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DRK Kliniken Berlin | Mitte

Klinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie

Drontheimer Str. 39-40
13359 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 6461 / - 6462
Fax: (030) 3035 - 6058
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Chefarzt

Dr. med. Peter Dollinger

Abteilungsschwester

Andrea Jahnke

Wir beschäftigen uns mit dem gesamten Spektrum dieser gemeinhin als "jung" angesehenen chirurgischen Disziplin. Diese Sichtweise resultiert sicherlich daraus, daß die erforderlichen Therapieformen in größerem Umfang erst Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden. Zunächst waren hochwertige Materialien zu entwickeln, die sich für den Einsatz im hochsensiblen vasculären (Gefäß-) Milieu bei gleichzeitiger Verträglichkeit zum Gerinnungssystem eigneten.
Erste "Bypass-Versuche" sind allerdings schon von Vesalius aus dem Jahre 1542 überliefert, der einem Kaninchen einen Strohhalm als Arterienersatz einsetzte. Heute unterliegt das Fachgebiet einem steten Wandel. Teils stürmische Entwicklungen erforderten gerade in den letzten Jahren einen andauernden Fachdialog und hohe Lernbereitschaft, um die eigenen Methoden immer wieder am neuesten Standard zu messen. Auch ein Abwägen der Sinnhaftigkeit neuer Methoden war und ist immer wieder notwendig.

Gefäßchirurgie

Die Behandlungsmöglichkeiten der Klinik umfassen alle Eingriffe in das arterielle und venöse System, die nicht an einen extrakorporalen Kreislauf (Herz- Lungenmaschine) gebunden sind. Zu den Schwerpunkten gehören Eingriffe an den supraaortalen Gefäßen, die vor allem das Stromgebiet der A. carotis betreffen. Aorteneingriffe (Aorta = Hauptschlagader) werden offen sowie interventionell durchgeführt. Eine Besonderheit stellt die minimal-invasive, endosvaskuläre Aortenchirurgie dar, die ab sofort in einem neu erbauten, hochmodernen Hybrid-OP erfolgt.

Gefäßdiagnostik

Für Ultraschall-Untersuchungen (Sonografie) stehen hochauflösende, farbkodierte Duplexsonografie -Geräte zur Verfügung. Damit können den Patienten teils aufwendige Untersuchungen - etwa Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln - erspart werden. Die Mitarbeiter unserer Klinik haben hierbei sowie in der ebenfalls sehr untersucherabhängigen Anwendung der CW-Doppler-Methode einen hohen Erfahrungsstand.

Die enge Zusammenarbeit mit dem im Hause ansässigen Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie ermöglicht den direkten Zugang zu modernsten, differenzierten diagnostischen Methoden.

So können neben der

  • digitalisierten Angiographie
  • CT und Angio-MRT
  • interventionell angiologisch-therapeutische Verfahren

angewendet werden.

Gefäßoperationen

Der Operationsbereich ist mit Geräten der neuesten Generation ausgestattet, die der Sicherheit und dem Komfort der Patienten dienen. So wird mit Cell-saver-Systemen der Fremdblutverbrauch erheblich reduziert. Mit Retraktor- und Lichtleitsystemen werden immer kleinere, schonendere Zugänge zum Operationsfeld ermöglicht. Mit digitaler Röntgen-Technik kann schon intraoperativ eine angiographische Kontrolle erfolgen. Angioplastien (Gefäßaufdehnung mittels Ballonkatheter) wie auch Stent-Implantationen (Einbringen von Gefäßstützen) sind in Kombination auch mit offenen Operationen möglich. Eine Besonderheit stellt hier die Ausschaltung von Aortenaneurysmen durch sogenannte Endografts dar, d.h. das Einsetzen von Gefäßprothesen über Kathetersysteme, so daß eine offene Operation im Bauchbereich vermieden werden kann.

Endovaskuläre Aortenchirurgie

Der Zugang zur Aorta führt hier über die Leistenarterien, über welche Kathetersysteme eingeführt werden, mit denen ein so genannter Stentgraft zur Ausschaltung eines Aneurysmas in die Aorta eingebracht werden kann. Ein Stentgraft besteht aus einer Gefäßprothese, die mit einem Metallgitter gestützt wird. Diese Konstruktion wird dann ober- und unterhalb des Aortenaneurysmas in den Gefäßen fest verankert, so dass der Druck des Pulsschlages von der Aortenaneurysmawand ferngehalten wird.

Durch diese Methode, für deren Anwendung ein Patient aber geeignete anatomische Verhältnisse haben muss, wird eine offene Operation vermieden. Die Risiken für den Patienten sinken deutlich.

