künftig nicht an Bedeutung verlieren. Daher ist es auch mein persönliches Anliegen, dass die Finanzierung über 2019 hinaus geht und wir eine fortdauernde Unterstützung des Projekts gewährleisten. Ich wünsche mir daher, dass wir uns gemeinsam dafür stark machen, dass die Initiative weiter fortbesteht.“

Auch über die Kinderschutz-Hotline hinaus setzen sich die DRK Kliniken Berlin kontinuierlich für den Kinderschutz ein. 2016 wurde am Standort in Westend eine vom Berliner Senat finanzierte KinderSchutzAmbulanz eingerichtet. Hier können Kinder, bei denen Sorge um das Kindeswohl besteht, am selben Tag von allen notwendigen Spezialisten untersucht und allumfassend betreut werden.

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Kinderschutz-Hotline:
Telefon: 0800 – 19 210 00 (kostenlos)
www.kinderschutzhotline.de

Kontakt zur KinderSchutzAmbulanz
DRK Kliniken Berlin | Westend
Oliver Berthold
Leiter der KinderSchutzAmbulanz
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Tel.: (030) 3035 - 4488
E-Mail: kinderschutzambulanz@drk-kliniken-berlin.de

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Fotonachweis:

Bildunterschrift: Bundesministerin Dr. Giffey zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kinderschutz-Hotline, der DRK Kliniken Berlin, dem Universitätsklinikum Ulm und dem Hochschulklinikum der MHB.

>> Das Foto kann frei verwendet werden, die Bildrechte liegen bei den DRK Kliniken Berlin.