DRK Kliniken Berlin stärken die Selbsthilfe

Berlin, 17. November 2011

Karin Stötzner, Leiterin der Berliner Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SEKIS)(li.), Bettina Eden, Projektleiterin Selbsthilfezentrum Treptow-Köpenick (mi.), Ralf Stähler, Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin (re.)


Bei der Vertragsunterzeichnung
Fotos: DRK Kliniken Berlin

Der Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin, Ralf Stähler, und die Leiterin der Berliner Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle „SEKIS“, Karin Stötzner, haben – gemeinsam mit drei Selbsthilfe-Kontaktstellen – am 17. November 2011 einen Vertrag unterzeichnet, wonach die DRK Kliniken Berlin die Selbsthilfe weiter stärken. Der gemeinnützige Klinikverbund verpflichtet sich damit, bestimmte Kriterien zu erfüllen.

So stellen die DRK Kliniken Berlin für die Selbsthilfeorganisationen Infrastruktur und Ressourcen zur Verfügung. Damit sich Patienten über die Angebote der Selbsthilfe informieren können, werden Printmaterialien ausgelegt sowie Räume zur Verfügung gestellt, die für Informationsveranstaltungen genutzt werden können. Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige werden regelmäßig und persönlich über die Möglichkeiten zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe informiert. Zwischen den Selbsthilfegruppen und den Klinikmitarbeitern findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt; die Mitglieder der Selbsthilfegruppen werden in die Fort- und Weiterbildungen der KlinikmitarbeiterInnen mit einbezogen. Die Kooperation zwischen Selbsthilfe und DRK Kliniken Berlin ist verbindlich vereinbart. Die DRK Kliniken Berlin werden zudem einen oder eine Selbsthilfebeauftragte/n benennen. Bereits jetzt unterstützen die DRK Kliniken Berlin aktiv Selbsthilfegruppen und weisen bei einzelnen Erkrankungen gezielt auf Selbsthilfegruppen hin.

SEKIS und die Kontaktstellen verpflichten sich, entsprechend dem Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen“, eine Kontaktperson für die Zusammenarbeit mit dem Klinikerbund zu benennen sowie den Kliniken regelmäßig Informationen über die Selbsthilfe zur Verfügung zu stellen. Ferner verpflichten sich die Kontaktstellen, die Gruppen bei der Zusammenarbeit mit den DRK Kliniken Berlin zu unterstützen. Die Kooperationspartner haben zudem vereinbart, mindestens einmal jährlich die bisherige Zusammenarbeit auszuwerten. Großen Wert legen die Partner darauf, die Zusammenarbeit als Teil der Qualitätsentwicklung zu verstehen und die Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten im sensiblen Bereich der Gesundheitsselbsthilfe einzuhalten.

„Mit diesem Vertrag unterstützen die DRK Kliniken Berlin die Selbsthilfe und wir profitieren zugleich im Sinne unserer Patienten davon. Denn durch die direkte Kommunikation von Experten und Betroffenen in der Selbsthilfe wird die gesundheitliche Versorgung der Patienten sinnvoll ergänzt“, sagt Ralf Stähler, Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen auf medizinisch und pflegerisch qualitativ hohem Niveau zu begleiten und zu unterstützen ist das Ziel der Zusammenarbeit der DRK Kliniken Berlin mit den Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen, so Stähler.

„Die DRK Kliniken Berlin leisten mit diesem Kooperationsvertrag einen wichtigen  Beitrag zur Vernetzung von Experten der Medizin und ‚Experten in eigener Sache’. Mit dieser Zusammenarbeit kann auch die wichtige Schnittstelle der Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus durch die Einbindung der informellen Hilfenetze der Selbsthilfe verbessert werden“, sagt Karin Stötzner, Leiterin von SEKIS.

An dem Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus in Berlin“ beteiligten sich bisher 21 Kliniken. Das Vorhaben findet mit Unterstützung des BKK Landesverbandes Mitte statt.

Mehr Informationen finden sind im Flyer „Wir stärken die Selbsthilfe in unseren Kliniken – Ihre Ansprechpartner vor Ort“ und auf der Selbsthilfe-Website der DRK Kliniken Berlin.

>> Die Pressemitteilung finden Sie hier.