Durchblutungsstörungen der Beine

Patienten, die mit Durchblutungsstörungen der Beine zu uns kommen, werden bei gegebener Indikation operativ versorgt - von der offenen und minimal invasiven Aortenchirurgie bis zur Chirurgie der Unterschenkelarterien. Daneben wenden wir ein breites Spektrum konservativer und semi-invasiver Therapieformen an, z.B.

  • PTA (Ballonaufdehnung von Gefäßen)
  • diverse Lyseformen
  • Kombinationstherapien etc.

Venöse Gefäßerkrankungen

Bei der Therapie venöser Erkrankungen werden alle Stadien der Varicosis (ausgeprägte Krampfaderbildung) behandelt. Die Wiederherstellung eines funktionstüchtigen Venenkreislaufes unter Berücksichtigung eines kosmetisch optimalen Resultats ist dabei unser Behandlungsziel.

Verschiedene klassische, immer auf den neuesten Stand gebrachte operative Verfahren kommen hier zum Einsatz.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Therapie der thrombotischen und postthrombotischen Krankeitsbilder, die ja leider oft einen stiefmütterlichen Umgang erfahren. Von der Heparinisierung über die unterschiedlichen Lyseverfahren bis hin zu verschiedenen operativen Vorgehensweisen wird ein differenziertes therapeutisches Konzept umgesetzt.

Kompressionssyndrom der oberen Thoraxapertur

Die Kompressionssyndrome des neurovaskulären Bündels an der oberen Thoraxapertur (früher: Schultergürtelsyndrom, Schulterarmsyndrom, Costoclavicularsyndrom, Hyperabduktionssyndrom, Scalenussyndrom, Paget-von Schrötter-Syndrom, Pectoralis minor Syndrom, Halsrippensyndrom, Scalenus minimus Syndrom etc.) werden heute unter dem Begriff Thoracic Outlet Syndrom (TOS) zusammengefasst. Allen gemeinsam ist, dass sie durch die vollständige Entfernung der ersten Rippe, ggf. auch mit Entfernung einer Halsrippe, behandelt und geheilt werden können. Dieser Eingriff, die Transaxilläre Exartikulation der Ersten Rippe (TEER) wird an unserer Klinik unter Mitwirkung eines auf diesem Gebiet in Europa führenden Spezialisten, Herrn Professor Dr. med. Jörg Gruß aus Kassel vorgenommen. Alle erforderlichen Voruntersuchungen, das heißt die Darstellung von Arterie und Vene mit Kontrastmittel in aufrechter Position des Patienten und die neurologische Untersuchung mit Messung der proximalen Leitgeschwindigkeiten von n. ulnaris und medianus werden an unserer Klinik durchgeführt. Zu unserem Leistungsspektrum gehören auch Zweiteingriffe nach erfolglosen Voroperationen

Gefäßkrankheiten durch Diabetes mellitus

Ein besonderes Kapitel nimmt die Behandlung der Patienten ein, die an den vaskulären (gefäßbezogenen) Folgen eines Diabetes mellitus leiden. Neben den notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung liegt sehr oft auch die chirurgische Versorgung der indirekten Folgen -meist der diabetischen Füße- in den Händen der Gefäßchirurgen. Ein modernes Wundmanagement, Augenmaß und Geduld sind hier gefragt. Eine spezielle Wundsprechstunde ermöglicht die poststationäre Betreuung sowie Vorstellung problematischer Wunden.

Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Die Schaufensterkrankheit ist weit verbreitet, bei jedem fünften über 65-Jährigen liegt bereits eine Verkalkung der Beinarterien vor. In Deutschland leiden ca. 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK.

Die Hauptursache für die Schaufensterkrankheit ist eine Arterienverkalkung. Die Arterienverkalkung wird vor allem durch folgende Risikofaktoren begünstigt:

  • Nikotinkonsum
  • zu hoher Blutdruck (Hypertonus)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fettstoffwechselstörung – zu hoher Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie).

Zur Vorbeugung und erfolgreichen Behandlung beraten wir Sie gerne.

Wie macht sich die Schaufensterkrankheit bemerkbar?

Durchblutungsstörungen der Beine äußern sich meist durch einsetzende Wadenschmerzen beim Gehen und/oder Treppensteigen. Diese können bereits nach wenigen Metern oder aber auch nach mehreren hundert Metern Gehstrecke auftreten. In schwereren Fällen können diese Beschwerden bereits in Ruhe auftreten. Dies führt zur Unterbrechung der Nachtruhe, die Betroffenen lassen das schmerzende Bein aus dem Bett hängen, um dadurch eine Linderung der Beschwerden zu erfahren. Die schwerste Form der Arterienverkalkung führt zum Absterben von Gewebe, wodurch schwarze Zehen, Knöchel oder Fersen entstehen können. Hier ist Eile geboten, um eine größere Amputation zu vermeiden.

