Stellungnahme der DRK Kliniken Berlin

Berlin, 15. März 2018

In den Medien wird derzeit berichtet, dass der Fußballspieler Herr Camara am 13.03.2018 mit dem Rettungswagen und Notarzt in die DRK Kliniken Berlin | Westend gebracht wurde und dort aufgrund fehlender Kapazitäten abgewiesen wurde. Dieser Aussage möchten die DRK Kliniken Berlin widersprechen und wie folgt Stellung nehmen:

Zunächst möchten wir der Familie und den Angehörigen von Herrn Camara unser Beileid ausdrücken. Um die Trauerzeit der Familie aufgrund dieses schweren Schicksalsschlags zu respektieren, möchten wir lediglich kurz Stellung nehmen.

Nach einer telefonischen Voranmeldung der mitfahrenden Notärztin der Berliner Feuerwehr erreichte am 13. März 2018 gegen 20 Uhr der Rettungswagen das Herzkatheterlabor der DRK Kliniken Berlin | Westend als nächstgelegenes Krankenhaus. Herr Camara war bei Eintreffen in unserer Klinik weiterhin in einem lebensbedrohlichen Zustand, es erfolgten ununterbrochen Wiederbelebungsmaßnahmen. Aufgrund des kritischen Zustandes und der inzwischen vorliegenden Information über einen bestehenden Herzfehler wurde sofort das Notfall-Team der Charité (Cardiac Arrest Center of Excellence) hinzugezogen. Dies haben die Notärztin der Berliner Feuerwehr und der diensthabende Oberarzt der DRK Kliniken Berlin | Westend gemeinschaftlich entschieden, um im Sinne des Patienten die bestmögliche, umgehende Behandlung in die Wege zu leiten. Nach schneller Abstimmung in diesem Team wurde für eine rasche und maximale Versorgung des Patienten ein sofortiger Weitertransport in die Charité vereinbart, welcher gegen 20:12 Uhr erfolgte.

Grund für die Weiterverlegung in die Charité waren ausdrücklich nicht Kapazitätsengpässe bei den DRK Kliniken Berlin | Westend, sondern die oben erläuterte interdisziplinäre Therapieentscheidung. Die Charité mit dem Cardiac Arrest Center of Excellence und dem Kooperationspartner Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB) ist das einzige Berliner Krankenhaus mit derartigen Spezialabteilungen (bspw. Verfügbarkeit von externen Herzunterstützungssystemen), die entsprechende Eingriffe zur Lebensrettung in diesem speziellen Fall hätte durchführen können.

Wir als DRK Kliniken Berlin sind tief bestürzt und nehmen Anteil an diesem tragischen Vorfall. Unsere Gedanken sind bei der Familie von Herrn Camara.

Pressekontakt:

Romina Rochow, M.A.
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