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Die Diagnose erfolgt zuerst durch die Untersuchung beim Hausarzt. Falls Auffälligkeiten beim Tasten oder Abhören der Pulse mit dem Stethoskop auftreten, wird eine Ultraschalluntersuchung beim Gefäßspezialisten erforderlich. Das Ergebnis dieser Ultraschalluntersuchung entscheidet über die weiteren Schritte. In manchen Fällen folgt eine Computertomographie (CT-Angiographie), eine Kernspintomographie (MR-Angiographie) der Gefäße oder eine direkte Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel über ein kleines Kunststoffröhrchen, das in die Leistenschlagader eingebracht wird (wie bei einer Herzkatheteruntersuchung).

Was kann man medizinisch gegen die Schaufensterkrankheit tun?

Im Anfangsstadium kann mit Medikamenten und Gefäßtraining versucht werden, die Durchblutung zu fördern. Im fortgeschrittenen Stadium muss die Durchblutung meistens durch einen Eingriff wieder hergestellt werden. Hierzu gibt es verschiedene Methoden wie die Gefäßaufdehnung mit oder ohne Stent (Gefäßstütze), die Kalkausschälung und Erweiterungsplastik oder die Anlage eines Bypasses. Welche Behandlung am besten ist, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und dem Ort der Gefäßverengungen ab. Das Gefäßzentrum Berlin-Mitte ist auf die Behandlung der Schaufensterkrankheit/ pAVK spezialisiert und bietet alle klassischen und modernen Therapieverfahren an.

Wir beraten Sie über die in Ihrem Fall am besten geeignete Behandlungsmethode.

Wie kann man der Schaufensterkrankheit vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung der Schaufensterkrankheit liegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig. Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv auf die Schaufensterkrankheit/ pAVK aus, sie senkt auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Wundbehandlung

Gefäßleiden sind häufig mit daraus entstehenden Wunden verbunden, die äußerst problematisch sein können. Diese Wunden können bei Patienten nach der stationären Behandlung in der Wundsprechstunde weiter betreut werden. In enger Koordination mit den betreuenden niedergelassenen Ärzten können auch ambulante Vorstellungen erfolgen.

Eine Ursachenabklärung steht vor jeder neuen Wundbehandlung. Die notwendigen diagnostischen Schritte werden eingeleitet, wobei das gesamte diagnostische Spektrum genutzt wird.

Liegen den Wunden pathologische Gefäßprozesse zugrunde, so werden diese durch eine kausale Therapie angegangen. Die lokale Wundtherapie setzt begleitend sofort ein. Es wird nach einem stringenten, umfassenden wundtherapeutischen Konzept gearbeitet. Dieses wurde erstellt, um in der schier unüberschaubaren Vielfalt der angebotenen Methoden und Materialien einer für die Behandlung der Patienten notwendigen klaren Linie zu folgen.

Krankengymnastik

Die krankengymnastische Betreuung in der Klinik ermöglicht die forcierte Mobilisierung der Patienten nach mittleren und großen Operationen. Bei Erkrankungen der Lymphwege stehen Geräte zur Lymphdrainage zur Verfügung. Sollte eine Amputation unumgänglich sein, kann bereits in der Klinik die initiale Gehschulung erfolgen.

Gefäßsport - Gefäßsportgruppe der DRK Kliniken Berlin | Mitte

In Zusammenarbeit mit dem Sport- und Kulturzentrum Pankow bieten die DRK Kliniken Berlin | Mitte Ihnen an, einmal pro Woche in einer eigenen Gefäßsportgruppe Sport zu treiben. Unter Anleitung einer im Gefäßsport zusätzlich ausgebildeten Sporttherapeutin können Sie Ihr körperliches Wohlbefinden und Ihre Gesundheit steigern. Auf dem Kursplan stehen Lockerungsübungen, Koordinationstraining, Geh- und Muskelaufbautraining. Ein Facharzt sorgt während des gesamten Trainings für Ihre Sicherheit. Zielgruppe sind Patienten, welche unter Schmerzen in den Beinen nach kurzer Gehstrecke leiden (Schaufensterkrankheit) und bei denen Durchblutungsstörungen der Beine nachgewiesen wurden. 

Wann?
Mittwoch, 10.00 Uhr      

Wo?
Sport- und Kulturzentrum Pankow
SPOK gGmbH
Nordendstr. 56
13156 Berlin - Pankow      

Sie können auch gern teilnehmen, wenn Sie nicht stationär behandelt wurden. Haben Sie Interesse an diesem Angebot oder vielleicht noch Fragen? Wenn Sie wollen, können Sie sofort per E-Mail in Kontakt mit uns treten.